Bayerns Umweltminister ruft angesichts zweiter Sommerhitzewelle zum Wassersparen auf
Bayerns Umweltminister hat die Bürger am Freitag zum Wassersparen aufgerufen, während sich die Region auf die zweite Hitzewelle des Sommers bei niedrigem Grundwasserstand und geringen Niederschlägen vorbereitet.
Bayerns Umweltminister hat die Bürger dazu aufgerufen, den Wasserverbrauch zu senken, während sich das Land auf eine zweite Sommerhitzewelle vorbereitet. Thorsten Glauber (Freie Wähler), der das Ressort Umwelt und Verbraucherschutz innehat, verwies am 10. Juli auf die erschöpften Grundwasserreserven und die anhaltende Trockenheit als Grund für seinen Appell.
Dies sagte Glauber laut einem dpa-Bericht, der von mehreren Medien übernommen wurde. Die Entscheidung über konkrete Sparmaßnahmen überließ er den lokalen Behörden, die die Lage vor Ort einschätzen würden.„Jeder verantwortungsvolle Umgang mit Wasser hilft dabei, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen.“
Versorgung sicher, aber angespannt
Glauber betonte, dass die öffentliche Wasserversorgung in Bayern derzeit noch sicher sei. Er warnte jedoch, dass die Kombination aus Hitzewellen und geringen Niederschlägen in diesem Jahr die Auswirkungen des Klimawandels in der Region immer deutlicher sichtbar mache. Die anhaltende Trockenheit führe zu niedrigen Wasserständen in Bächen und Flüssen sowie sinkenden Grundwasserpegeln, was „örtliche und punktuelle“ Nutzungseinschränkungen zur Folge haben könnte. Die Niederschläge im Frühjahr seien historisch niedrig gewesen, so Stadtbeamte, sodass kaum neues Grundwasser gebildet wurde. Die jüngsten Regenfälle in den vorangegangenen Wochen hätten an der Situation so gut wie nichts geändert, erklärten die Stadtwerke München.
München ergreift Notmaßnahmen
Die Stadt München hatte bereits sogenannte Notwassersparmaßnahmen erlassen. Zehn ihrer 150 Zierbrunnen mit dem höchsten Verbrauch wurden abgeschaltet. Die Stadt erklärte, dass allein diese Maßnahme 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen einspare. Weitere 56 Brunnen werden kürzer betrieben, um die Entnahme aus dem Netz zu reduzieren.
Weitere lokale Einschränkungen
Andere bayerische Gemeinden haben in den letzten Tagen eigene Schritte unternommen. Landau an der Isar verhängte ein Bewässerungsverbot für Rasen, Grünflächen sowie Sport- und Reitplätze. Auch das Befüllen von Schwimmbecken und die private Autowäsche sind bis auf Weiteres untersagt. Mehrere andere Gemeinden haben ihre Bürger ebenfalls dazu aufgerufen, sparsam mit Trinkwasser umzugehen, während Dürre und Hitze anhalten.

