Atlético Madrid lehnt 100-Millionen-Euro-Gebot für Álvarez ab – Barcelona setzt Montag als Deadline
Atlético-Madrid-CEO Miguel Ángel Gil Marín hat Transferangebote von Barcelona und Real Madrid für Julián Álvarez abgelehnt, was eine scharfe Reaktion des Beraters des Stürmers auslöste.
Streit zwischen Atlético Madrid und Spielervertretung
Der Streit um die Zukunft von Julián Álvarez eskalierte nach öffentlichen Äußerungen von Atlético-Madrid-Geschäftsführer Miguel Ángel Gil Marín. Gegenüber der Nachrichtenagentur EFE am Freitag verteidigte Gil Marín die sportliche Strategie des Klubs und erklärte, dass die Organisation auf Top-Profis wie Álvarez sowie auf Talente aus der eigenen Akademie aufgebaut sei. Er stellte klar, dass externe Institutionen und angeschlossene Medien nicht die Transferpolitik von Atlético diktieren oder dem Verein Respektlosigkeit zeigen dürften. Gil Marín behauptete zudem, der argentinische Stürmer habe in den letzten Monaten schlechte Beratung in Bezug auf seine Karriereentscheidungen erhalten.
Wir müssen verstehen, dass Julián in den letzten Monaten nicht die besten Berater für seine Profikarriere hatte.
Der Vertreter des Stürmers, Fernando Hidalgo, reagierte direkt auf sozialen Medien, um die Aussagen des Geschäftsführers zurückzuweisen. Die öffentliche Reaktion weitete den Konflikt zwischen der Klubführung und dem Management des Spielers aus, während das Transferfenster in die entscheidende Phase geht.
Frage niemals einen Lügner, warum er gelogen hat. Um es zu erklären, müsste er erneut lügen.
Atlético lehnt Angebote von Barcelona und Real Madrid ab
Atlético Madrid hat alle Transferanfragen für den argentinischen Stürmer abgelehnt, der in Madrid einen Vertrag bis 2030 und eine Ausstiegsklausel von 500 Millionen Euro besitzt. Vereinspräsident Enrique Cerezo bekräftigte, dass der Spieler unter keinen Umständen verkauft werde. Gil Marín versicherte, dass der Klub Angebote im neunstelligen Bereich von nationalen Konkurrenten ablehnen werde, da der Verbleib von Álvarez nötig sei, um gegen die besten europäischen Mannschaften zu bestehen.
Wir akzeptieren keine 100 Millionen für Julián Álvarez, und wir werden auch keine 150 oder 200 akzeptieren.
Der FC Barcelona unterbreitete ein Angebot von knapp 100 Millionen Euro, das Atlético Madrid unbeantwortet ließ. Auch Real Madrid näherte sich Atlético mit einem Angebot von 150 Millionen Euro, das der Madrider Klub ablehnte, ohne Gespräche zu eröffnen.
- Angebot des FC Barcelona
- 100 Mio. €
- Angebot von Real Madrid
- 150 Mio. €
- Ablöseklausel
- 500 Mio. €
Barcelona setzt Montag als Frist zur Schließung der Stürmerlücke
Der FC Barcelona setzte den Montag als Frist für den Abschluss der Transferbemühungen fest. Der katalanische Klub versucht, die Lücke zu schließen, die Robert Lewandowski hinterlassen hat, dessen Vertrag am 30. Juni auslief. Lewandowski wechselte zum Major-League-Soccer-Klub Chicago Fire, nachdem er vier Spielzeiten in Spanien absolviert hatte, in denen er 119 Tore in 191 Einsätzen erzielte.
- Robert Lewandowski verlässt den FC Barcelona ablösefrei in Richtung Chicago Fire
- Miguel Ángel Gil Marín besteht darauf, dass Julián Álvarez nicht verkauft wird
- Berater Fernando Hidalgo reagiert öffentlich auf Gil Marín
- Interne Frist des FC Barcelona zum Abschluss der Verhandlungen über Julián Álvarez
Barcelonas Sportdirektor Deco erklärte, dass es eine schwierige Aufgabe sei, die Wirkung von Lewandowski zu ersetzen, obwohl er anmerkte, dass der Kader interne Optionen besitze, solange der Markt geöffnet sei. Die Angriffsoptionen verringerten sich weiter durch den Verkauf von Ferran Torres an Paris Saint-Germain für rund 50 Millionen Euro.
Notfallpläne und alternative Ziele
Klubquellen bei Barcelona bestätigten die Existenz von Alternativplänen, falls Atlético sich weigert, vor der Frist zu verhandeln. Während Berichte in Barcelona den Klub mit Inter-Mailands Stürmer Lautaro Martínez in Verbindung brachten, wiesen Klubvertreter diese Möglichkeit zurück. Martínez ist bis 2029 an Inter gebunden, und die italienische Seite betrachtet ihn als unverkäuflich.
Ohne eine Einigung für Álvarez plant Barcelona, interne taktische Lösungen umzusetzen oder andere Ziele zu verfolgen. Der Trainerstab hat vor dem Ende des Sommer-Transferfensters alternative Profile für vielseitige Angriffsrollen vorbereitet.


