
Belgien deklassiert zehn Tunesier 5:0 im letzten WM-Test – Doku und De Bruyne glänzen
Kevin De Bruyne und Jérémy Doku führten Belgien am Samstag in Brüssel zu einem dominanten 5:0-Sieg über Tunesien – der letzte Härtetest für beide Teams vor der WM 2026 in den Vereinigten Staaten.
Belgien lieferte im letzten Testspiel vor der WM eine überragende Vorstellung ab und deklassierte Tunesien im König-Baudouin-Stadion in Brüssel mit 5:0. Der Sieg, der auf ein 2:0 gegen Kroatien vom Dienstag folgt, schickt Rudi Garcias Elf mit maximalem Selbstvertrauen in die USA, wo am 15. Juni das Auftaktspiel der Gruppe G gegen Ägypten ansteht.
Doku und De Bruyne geben den Ton an
Jérémy Doku war der herausragende Spieler des Abends und setzte die tunesische Abwehr von der linken Seite immer wieder unter Druck. Mit seiner Trickreihe bereitete er in der 28. Minute das Führungstor von Leandro Trossard vor und legte später Kevin De Bruyne das dritte Tor auf. De Bruyne, der von Trainer Rudi Garcia in einem klassischen 4-3-3-System eingesetzt wurde, zeigte laut RTBF eine wahre Kapitänsleistung, forderte ständig den Ball und trieb sein Team nach vorne. Sein Tor aus der Distanz in der 65. Minute war der 37. Treffer seiner Länderspielkarriere.
Kevin De Bruyne lieferte eine absolute Chefleistung ab, war gierig auf den Ball und nutzte jede Ballberührung, um Gefahr im Strafraum des Gegners zu stiften.
Zweite Halbzeit voller Power nach Roter Karte
Charles De Ketelaere baute die Führung in der 53. Minute aus, als er eine Flanke von Youri Tielemans per Kopf verwertete. Die Aufgabe der Tunesier wurde kurz nach der Stunde noch schwerer, als Augsburgs Mittelfeldspieler Ismael Gharbi wegen eines Fouls an Doku die zweite Gelbe Karte sah und die „Adler“ in Unterzahl zurückließ. Belgien nutzte dies gnadenlos aus, die eingewechselten Dodi Lukebakio und Nicolas Raskin trafen spät in der 85. und 87. Minute zum Endstand. Romelu Lukaku, der in den letzten 25 Minuten eingewechselt wurde, bereitete Lukebakios akrobatischen Treffer vor.
- Leandro Trossard eröffnet den Torreigen aus kurzer Distanz nach Vorlage von Jérémy Doku.
- Charles De Ketelaere köpft eine Flanke von Youri Tielemans zum 2:0 ein.
- Ismael Gharbi sieht Gelb-Rot; Tunesien ab sofort in Unterzahl.
- Kevin De Bruyne trifft per Distanzschuss zum 3:0, erneut von Doku bedient.
- Der eingewechselte Dodi Lukebakio staubt zum 4:0 ab, nach einem Ballkontakt von Romelu Lukaku.
- Nicolas Raskin erzielt zwei Minuten später das 5:0 und macht den Kantersieg perfekt.
Lukakus behutsame Rückkehr
Romelu Lukaku setzte seine vorsichtige Wiedereingliederung in die Nationalmannschaft fort: Nach seinem Treffer gegen Kroatien am Dienstag absolvierte er seinen zweiten Kurzeinsatz als Einwechselspieler innerhalb einer Woche. Der Stürmer bestritt in dieser Saison keinen einzigen Startelfeinsatz für Neapel in der Serie A, und Belgien steuert seine Spielzeit vor dem Turnier behutsam. Sein 25-minütiger Auftritt brachte ihm eine Vorlage ein, auch wenn das portugiesische Portal SAPO von einem etwas glücklichen Kontakt sprach.
Tunesiens schwacher Auftritt
Tunesien bot nach vorne wenig. Elias Achouri traf in der 58. Minute den Pfosten – dies war die beste Chance der Gäste. Thibaut Courtois verlebte ansonsten einen ruhigen Nachmittag im belgischen Tor und feierte ein weiteres Zu-Null-Spiel. Trainer Sabri Lamouchis Team, in dem auch die Bundesliga-Profis Ellyes Skhiri und der des Feldes verwiesene Gharbi standen, reist nun nach Mexiko, wo es am 15. Juni in Guadeloupe sein Auftaktspiel der Gruppe F gegen Schweden bestreitet.
WM-Wege
Belgien trifft in der Gruppe G auf Ägypten, Iran und Neuseeland – eine allgemein als günstig eingeschätzte Auslosung. Tunesien ist in der Gruppe F mit den Niederlanden, Japan und Schweden gruppiert. Die WM 2026 läuft vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada.


