Musik · Amiens und Grenoble
Konzerthaus in Amiens sagt Barbara-Butch-Elektro-Show nach propalästinensischem Boykottaufruf ab
La Lune des Pirates in Amiens sagte eine für den 19. September 2026 geplante Elektro-Show mit DJ Barbara Butch aus Sicherheitsgründen ab, nachdem die Association France Palestine Solidarité zu einem Boykott aufgerufen hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Parisien, La Libre.be, 20minutes und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
La Lune des Pirates gab am 9. September 2026 bekannt, dass die Sicherheits- und Zugangsbedingungen für die Elektronacht mit Barbara Butch nicht mehr erfüllt seien.
Die Association France Palestine Solidarité startete am 3. September 2026 einen Boykott wegen Butchs früherer Unterschrift unter das Yadan-Gesetz und eines Auftritts in Israel im Jahr 2025.
Demonstranten stoppten Butchs Auftritt beim Cabaret-Frappé-Festival in Grenoble am 18. Juli 2026 nach 20 Minuten, indem sie Kies und Glasflaschen warfen.
Der Präsident von Hauts-de-France, Xavier Bertrand, und der Vizepräsident von Amiens Métropole, Pierre Savreux, kritisierten die Entscheidung des Veranstaltungsortes als politische Einschüchterung.
- Juli 2026Kulturministerin Catherine Pégard erlässt Rundschreiben zur Behinderung des künstlerischen Ausdrucks.
- 3.09.AFPS startet eine Boykottkampagne gegen das geplante Konzert in Amiens.
- 9.09.La Lune des Pirates sagt die Elektroveranstaltung am 19. September aus Sicherheitsgründen ab.
Sicherheitsbewertung in Amiens
La Lune des Pirates, ein Konzerthaus in Amiens im Département Somme, sagte eine für den 19. September 2026 geplante Veranstaltung mit elektronischer Musik ab. Der Abend mit dem Titel „Clôture en musiques électroniques“ war als Teil der Eröffnung des Veranstaltungsortes und der Europäischen Tage des Denkmals geplant. Drei Künstler sollten an dem Abend auftreten, darunter DJ Barbara Butch. In einer am 9. September 2026 in den sozialen Medien veröffentlichten Erklärung erklärten die Organisatoren, dass nach einer Prüfung kontextueller Faktoren und spezifischer Zugangsbeschränkungen des Clubs die Voraussetzungen für die öffentliche Sicherheit und den Empfang des Publikums nicht mehr gegeben seien. Nach lokalen Berichten von Le Courrier Picard erhielten Ticketinhaber E-Mail-Benachrichtigungen und können eine Rückerstattung der Tickets beantragen.
Boykottkampagne und Kontroverse um das Yadan-Gesetz
Die Absage erfolgte im Anschluss an eine Boykottkampagne, die am 3. September 2026 auf X von der Sektion Amiens der Association France Palestine Solidarité (AFPS) gestartet wurde und von La France Insoumise (LFI) unterstützt wurde. Die propalästinensische Gruppe zielte auf Butch wegen ihrer früheren politischen Haltungen und öffentlichen Aktivitäten in Bezug auf Israel ab. Die AFPS verwies auf ihre Unterschrift unter einer Petition zur Unterstützung des umstrittenen Yadan-Gesetzes, eines Gesetzesvorschlags zur Bekämpfung neuer Formen des Antisemitismus, den Gegner als Vermischung von Kritik an der israelischen Regierungspolitik mit Antisemitismus ansahen. Die französische Regierung zog den Gesetzesvorschlag im April zurück, und Butch erklärte im Juni, dass sie die Unterzeichnung der Petition bedauere. Der Verein kritisierte sie auch dafür, dass sie 2025 bei einer Veranstaltung in der Residenz des französischen Botschafters in Israel aufgetreten war. Butch, eine 45-jährige jüdische und queere Künstlerin, die während der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris internationale Bekanntheit erlangte, wird online wiederholt wegen ihrer sexuellen Orientierung und ihres Aussehens belästigt. Nach der Ankündigung des Veranstaltungsortes feierte die AFPS die Absage auf Instagram als Beweis dafür, dass ihre Boykottkampagne erfolgreich war.
Vorausgegangene Störung beim Festival in Grenoble
Der Absage in Amiens ging eine frühere Konfrontation während des Cabaret-Frappé-Festivals in Grenoble am 18. Juli 2026 voraus. Während dieses Auftritts zwang ein Zustrom von etwa 100 propalästinensischen Demonstranten und Anhängern der LFI die Aufführung nach etwa 20 Minuten zum Stillstand. Die Demonstranten warfen Kies und Glasflaschen in Richtung Bühne, nachdem die örtliche LFI-Führung zu einem Boykott des Auftritts aufgerufen hatte. Die Stadtverwaltung von Grenoble kündigte daraufhin an, eine formelle rechtliche Beschwerde einzureichen. Nach den Unruhen in Grenoble erließ die französische Kulturministerin Catherine Pégard Ende Juli 2026 zwei Rundschreiben an die Regionalpräfekten und die zuständigen Richter, um strengere Sanktionen gegen die rechtswidrige Behinderung des künstlerischen Ausdrucks durchzusetzen.
Politische Reaktionen in Hauts-de-France
Gewählte Amtsträger in Nordfrankreich äußerten starken Widerstand gegen die Entscheidung des Veranstaltungsortes, die Veranstaltung abzusagen. Xavier Bertrand, Präsident des Regionalrats von Hauts-de-France, kritisierte den Schritt auf X und erklärte, dass politischer Druck nicht die Kulturplanung bestimmen dürfe.
„Wir wählen nicht die Künstler aus, die das Recht haben, die Bühne zu betreten, basierend auf ihrer Meinung, ihrer Religion oder den ihnen zugeschriebenen Kämpfen. In Frankreich darf politische Einschüchterung nicht die Kulturprogrammierung bestimmen.“
Pierre Savreux, Vizepräsident von Amiens Métropole, warnte ebenfalls davor, überseeische geopolitische Streitigkeiten in lokale kommunale Veranstaltungsorte zu tragen.
„Geopolitische Konflikte zu importieren, um einen Künstler einzuschüchtern, ist eine schwerwiegende und besorgniserregende demokratische Abweichung.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le ParisienUne soirée dans laquelle devait se produire Barbara Butch annulée à Amiens pour des raisons sécuritaires
- La Libre.beBarbara Butch de nouveau ciblée par un boycott : un concert annulé, France-Palestine Solidarité crie "victoire"
- 20minutesUne asso pro palestinienne fait annuler le concert de Barbara Butch à Amiens
- Le Monde.frUn concert de Barbara Butch annulé à Amiens, l'Association France Palestine Solidarité crie " victoire "
- Barbara Butch
- französische DJ und queere Aktivistin, Ziel von Boykottkampagnen
- Xavier Bertrand
- Präsident des Regionalrats von Hauts-de-France
- Catherine Pégard
- französische Kulturministerin
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