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Lokal·vor 3 Std.

Linke Parteien in Barcelona einigen sich auf Verdreifachung der Kreuzfahrt-Abgabe, Weg frei für 30-Euro-Stopp-Steuer

Barcelona en Comú und die Esquerra Republicana haben sich mit der Verwaltung von Bürgermeister Jaume Collboni darauf geeinigt, die kommunale Obergrenze für Gebühren bei Kurzaufenthalten von Kreuzfahrtpassagieren von 8 auf 24 Euro anzuheben. Zusammen mit der regionalen katalanischen Steuer könnte ein Besucher bei einem Zwischenstopp mit einer täglichen Abgabe von insgesamt 30 Euro konfrontiert sein.

Die Einigung

Die Stadträtin von Barcelona en Comú (BComú), Carol Recio, gab am Montag bekannt, dass ihre Partei und die Esquerra Republicana (ERC) eine Vereinbarung mit der von der PSC geführten Stadtverwaltung getroffen haben, um die Obergrenze für den städtischen Zuschlag für Kreuzfahrtpassagiere, die weniger als 12 Stunden bleiben, mehr als zu verdreifachen. Die derzeitige gesetzliche Obergrenze für den kommunalen Zuschlag liegt bei 8 Euro pro Person und Tag; die vorgeschlagene Änderung würde sie auf 24 Euro anheben. Da die katalanische Regierung bereits eine Touristensteuer (IEET) von 6 Euro erhebt, würde die kombinierte Höchstgrenze für einen Kreuzfahrtbesucher mit Kurzaufenthalt von derzeit 11 Euro auf 30 Euro steigen.

Dieser Schritt setzt ein erklärtes Ziel von Bürgermeister Jaume Collboni um, der Mitte Mai sagte, er wolle den Kreuzfahrt-Tagestourismus „auf null“ senken, da Tagestouristen kaum zur lokalen Wirtschaft beitragen, aber zur Überfüllung beitragen würden. Die Stadt hatte zuvor geplant, die Gebühr über vier Jahre schrittweise auf 8 Euro zu erhöhen; Collboni signalisierte später, dass er die Erhöhung beschleunigen und die Steuer bei Möglichkeit sogar verdreifachen wolle.

Der Bürgermeister sagt uns, die Stadt sei überfüllt, und wir stimmen dem zu, aber dann schließt er einen Deal mit Junts über den Flächennutzungsplan für Ciutat Vella, der auf Touristen ausgerichtete Geschäfte stärkt.

Politische Reibungen und nächste Schritte

Recios Kritik unterstrich die politische Komplexität der Vereinbarung. Während sie die Steuererhöhung unterstützte, warf sie Collboni vor, seine Rhetorik nicht mit Taten in Einklang zu bringen, und verwies auf eine separate Vereinbarung mit Junts, die ihrer Meinung nach touristisch orientierte Unternehmen im historischen Zentrum begünstige. Der stellvertretende Sprecher der ERC, Jordi Castellana, fügte hinzu, dass seine Partei zudem eine jährliche Obergrenze von 3,5 Millionen Kreuzfahrtpassagieren vorschlagen werde.

Die ersten konkreten Schritte stehen bereits auf dem parlamentarischen Kalender. Am Dienstag wird BComú einen Änderungsantrag zum Begleitgesetz des katalanischen Haushalts 2026 einreichen, das die höhere kommunale Obergrenze genehmigen würde. Am Mittwoch wird die Wirtschafts- und Finanzkommission der Stadt zwei separate Anträge (einen von BComú, einen von ERC) debattieren, die das Regionalparlament dazu drängen, die Änderung zu genehmigen. Wenn der Änderungsantrag das Parlament passiert, wird der endgültige Satz im Rahmen der städtischen Verhandlungsrunden zur Steuerverordnung später in diesem Jahr festgelegt.

Wichtige Daten zur Initiative für die Erhöhung der Kreuzfahrtsteuer
  1. Bürgermeister Collboni kündigt das Ziel an, den Kreuzfahrt-Tagestourismus auf null zu senken und die Erhöhung des kommunalen Zuschlags zu beschleunigen.
  2. BComú und ERC kündigen eine Einigung mit der Stadtverwaltung der PSC an, die Obergrenze für den Zuschlag auf 24 Euro anzuheben.
  3. BComú legt einen Änderungsantrag zum katalanischen Haushaltsbegleitgesetz vor, um die höhere kommunale Obergrenze zu genehmigen.
  4. Die Wirtschafts- und Finanzkommission der Stadt Barcelona debattiert über Anträge von BComú und ERC zur Unterstützung der Erhöhung der Obergrenze.

Finanzielle und touristische Auswirkungen

Kreuzfahrtpassagiere mit Zwischenstopp machen laut Castellana 45 % aller Kreuzfahrtbesucher in Barcelona aus. Er schätzte, dass eine Anhebung des kommunalen Zuschlags auf 24 Euro jährlich zusätzliche 20 Millionen Euro einbringen könnte. Die ERC möchte, dass diese Mittel 50 % der Kosten für das Schulessen für jeden Schüler in der katalanischen Hauptstadt decken. Die Hafenbehörde und die Kreuzfahrtindustrie haben sich dagegen gewehrt und darauf hingewiesen, dass Kreuzfahrtpassagiere nur 2,5 % der täglichen Touristen der Stadt ausmachen, und argumentiert, dass die Abschaffung von Zwischenstopps die breitere Überlastung ikonischer Orte nicht lösen würde.

Wir glauben, dass die Stadt unter vielen Auswirkungen des Tourismus leidet, und wir glauben auch, dass die Vorteile dieser Aktivität in das tägliche Leben der Einwohner Barcelonas zurückfließen müssen.

Kombinierte Touristensteuer für Kreuzfahrtbesucher mit Zwischenstopp · €
Aktuelles Maximum
11
Vorgeschlagenes Maximum
30
Barcelona

6 Quellen

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