
Bayern München verlängert Verträge von CEO Dreesen und Sportvorstand Eberl bis 2029
Der Aufsichtsrat des FC Bayern München hat die Verträge von CEO Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl nach den Sommer-Investitionen in den Kader bis zum 30. Juni 2029 verlängert.
Aufsichtsratsentscheidung
Der Aufsichtsrat des FC Bayern München hat beschlossen, die Verträge von Vorstandsvorsitzendem Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl bis zum 30. Juni 2029 zu verlängern. Beide Führungskräfte hatten zuvor Verträge, die im Sommer 2027 ausgelaufen wären. Die Entscheidung wurde während einer regulären Aufsichtsratssitzung am Dienstag formalisiert und sichert die administrative Führung des Vereins nach dem Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und DFB-Pokal in der Vorsaison.
Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Hainer nannte Kontinuität und organisatorische Stabilität als zentrale Gründe für die Verlängerungen.
Mit Jan-Christian Dreesen, Max Eberl und Rouven Kasper ist unser Vorstand hervorragend aufgestellt, um den FC Bayern sportlich und wirtschaftlich voranzubringen und seine Spitzenposition in Europa zu verteidigen.
Führungsstruktur und Vorstandsrollen
Der Vorstand des deutschen Meisters besteht aus drei Mitgliedern: Dreesen, Eberl und Rouven Kasper, der sein Amt am 1. Januar 2026 antrat. Der 58-jährige Dreesen kam im Februar 2013 zum FC Bayern und löste Oliver Kahn im Mai 2023 als Vorstandsvorsitzenden ab. Neben seinen Vereinsaufgaben sitzt Dreesen seit August 2016 im Präsidialausschuss der Bundesliga und leitet seit 2019 deren Lizenzierungsausschuss.
Ich freue mich, meine Arbeit beim FC Bayern mit Energie und Leidenschaft fortsetzen zu können. Wir haben noch viel vor.
Der Aufsichtsrat, der die Verlängerungen genehmigte, umfasst Ehrenpräsident Uli Hoeneß und den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge sowie verschiedene Führungskräfte aus der Wirtschaft.
- Jan-Christian Dreesen wechselt zum FC Bayern
- Dreesen folgt Oliver Kahn als CEO
- Max Eberl zum Sportvorstand ernannt
- Rouven Kasper tritt in den Vorstand ein
- Uli Hoeneß schätzt Eberls Verlängerungschancen auf 60 zu 40
- Aufsichtsrat verlängert Verträge von Dreesen und Eberl bis 2029
Kehrtwende in der Unterstützung für Eberl
Die Vertragsverlängerung folgt auf einen Wandel der internen Stimmung gegenüber dem 52-jährigen Eberl, der sein Amt am 1. März 2024 antrat. Im Mai 2026, vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin, äußerte Hoeneß öffentlich Zweifel an Eberl und erklärte, dass weiterhin Bedenken bestünden, und schätzte die Chancen einer Vertragsverlängerung auf 60 zu 40. Drei Monate später entschuldigte sich Hoeneß für seine Wortwahl, stufte die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung auf 100 Prozent ein und lobte Eberl für die Gestaltung dessen, was er als perfektes Transferfenster bezeichnete.
Eberl, der in Bayerns Jugendakademie ausgebildet wurde, bevor er sein Profidebüt für den Verein gab und später als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig tätig war, begrüßte das Vertrauensvotum des Aufsichtsrats.
Das Vertrauen des Aufsichtsrats ist ein wertvolles Zeichen, über das ich mich sehr freue.
Transferaktivitäten und Kaderumbau
Eberls Position wurde durch die Kaderanpassungen während des Sommer-Transferfensters gestärkt. Der FC Bayern verpflichtete den deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt und den marokkanischen Nationalspieler Ismael Saibari von der PSV Eindhoven und investierte jeweils rund 50 Millionen Euro Ablösesumme.
- Nathaniel Brown
- 50 Mio. €
- Ismael Saibari
- 50 Mio. €
Der Verein sicherte sich zudem junge Talente wie Bara Sapoko Ndiaye, während er durch den Verkauf von Ergänzungsspielern deutlich über 30 Millionen Euro einnahm. Bayern plant weitere Kaderabgänge und sucht nach Lösungen für die Rückkehrer aus Leihen João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza. Während die langfristige Struktur des Vorstands geklärt ist, hat der Verein die Zukunft von Sportdirektor Christoph Freund noch nicht entschieden.


