
Zwei Züge stoppen 50 Meter voneinander entfernt auf demselben Gleis am Bahnhof Kielce Herbskie
Ein Regionalzug von Polregio und ein TLK-Zug kamen in Kielce 50 bis 60 Meter voneinander entfernt zum Stehen, nachdem ein Triebfahrzeugführer ein Haltesignal überfahren hatte und ein Fahrdienstleiter die Notbremsung auslöste.
Beinahe-Kollision auf den Gleisen in Kielce Herbskie
Am Montag, dem 24. August 2026, gegen 11:20 Uhr kamen zwei Personenzüge auf demselben Gleis am Bahnhof Kielce Herbskie in Südmittelpolen notfallmäßig zum Stehen. Ein Regionalzug von Polregio auf der Strecke von Busko-Zdrój nach Częstochowa überfuhr ein optisches Signal, das Halt zeigte, und fuhr in einen Gleisabschnitt ein, der bereits vom entgegenkommenden TLK Małopolska-Zug belegt war. Der diensthabende Fahrdienstleiter erkannte die Anwesenheit zweier entgegenkommender Züge auf dem eingleisigen Abschnitt und leitete sofort Notmaßnahmen ein. Er aktivierte das automatisierte Radio-Stop-Sicherheitssystem, das eine Notbremsung auslöste und den Regionalzug sowie den InterCity-Zug in einem geschätzten Abstand von 50 bis 60 Metern zum Stehen brachte.
Notbremsung und Sicherheitsmaßnahmen
Der Eingriff verhinderte eine unmittelbar bevorstehende Kollision der beiden Personenzüge an den Bahnhofseinfahrten. Das Radio-Stop-Sicherheitssystem sendete einen Notruffunkbefehl an die Empfangsgeräte aller Züge im lokalen Bereich, woraufhin deren automatische Bremssysteme ausgelöst wurden. Vertreter von PKP Polskie Linie Kolejowe und Polregio berichteten, dass weder Fahrgäste noch Zugpersonal bei der abrupten Abbremsung verletzt wurden. Die Eisenbahnbehörden bestätigten, dass weder die Lokomotiven, die Personenwagen noch die ortsfesten Gleisanlagen bei dem Vorfall physisch beschädigt wurden.
- Polregio-Zug überfährt Haltesignal und fährt in ein von einem anderen Zug belegtes Gleis ein
- Fahrdienstleiter aktiviert Radio-Stop-System und stoppt beide Züge 50 bis 60 Meter voneinander entfernt
- Zugverkehr durch Kielce Herbskie wird nach etwa 60-minütiger Unterbrechung wieder aufgenommen
Betriebsunterbrechung und Fahrgastbetreuung
Der Sicherheitsvorfall führte zu einer sofortigen Einstellung des Zugverkehrs im Knotenpunkt Kielce Herbskie für etwa 60 Minuten. Bahnhofspersonal und technische Dienste der Eisenbahn sperrten den Gleisabschnitt ab, um erste Inspektionen durchzuführen und die Positionen der gestoppten Züge zu dokumentieren. Polregio organisierte alternative Beförderungsmöglichkeiten und setzte die Fahrgäste des gestrandeten Regionalzugs auf einen anderen Zug um, um ihre planmäßige Reise nach Częstochowa fortzusetzen. Nach der Freigabe der Gleise und der vorläufigen Sicherheitsüberprüfung wurde der normale Zugverkehr durch den Bahnhof Kielce Herbskie wieder aufgenommen.
Untersuchungskommission und Fahrerqualifikationen
Eine formelle Eisenbahnkommission wurde vor Ort einberufen, um die genauen Umstände des Haltesignalüberfahrens zu untersuchen. Der Sprecher von PKP Polskie Linie Kolejowe, Piotr Hamarnik, bestätigte den Einsatz der Kommission und versicherte, dass alle technischen Verfahren vom Fahrdienstleiter korrekt ausgeführt wurden. Der Sprecher von Polregio, Karol Jakubowski, erklärte, dass der Regionalzug von einem erfahrenen Triebfahrzeugführer geführt wurde, der über gültige medizinische Untersuchungen und volle Berufslizenzen verfügte.
Die Kommission wird erklären, warum der Triebfahrzeugführer des Polregio-Zuges auf der Strecke von Busko-Zdrój nach Częstochowa nicht vor dem Halt zeigenden Signal anhielt und in ein von einem anderen Zug belegtes Gleis einfuhr.
Die Kommission wertet derzeit die Signalisierungstelemetrie, die Stellwerksaufzeichnungen und den Funkverkehr aus, um zu ermitteln, warum der Regionalzug nicht vor dem roten Signal anhielt.


