
Berlin verbindet zwei Senatsverwaltungen wieder mit dem Landesnetz nach Cyberangriff vom 14. August
Zwei Berliner Senatsverwaltungen sind nach einem Cyberangriff, der eine Notfalltrennung erzwang, wieder mit dem Landesnetz verbunden und haben damit die verzögerten Wohngeldzahlungen für über 50.000 Haushalte freigegeben.
Wiederherstellung der Landesnetz-Konnektivität
Zwei Berliner Senatsverwaltungen wurden am Wochenende wieder mit dem zentralen Landesnetz der Hauptstadt verbunden, nachdem ein Cyberangriff eine Sicherheitsabschaltung ausgelöst hatte. Die Berliner Senatskanzlei im Roten Rathaus gab am Sonntagnachmittag bekannt, dass die Systeme der Behörden ihre Verbindung zum Landesnetz Berlin wiederhergestellt haben. Techniker hatten die beiden betroffenen Verwaltungen am 14. August getrennt, nachdem ein Angriff auf die staatliche digitale Infrastruktur entdeckt worden war. Während der Isolationszeit konnten die Mitarbeiter der Behörden nur interne Arbeiten auf den abgetrennten Systemen durchführen, ohne Zugang zum Internet oder zu gemeinsamen Bezirksdatenbanken. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bestätigte am Sonntag den Abschluss der Wiedereinbindungsbemühungen.
Alle Senatsverwaltungen sind wieder mit dem Berliner Landesnetz verbunden und grundsätzlich betriebsbereit.
Behebung von Wohngeld- und Sozialleistungsstörungen
Die langwierige Netztrennung verursachte funktionale Unterbrechungen in mehreren angeschlossenen kommunalen Bereichen und Sozialhilfesystemen. Die unmittelbarste Störung betraf die kommunale Auszahlung von Wohngeld, sodass mehr als 50.000 anspruchsberechtigte Berliner Haushalte während der Abschaltung keine Zahlungen erhalten konnten. Darüber hinaus stoppte der technische Ausfall die Auszahlung von Mitteln aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder und Jugendliche. Die Bezirksämter in ganz Berlin verloren den Zugang zu mehreren gemeinsamen Fachverfahren, die für die Bearbeitung von Bürgeranträgen und die Durchführung von Auszahlungen erforderlich sind. Nach der Wiederanbindung am Wochenende bestätigten die Behörden, dass die Abwicklung der aufgestauten Wohngeldzahlungen wieder funktioniert.
- Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz entdeckt, was die Trennung zweier Verwaltungen auslöst
- Senatskanzlei gibt Wiederanbindung der Verwaltungen und Wiederaufnahme der Leistungszahlungen bekannt
Anhaltende Probleme bei Neuanträgen
Obwohl die bestehenden Leistungszahlungen wieder aufgenommen wurden, ist die Wiederherstellung der bürgernahen Verwaltungsdienste noch nicht abgeschlossen. Die Berliner Behörden haben noch kein konkretes Datum genannt, ab dem Bürger wieder neue Online-Anträge auf Wohngeld stellen können. Am Sonntagnachmittag zeigte das offizielle digitale Einreichungsportal für neue Wohngeldanträge weiterhin eine Fehlermeldung an. Die Senatskanzlei wies darauf hin, dass die kommunalen Fachverfahren in den Bezirken zwar grundsätzlich wieder betriebsbereit seien, es aber kurzfristig zu Reibungsverlusten bei der Verwaltungsabwicklung kommen könne. Stadtbeamte warnten, dass Mitarbeiter und Bürger aufgrund der Synchronisierung der Systeme mit verbleibenden operativen Engpässen rechnen müssten.
Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es anfangs noch zu vereinzelten Störungen und Verzögerungen in den Arbeitsabläufen kommen kann.
Betroffene Verwaltungen und erhöhte IT-Sicherheit
Die Sicherheitsisolierung betraf konkret zwei Hauptverwaltungen: die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. IT-Sicherheitsteams trennten beide Ministerien am 14. August als defensive Vorsichtsmaßnahme gegen laterale Netzwerkeindringlinge in die gesamte staatliche Infrastruktur. Als Reaktion auf den Einbruch leiteten beide Verwaltungen sofortige Notfallmaßnahmen ein, um ihre IT-Architektur zu stärken, bevor sie wieder an das Landesnetz angeschlossen wurden. Die Senatskanzlei erklärte, dass diese Schutzprotokolle eine kontinuierliche erhöhte Überwachung aller ministeriellen IT-Systeme zur Erkennung von Anomalien umfassen. Die Verwaltungsteams in beiden Behörden arbeiten nun daran, die volle Betriebsfähigkeit wiederherzustellen, während sie diese verschärften Cybersicherheitsstandards aufrechterhalten.


