Migration · Belfast, Newtownabbey und Derry
Sudanesischer Asylbewerber nach Messerangriff in Belfast wegen versuchten Mordes angeklagt – zwei Nächte mit ausländerfeindlichen Ausschreitungen
Ein sudanesischer Asylbewerber erschien am Mittwoch vor Gericht, angeklagt wegen versuchten Mordes an einem Briten in Belfast – ein Angriff, der zwei Nächte lang ausländerfeindliche Gewalt in Nordirland auslöste.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20 minutos, El Confidencial, RTVE.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Hadi Alodid, ein 30-jähriger sudanesischer Asylbewerber, griff Stephen Ogilvie am Montagabend in der Kinnaird Avenue mit einem Küchenmesser an und versuchte offenbar, ihn zu köpfen. Drei Umstehende griffen ein und überwältigten ihn.
Alodid erschien am Mittwoch vor Gericht, angeklagt wegen versuchten Mordes, Todesdrohungen und Besitz einer Klingenwaffe. Ihm wurde die Freilassung auf Kaution verweigert; er bleibt in Haft.
Hunderte Protestierende lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei in Belfast, Newtownabbey, Glengormley, Derry und Stormont. Autos, Häuser und ein Bus wurden in Brand gesetzt. Wasserwerfer kamen zum Einsatz.
Elon Musk und der ultranationalistische Politiker Rupert Lowe posteten auf X aufhetzende Aussagen; Lowe forderte ein Ende des Asyls für diejenigen, die „junge Menschen köpfen wollen“.
Die Familie Ogilvie gab eine Erklärung ab, in der sie die Krawalle als „nicht hinnehmbar“ bezeichnete und dazu aufrief, den Angriff nicht zu nutzen, um Gemeinschaften zu spalten oder Einwanderer ins Visier zu nehmen.
- 9.06.Erste Nacht der Krawalle: Protestierende setzen Sozialwohnungen, in denen Einwanderer untergebracht sind, in Brand; Familien müssen fliehen. Autos und ein Stadtbus werden im Osten Belfasts angezündet.
- 10.06.Alodid erscheint per Videoübertragung vor einem Gericht in Belfast, angeklagt wegen versuchten Mordes. Freilassung auf Kaution verweigert.
- 10.06.Zweite Nacht der Krawalle: Rund 200 Protestierende liefern sich Auseinandersetzungen mit der Polizei in Sandyknowes. Wasserwerfer in Sandyknowes und Glengormley. Die Menge versucht, das Chimney Court Hotel zu erreichen, in dem Asylbewerber untergebracht sind.
Der Angriff in der Kinnaird Avenue
Die Gewalt begann nach einem Angriff am Montagabend gegen 22:30 Uhr in der Kinnaird Avenue im Norden Belfasts. Ein 30-jähriger Sudanese, Hadi Alodid, griff Stephen Ogilvie, einen Briten in den Vierzigern, mit einem großen Küchenmesser an. Ein 54-sekündiges Video des Vorfalls verbreitete sich rasant in den sozialen Medien und zeigt den Angreifer auf dem Opfer, wie er wiederholt zuschlägt und offenbar versucht, ihm den Kopf abzutrennen. Zeugen sind zu hören, die rufen, der Angreifer schneide dem Opfer den Kopf ab.
Drei Umstehende griffen ein, einer mit einem Hurley-Stock, um den Angreifer zu überwältigen, bis die Polizei eintraf und ihn festnahm. Ogilvie, von lokalen Medien als Mitarbeiter des National Health Service beschrieben, liegt weiterhin im Krankenhaus in kritischem Zustand mit schweren Verletzungen an Hals und Rücken und hat sein linkes Auge verloren. Seine Familie gab eine Erklärung ab, in der sie sich „völlig am Boden zerstört“ über den „entsetzlichen Angriff“ zeigte und gleichzeitig die anschließenden Krawalle verurteilte.
„Wir möchten ganz klarstellen, dass die Krawalle der letzten Nacht nicht hinnehmbar sind und dass friedliche Proteste der einzig sinnvolle Weg sind.“
Der Verdächtige
Alodid kam 2023 ins Vereinigte Königreich, reiste über einen Flug von Paris nach Dublin ein und überquerte dann die nordirische Grenze. Er beantragte Asyl und erhielt eine bis 2028 gültige vorläufige Aufenthaltserlaubnis, die ihm einen legalen Status als Asylbewerber verleiht. Er erschien am Mittwoch per Videoübertragung vor einem Gericht in Belfast, angeklagt wegen versuchten Mordes durch Messerstiche, Todesdrohungen gegen eine andere Person und Besitz einer Klingenwaffe mit Tötungsabsicht. Der Richter lehnte eine Freilassung auf Kaution ab und akzeptierte die Einschätzung der Polizei, dass die Risiken „zu groß“ seien. Die Polizei schloss ein terroristisches Motiv aus.
