Musik · Bayreuth
Bayreuther Festspiele: Katharina Wagner entschuldigt sich bei Michel Friedman und setzt abgesagtes Gedenkkonzert wieder an
Nach tagelanger heftiger Kritik hat sich die Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner bei dem Publizisten Michel Friedman entschuldigt und ihn eingeladen, wie ursprünglich geplant beim Gedenkkonzert zum 150-jährigen Jubiläum zu sprechen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, Spiegel Online, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Katharina Wagner rief Michel Friedman am 18. Juni an und schrieb ihm, bat um Vergebung und bezeichnete die früheren Entscheidungen als fatale Fehleinschätzungen.
Michel Friedman nahm die Entschuldigung an und erklärte sich bereit, nach Bayreuth zu reisen, um seine Rede beim Gedenkkonzert am 26. Juli zu halten.
Das Konzert „Verstummte Stimmen“, das ursprünglich aus Sicherheitsbedenken abgesagt worden war, wird nun wie geplant während der Jubiläumssaison stattfinden.
Die Festspiele hatten bereits Mitte März entschieden, das Konzert nicht stattfinden zu lassen, und benachrichtigten den Veranstaltungsort am 16. März, obwohl nie Karten verkauft wurden.
Charlotte Knobloch nannte es eine „Bankrotterklärung auf allen Ebenen“, während der bayerische Kunstminister Markus Blume die Festspiele aufforderte, eine Lösung zu finden und das richtige Signal gegen Antisemitismus zu setzen.
- 16.03.Veranstaltungsort Friedrichsforum wird informiert, dass die Reservierung aufgehoben werden kann; interne Entscheidung gegen das Konzert war Mitte März klar.
- 18.06.Katharina Wagner entschuldigt sich bei Michel Friedman; Friedman nimmt an und erklärt sich bereit, am 26. Juli zu sprechen.
- 26.07.Geplanter Termin für das Gedenkkonzert „Verstummte Stimmen“ mit Friedmans Rede, einen Tag nach der Festspieleröffnung.
Das geplante Gedenkkonzert
Ein Gedenkkonzert mit dem Titel „Verstummte Stimmen“ war für den 26. Juli, einen Tag nach der Eröffnung des 150-jährigen Jubiläums der Bayreuther Festspiele, angesetzt. Die Veranstaltung sollte an jüdische Musiker erinnern, die während des NS-Regimes verfolgt wurden. Der Publizist und Rechtsanwalt Michel Friedman war eingeladen, eine Rede zu Richard Wagners Antisemitismus, der Verstrickung seiner Nachkommen mit dem NS-Staat und dem Versagen der Festspiele bei der Aufarbeitung dieser Vergangenheit zu halten.
Absage und heftige Kritik
Kurz vor den Festspielen wurde die Veranstaltung abgesagt; die Festspielleitung begründete dies mit Sicherheitsbedenken. Später stellte sich heraus, dass intern spätestens Mitte März klar war, dass das Konzert nicht stattfinden würde. Dem Friedrichsforum der Stadt, in dem es stattfinden sollte, wurde am 16. März per E-Mail mitgeteilt, dass die Reservierung aufgehoben werden könne. Karten waren nie in den Verkauf gegangen.
„In einer Demokratie ist das der Freitod. Die Ernsthaftigkeit der Auseinandersetzung mit dem Antisemiten Wagner wird durch diese Absage ad absurdum geführt.“
Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, bezeichnete den Schritt als Bankrotterklärung auf allen Ebenen und warf den Festspielen vor, Friedman faktisch ausgeladen und dann mit der Sicherheitsausrede die Schuld auf ihn geschoben zu haben. Der bayerische Kunstminister Markus Blume (CSU) zeigte sich von dieser Begründung nicht überzeugt und forderte die Festspiele auf, eine Lösung zu finden.
„Diese Absage ist eine Bankrotterklärung auf allen Ebenen. Ihm an diesem hochsymbolischen Ort eine Plattform zu bieten und sie dann unter einem fadenscheinigen Vorwand wieder zu entziehen, ist unprofessionell und unwürdig.“
Wagners Entschuldigung und Kehrtwende
Am Donnerstag, dem 18. Juni, rief Katharina Wagner, die Festspielleiterin und Urenkelin des Komponisten, Friedman an und schickte ihm einen Brief, in dem sie um Vergebung für die Fehleinschätzungen und die verhängnisvollen Nachrichten der Festspiele bat. Sie versicherte ihm, dass die Veranstaltung wie ursprünglich geplant stattfinden werde.
„Eine reine Feier wäre für mich unerträglich. Es tut mir wirklich sehr leid.“
Friedman nahm ihre Entschuldigung an und erklärte sich bereit, im Juli zum ursprünglichen Termin nach Bayreuth zu reisen. Die Festspiele beabsichtigen nun, das Gedenkkonzert mit seiner Rede wie geplant durchzuführen.
Von der Entscheidung zur Kehrtwende
Blume begrüßte den Schritt und betonte erneut, dass der Kampf gegen Antisemitismus einen geeinten Front erfordere. Die Episode zieht einen Schlussstrich unter eine Woche heftiger Kritik, die die Jubiläumssaison eines der renommiertesten deutschen Kulturevents zu überschatten drohte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Berliner ZeitungNach Diskussion um Antisemitismus: Wagner lädt Friedman zum Gedenkkonzert in Bayreuth ein
- Spiegel OnlineBayreuth-Festspiele: Wagner-Urenkelin entschuldigt sich offenbar bei Friedman
- DIE WELTScharfe Kritik nach abgesagter Gedenkveranstaltung
- Frankfurter AllgemeineFestspiele Bayreuth: Michel Friedman nimmt Entschuldigung an
- Katharina Wagner
- Leiterin der Bayreuther Festspiele und Urenkelin von Richard Wagner
- Michel Friedman
- Jüdischer Publizist und Rechtsanwalt, der zum Gedenkkonzert eingeladen wurde
- Charlotte Knobloch
- Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
- Markus Blume
- Bayerischer Staatsminister für Kunst (CSU)
- Orte
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