Gina H. sagt vor dem Rostocker Landgericht im Mordfall des achtjährigen Fabian vom Oktober 2025 aus
Der Prozess vor dem Rostocker Landgericht wegen des Mordes an dem achtjährigen Fabian im Oktober 2025 in Mecklenburg-Vorpommern soll nach monatelangem Schweigen die Aussage der Angeklagten Gina H. hören.
Hintergrund des Falls und Verschwinden
Am Freitag, den 10. Oktober 2025, meldete Fabians Mutter ihren achtjährigen Sohn in Güstrow als vermisst, nachdem sie von der Arbeit nach Hause gekommen war. Fabian war an diesem Tag wegen Unwohlseins zu Hause geblieben. Nach einer erfolglosen ersten Suche durch seine Mutter leitete die Polizei eine mehrtägige Suchaktion ein.
Am 14. Oktober 2025 wurde der verbrannte Körper des Jungen an einem Teich nahe Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, gefunden. Gina H., die ehemalige Partnerin von Fabians Vater, gab an, sie habe die Leiche beim Gassigehen mit einer Freundin entdeckt. Die Ermittler durchsuchten mehrere Grundstücke, darunter ihr Haus, und nahmen sie wegen Mordverdachts fest. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Fabian mit sechs Stichwunden getötet, Grillanzünder über den Körper gegossen und ihn angezündet zu haben.
- Der achtjährige Fabian wird aus seinem Zuhause in Güstrow als vermisst gemeldet
- Fabians verbrannte Leiche wird nahe einem Teich in Klein Upahl entdeckt
- Prozess gegen Gina H. beginnt vor dem Rostocker Landgericht
Vor Gericht vorgelegte Beweise
Der Prozess vor dem Rostocker Landgericht läuft seit April 2026. Gina H. soll nach monatelangem Schweigen im Verfahren aussagen. Die Polizei hatte sie während der ersten Suchaktion aufgrund ihrer Beziehung zum Opfer kontaktiert, wobei sie ein unvollständiges Alibi vorlegte, das sie angeblich zuvor mit einem Nachbarn abgestimmt hatte.
Die Ermittler dokumentierten zudem eine Sprachnachricht, die Gina H. an einen Bekannten schickte, während Fabian noch als vermisst galt, in der sie sich auf einen verbrannten Körper bezog, bevor dieser Zustand der Öffentlichkeit bekannt war. Die technische Analyse ergab, dass ihr Mobiltelefon während der mutmaßlichen Tatzeit ausgeschaltet war, im Gegensatz zu ihrer üblichen nahezu durchgehenden Nutzung. Das Telefon enthielt ein Selfie, das an jenem Freitagnachmittag in einem Wald in der Nähe des Tatorts aufgenommen wurde, während Zeugen berichteten, ihr Fahrzeug in Klein Upahl und in der Nähe von Fabians Zuhause gesehen zu haben.


