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Heutiger Brief

Khamenei begraben, Almería brennt

Iran reizt Kriegsnerven, Spaniens Feuer töten Touristen, Europas Hitze verhärtet sich

Die vergangenen 12 Stunden brachten eine düstere Mischung aus Kriegsrisiko, Klimastress und institutioneller Belastung. Iran beerdigte Ali Khamenei, während der Austausch zwischen den USA und Iran wieder anlief, Spanien zählte die Toten eines schnell voranschreitenden Waldbrands, und Europas Hitzepläne wanderten von Warnetiketten zu Notfalleinsätzen.

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Wirtschaft·vor 4 Std.

Oberster Gerichtshof Großbritanniens spricht Mercedes, Renault und Ford in Diesel-Emissions-Sammelklage von 1,6 Millionen Fahrern weitgehend frei

In einem 369-seitigen Urteil von Richterin Lady Justice Cockerill wurde festgestellt, dass die meisten Abgassteuerungsstrategien in 20 Musterfahrzeugen keine verbotenen Abschalteinrichtungen darstellten, wobei jedoch eine Mercedes-Strategie und einige Peugeot-Citroën-Einheiten beanstandet wurden.

Umfang der Klage

Rund 1,6 Millionen Autofahrer in England und Wales verklagten mehr als ein Dutzend Hersteller mit der Behauptung, dass ab 2009 gebaute Dieselfahrzeuge verbotene Abschalteinrichtungen (prohibited defeat devices, PDDs) enthielten, die Käufer über die tatsächlichen Emissionen getäuscht hätten. Der zehnwöchige Prozess, der im März 2026 endete, untersuchte 20 Musterfahrzeuge von fünf Herstellern: Mercedes-Benz, Renault, Nissan, Ford und Peugeot-Citroën. Die Kläger argumentierten, die Autos hätten Testbedingungen erkannt und die Schadstoffemissionen (insbesondere Stickoxide) verändert, um innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte zu bleiben.

Was das Gericht entschied

In einem am 10. Juli 2026 verkündeten 369-seitigen Urteil wies Lady Justice Cockerill die meisten Hauptvorwürfe zurück. Das Urteil stellte klar, dass nicht jede Kalibrierung oder Abgassteuerungsstrategie als Abschalteinrichtung zu werten sei.

Damit eine Abschalteinrichtung vorliegt, muss die Absicht bestehen, die Abgasreinigung anders zu steuern, wenn das Fahrzeug erkennt, dass es getestet wird.

— Lady Justice Cockerill

Das Gericht befand, dass allein der Nachweis einer verringerten Wirksamkeit der Abgasreinigung außerhalb von Testbedingungen nicht ausreiche. Das Urteil betraf Mercedes-Benz, Renault, Peugeot-Citroën, Nissan und Ford, die alle die Vorwürfe bestritten hatten.

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Die zwei Ausnahmen

Das Urteil hob zwei Strategien besonders hervor. Eine davon war eine in Mercedes-Fahrzeugen verbaute Vorrichtung, die der Hersteller 2015 per Software-Update entfernte; das Gericht stufte sie vor diesem Update als nicht konform ein. Eine weitere Ausnahme betraf Abgassteuerungsstrategien in einigen Peugeot-Citroën-Fahrzeugen. Abgesehen von diesen Feststellungen wurde der Großteil der Klagen abgewiesen.

Zeitleiste der britischen Dieselgate-Sammelklage
  1. September 2015Volkswagen räumt ein, 11 Millionen Motoren mit Abgasmanipulationssoftware ausgestattet zu haben, was den globalen Dieselgate-Skandal auslöst.
  2. 2016–2025Weltweit werden zahlreiche Zivil- und Strafverfahren gegen mehrere Autohersteller eingeleitet, darunter auch die britische Sammelklage.
  3. März 2026Der zehnwöchige Prozess vor dem High Court in London endet; es werden 20 Musterfahrzeuge von fünf Herstellern untersucht.
  4. 10. Juli 2026Lady Justice Cockerill verkündet ein 369-seitiges Urteil, das die meisten Vorwürfe abweist; Mercedes- und Peugeot-Citroën-Strategien werden teilweise beanstandet.
  5. Ende 2026 (möglich)Mercedes-Benz erklärt, aktiv eine Berufung gegen die Feststellung zu seiner Vorrichtung von vor 2015 zu prüfen.

Reaktionen der Hersteller

Mercedes-Benz begrüßte das Gesamtergebnis, wehrte sich jedoch gegen die Feststellung bezüglich seiner Vorrichtung von vor 2015. In einer Erklärung erklärte der deutsche Autobauer, er sei mit der Einschätzung des Gerichts nicht einverstanden und prüfe alle Optionen.

Unserer Ansicht nach sind die Abgassteuerungs-Softwarefunktionen sowohl technisch als auch rechtlich vertretbar. Wir prüfen aktiv alle uns zur Verfügung stehenden Optionen, einschließlich eines möglichen Rechtsmittels.

— Mercedes-Benz

Peugeot-Citroën hatte sich zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung noch nicht geäußert. Renault, Nissan und Ford gaben zunächst keine öffentlichen Stellungnahmen ab.

Ein Fragment des größeren Dieselgate-Erbes

Der britische Fall ist eines von vielen zivil- und strafrechtlichen Verfahren, die aus dem globalen Skandal hervorgingen, der im September 2015 ausbrach, als Volkswagen einräumte, weltweit bis zu 11 Millionen Motoren mit Software zur Manipulation von Abgaswerten ausgestattet zu haben. Das heutige Urteil betrifft nur die fünf Hersteller, deren Musterfahrzeuge im Prozess untersucht wurden, obwohl die umfassendere Klage mehr als ein Dutzend Autofirmen umfasst. Die Anwälte der Kläger merkten an, dass die Formulierung von Lady Justice Cockerill Raum für weitere Argumente lasse, die Zusammenfassung der Entscheidung machte jedoch deutlich, dass das Gericht die meisten der gegen die Hersteller vorgebrachten endgültigen Vorwürfe zurückwies.

London
Lady Justice Cockerill
London

4 Quellen

  • Major car firms found not to have emissions-cheating devices
    BBC·vor 5 Std.
  • Justiça britânica dá razão a construtores no caso "Dieselgate"
    Notícias ao Minuto·vor 5 Std.
  • Carmakers Defeat Most Allegations in UK Dieselgate Class Action
    Bloomberg Business·vor 6 Std.
  • Dieselgate: la justice britannique tranche majoritairement en faveur des constructeurs
    7sur7·vor 6 Std.

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