
Irische Polizei fängt 'hoch entwickelte' Autobombe nahe der Grenze zu Nordirland ab – Frau angeklagt
Eine Frau in ihren Zwanzigern wurde angeklagt, nachdem irische Ermittler am Mittwochnachmittag auf der N2 südlich von Carrickmacross, County Monaghan, ein Fahrzeug mit einem 'hoch entwickelten' Sprengsatz abgefangen hatten.
Abfangaktion und Festnahmen
Am Mittwochnachmittag stoppten Beamte der Sondereinheit der Garda Síochána ein Fahrzeug, das auf der N2 südlich von Carrickmacross, County Monaghan, unterwegs war. Die nachrichtendienstlich gesteuerte Operation zielte auf dissidente republikanische Aktivitäten nahe der Grenze zu Nordirland. Die Fahrerin, eine Frau in ihren Zwanzigern, wurde am Tatort festgenommen und blieb in Gewahrsam. Ein zweiter Verdächtiger, ein Mann in seinen Vierzigern, wurde später festgenommen und wird auf einer Garda-Wache im Raum Dublin festgehalten. Am Freitagabend wurde die Frau angeklagt und soll vor einer Sondersitzung des Bezirksgerichts Trim in County Meath erscheinen.
Der Sprengsatz
Garda-Quellen beschrieben die Bombe als 'hoch entwickelt' und 'fortschrittlich'. Es wird angenommen, dass sie mutmaßlich militärische Sprengstoffe enthielt. Die Garda forderte Unterstützung vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der irischen Streitkräfte an, der das Fahrzeug untersuchte und den Sprengsatz entschärfte. Garda-Kommissar Justin Kelly bestätigte die Sicherstellung am Freitagmorgen bei einer Garda-Abschlussfeier in County Tipperary.
Um es klar zu sagen: Was wir gefunden haben, war eine äußerst bedeutende Sicherstellung. Es handelte sich also um einen Sprengsatz.
Der Kommissar fügte hinzu, dass die Bombe nicht nur aus Komponenten bestand, sondern ein vollständig montierter Sprengsatz war, der erheblichen Schaden hätte anrichten können. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass der Sprengsatz eine Energieeinheit, einen Zünder und militärische Sprengstoffe enthielt.
Offizielle Reaktion und die dissidente Bedrohung
Kelly brachte die Operation mit der anhaltenden Bedrohung durch eine kleine Minderheit dissidenter Republikaner in Verbindung, die das Karfreitagsabkommen von 1998 ablehnten und ihre Waffen nie entwaffneten.
Jede Sicherstellung dieser Art ist wirklich besorgniserregend. Wir wissen jedoch sicher, dass es eine kleine Minderheit dissidenter Republikaner gibt, die dem Karfreitagsabkommen nicht zugestimmt haben, die Waffen und Sprengstoffe nicht [außer Betrieb genommen] haben, die nicht, wissen Sie, den ordnungsgemäßen Prozess der Entwaffnung durchlaufen haben.
Er bezeichnete diese Personen als 'radikalisierte Republikaner' und sagte, die Bedrohung werde noch einige Zeit anhalten. Kelly betonte, dass die Garda eng mit dem Polizeidienst Nordirlands (PSNI) und den britischen Geheimdiensten zusammenarbeite. PSNI-Vizekommissar Davy Beck dankte der Garda für die 'bedeutende Sicherstellung und die Festnahmen' und wies darauf hin, dass die beiden Kräfte täglich zusammenarbeiten. Quellen der nordirischen Polizei, zitiert von der BBC, glauben, dass die New IRA für die Planung des Anschlags verantwortlich war.
Lokale Reaktion und historische Parallelen
Bewohner von Carrickmacross äußerten Erleichterung und Unbehagen. Eine ältere Frau sagte der BBC, der Vorfall fühle sich an 'wie eine Rückkehr in eine andere Ära'. Ein anderer Anwohner sagte: 'Gott sei Dank wurde die Bombe gefunden, bevor sie explodierte.' Während des 30-jährigen Konflikts in Nordirland wurden häufig Waffen und Sprengstoffe über die Grenze aus der Republik geschmuggelt. Das Karfreitagsabkommen beendete diese Gewalt weitgehend, aber kleine bewaffnete Gruppen bleiben aktiv.
- Sondereinheit der Garda stoppt Fahrzeug auf der N2 südlich von Carrickmacross, Co Monaghan; Bombe entdeckt.
- Garda-Kommissar Justin Kelly bestätigt Sicherstellung bei Abschlussfeier in Co Tipperary.
- Frau in ihren Zwanzigern angeklagt, soll vor Bezirksgericht Trim erscheinen.