Zwei Nächte der Gewalt
In den Nächten von Dienstag und Mittwoch kam es zu Zusammenstößen zwischen Hunderten von Protestierenden, meist vermummten Jugendlichen, und der Polizei in Belfast und umliegenden Städten. In Sandyknowes versammelten sich rund 200 Menschen und warfen Steine und Flaschen auf Beamte, die Wasserwerfer einsetzten, um die Menge zu zerstreuen. Ein Reinigungswagen wurde in Brand gesteckt. In Glengormley setzte die Polizei ebenfalls Wasserwerfer ein. In Newtownabbey warfen Gruppen vermummter Jugendlicher in Schwarz Gegenstände auf Polizisten, die eine Absperrung bewachten.
Die Menge versuchte, das Chimney Court Hotel zu erreichen, in dem Asylbewerber oft während der Bearbeitung ihrer Anträge untergebracht werden. In der Nacht zum Dienstag wurden Sozialwohnungen, in denen Einwanderer untergebracht waren, in Brand gesteckt, sodass Familien fliehen mussten. Autos, Supermärkte und Häuser wurden niedergebrannt. Ein Stadtbus wurde im Osten Belfasts angezündet. Rettungskräfte begleiteten Migrantenfamilien aus ihren Häusern. Viele Geschäfte schlossen früher, Unternehmen empfahlen Heimarbeit, und der öffentliche Nahverkehr wurde auf mehreren Linien eingestellt.
Politische Reaktionen und Beteiligung der extremen Rechten
Der Angriff hat rechtsextreme Persönlichkeiten auf beiden Seiten des Atlantiks mobilisiert. Elon Musk, Eigentümer von X, postete an seine mehr als 240 Millionen Follower: „Nur durch WIEDERHOLTE und NACHDRÜCKLICHE Proteste werden wir eine Veränderung erreichen.“ Rupert Lowe, Gründer der drei Monate alten ultranationalistischen Partei Restore Britain, schrieb auf X: „Wir müssen aufhören, Asyl zu gewähren, denen, die junge Menschen köpfen wollen.“ Umfragen deuten darauf hin, dass seine Partei fast 10 % der Stimmen erreichen könnte.
„Nur durch WIEDERHOLTE und NACHDRÜCKLICHE Proteste werden wir eine Veränderung erreichen.“
Der Polizeidienst Nordirlands warnte, dass Kontaktdaten und Adressen von Einwandererhaushalten online geteilt würden, was zu weiteren Protesten anstifte. Die Polizei erklärte, sie habe Anrufe von Familien, Vermietern und Gemeindemitgliedern erhalten, die „aufgrund dieser verantwortungslosen Aktivitäten verunsichert“ seien. Die Gewalt ist die schlimmste in Belfast seit den Troubles, dem konfessionellen Konflikt, der Ende der 1990er Jahre endete.
Ein breiteres europäisches Muster
Die Krawalle in Belfast sind Teil eines wachsenden Musters ausländerfeindlicher Unruhen in Westeuropa. Der Vorfall folgt auf die Verurteilung eines Sikh-Mannes in der vergangenen Woche wegen Mordes an einem jungen Briten, Henry Nowak, den er fälschlicherweise eines rassistischen Angriffs beschuldigt hatte. Die tiefgreifenden demografischen Veränderungen in Nordirland, einer Gesellschaft, die noch immer von konfessionellen Spaltungen zwischen Katholiken und Protestanten geprägt ist, haben fruchtbaren Boden für nationalistische Identitätspolitik geschaffen. Die Familie Ogilvie appellierte, den Angriff nicht zu nutzen, um Einwanderer ins Visier zu nehmen, und erklärte: „Wir haben viele Einwanderer, die einen sehr wertvollen Beitrag zu unserem Land leisten. Wir möchten nicht, dass diese schreckliche Tragödie genutzt wird, um die Menschen zu spalten oder Feindseligkeiten zu schüren.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 20 minutosUn intento de decapitación, un sudanés detenido, tensión migratoria... ¿por qué vuelven a arder las calles de Belfast?
- 20 minutosSegunda noche de disturbios en Belfast tras el apuñalamiento de un hombre por un inmigrante sudanés
- El Confidencial54 segundos que precedieron al caos de Belfast: dentro de la batalla migratoria que divide UK
- RTVE.esDisturbios en Belfast: las claves del estallido de violencia contra los inmigrantes
- Hadi Alodid
- 30-jähriger sudanesischer Asylbewerber, angeklagt wegen versuchten Mordes nach dem Messerangriff auf Stephen Ogilvie in Belfast
- Stephen Ogilvie
- Britischer NHS-Mitarbeiter und Opfer des Messerangriffs im Norden Belfasts, in kritischem Zustand im Krankenhaus
- Elon Musk
- Eigentümer von X, der aufhetzende Bemerkungen zu den Krawallen in Belfast an seine 240 Millionen Follower postete
- Rupert Lowe
- Gründer der ultranationalistischen Partei Restore Britain, der ein Ende des Asyls für diejenigen forderte, die Gewalt verüben
- Jon Boutcher
- Chef des Polizeidienstes Nordirlands
- Nimon Abshir
- Somalischer Einwanderer und Zeuge, der während des Angriffs in der Kinnaird Avenue eingriff
- Orte
- Belfast
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