Ayuso lehnt offizielle Residenz ab, während Prüfung des 6,3-Millionen-Euro-Penthouses andauert
Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso wies während eines Besuchs in San Martín de Valdeiglesias Forderungen nach einer offiziellen Residenz zurück und verteidigte ihre Verwaltung angesichts von Fragen zum Erwerb eines 6,3 Millionen Euro teuren Penthouses.
Ablehnung der offiziellen Residenz
Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso sprach am 17. August 2026 während einer Besichtigung des Weinguts Las Moradas de San Martín in San Martín de Valdeiglesias mit Journalisten. Die Gemeinde war von den Waldbränden Ende Juli in der Sierra Oeste betroffen. Auf Fragen zum Erwerb eines Luxuspenthouses im Stadtteil Chamberí durch die Regionalverwaltung antwortete Ayuso, dass sie während ihrer siebenjährigen Amtszeit nie eine institutionelle Wohnung beantragt habe. Sie erklärte, dass sie sieben bis zehn Monate vor den Regionalwahlen keine Regierungsresidenz anstreben werde. Die Immobilie im Wert von 6,3 Millionen Euro wurde von Planifica Madrid, einem öffentlichen Unternehmen der regionalen Präsidialabteilung, erworben und innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntwerden verkauft. Ayuso betonte, dass sich die regionalen Bemühungen weiterhin auf die Wiederherstellung nach den Bränden und die Vorbereitung Madrids auf die geplanten Herbstveranstaltungen konzentrieren, und verwies auf frühere Erfolge wie die Sicherung der Formel-1-Veranstaltung und die Ausrichtung des Papstbesuchs.
Ich bin seit sieben Jahren Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid und habe es weder gebraucht noch darum gebeten. Ich werde es zehn Monate vor einer Wahl nicht brauchen.
Auseinandersetzungen über Ministerwohnungen und Transparenz
Auf die Frage, ob die Regionalbehörden ausreichende Transparenz über den Kauf der 6,3-Millionen-Euro-Immobilie gewährleistet hätten, verteidigte Ayuso ihre Verwaltung, indem sie die Kontrolle der regionalen Ausgaben mit der der Zentralregierung verglich. Sie behauptete, dass die übliche ministerielle Kontrolle einem ungleichen Maßstab unterliege. Ayuso argumentierte, dass ihre Erklärungen ausreichend seien, da zwölf von fünfzehn nationalen Ministern, die offizielle Wohnungen bewohnen, ihre Unterkünfte nicht öffentlich rechtfertigen.
- Minister ohne öffentliche Erklärungen zitiert
- 12 Minister
- Insgesamt zitierte Minister mit offizieller Unterkunft
- 15 Minister
Ayuso erklärte, dass Fragen zu ihrer Verwaltung bereits geklärte Angelegenheiten wiederholten, während nationale Kabinettsmitglieder sich der öffentlichen Kontrolle ihrer Wohnkosten entzögen. Die stellvertretende Generalsekretärin für institutionelle Erneuerung der Volkspartei, Cuca Gamarra, unterstützte die Regionalpräsidentin am Montag und erklärte, Ayuso habe bereits alle erforderlichen Erklärungen zu dem Immobiliengeschäft abgegeben und es seien keine weiteren Informationen mehr zu geben.
Forderungen der Opposition und Kritik an der Zentralregierung
Oppositionsparteien in der Madrider Regionalversammlung lehnten die Erklärungen der Regionalregierung ab. Die Sprecherin der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei in der Regionalversammlung, Mar Espinar, forderte konkrete Finanzdaten und warf der Regionalverwaltung vor, den Erwerb zu verschleiern. Espinar wies darauf hin, dass sich das 6,3 Millionen Euro teure Penthouse gegenüber der Wohnung von Ayusos Mutter befinde und dass die Transaktion mit Immobilienangeboten von Ayusos Partner zusammenfiel. Espinar bezeichnete die Rechtfertigungen der Regionalregierung als inakzeptabel und forderte vollständige Offenlegung der Verwendung öffentlicher Mittel.
Das Penthouse wurde heimlich gekauft, und das aus einem bestimmten Grund.
Als Reaktion auf die innenpolitische Kritik richtete Ayuso ihre Kritik gegen Premierminister Pedro Sánchez und die Handhabung der Grenzprobleme in der autonomen Stadt Ceuta durch die Zentralregierung. Sie kritisierte Sánchez dafür, dass er während sechzehn Tagen, die sie als geduldete Grenzkrise bezeichnete, in der Residenz La Mareta auf Lanzarote Urlaub gemacht habe. Ayuso behauptete, Ceuta sei institutionellen Belastungen, Sicherheitsbedenken und Gesundheitsgefahren ausgesetzt, während Sánchez sich im Urlaub befinde, ohne die mit seinem Urlaub verbundenen Ausgaben zu veröffentlichen.


