Bayern startet kostenlose Kinderschutz-Hotline für Jugendliche in Not ab dem 1. Juli
Ab dem 1. Juli 2026 erreichen Kinder und Jugendliche in Bayern eine neue kostenlose Hotline, die von geschulten Fachkräften besetzt ist und sie mit örtlichen Jugendämtern und Beratungsstellen vernetzt – bei Problemen von Mobbing bis Missbrauch.
Die neue Hotline
Ab dem 1. Juli können Kinder und Jugendliche in Not in Bayern unter 0800 8888 004 anrufen, einer kostenlosen Kinderschutz-Hotline, die beim Bayerischen Landesjugendamt angesiedelt ist. Der Dienst ist von Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr erreichbar, freitags von 9 bis 12 Uhr, mit einem zusätzlichen Zeitfenster am Mittwoch von 18 bis 20 Uhr. Er richtet sich an junge Menschen, die mit Konflikten zu Hause, Stress in der Schule, Mobbing, körperlicher Gewalt, Missbrauch oder Cybergrooming konfrontiert sind. Auch Erwachsene, die sich um das Wohl eines Kindes sorgen, können die Nummer nutzen.
Stellungnahme der Ministerin
Kinder und Jugendliche, die von körperlicher Gewalt, Missbrauch, Mobbing, Cybergrooming oder irgendeiner Form von Gewalt bedroht oder betroffen sind, brauchen schnellen, niedrigschwelligen und unkomplizierten Zugang zu konkreter Unterstützung und Hilfe über eine zentrale Anlaufstelle.
So funktioniert es
Anrufer erreichen speziell geschulte Mitarbeiter, die sie direkt mit den zuständigen Jugendämtern oder Beratungsstellen verbinden können. Die Hotline verfügt bereits über lokale Notfallkontakte aller bayerischen Jugendämter in ihrem System, was schnelle lokale Weiterleitungen ermöglicht. Das Ministerium sagt, dies gehe über bestehende nationale Angebote wie die „Nummer gegen Kummer“ (116 111) hinaus, die ebenfalls ein niedrigschwelliges Ohr für die Anliegen von Kindern bietet.
Bestehende Unterstützung
Bayern bietet bereits ein breites Spektrum an Unterstützungsdiensten für Kinder, Jugendliche und Familien, stellt das Ministerium fest. Die neue Hotline wird als weiterer wichtiger Baustein beschrieben, der speziell darauf abzielt, Kindern und Jugendlichen in Bayern einen direkten und maßgeschneiderten Weg zur Hilfe vor Ort zu bieten, unter anderem über lokale Jugendhilfekontakte und Jugendberatungsstellen.


