Kurz gefasst
Nach Polizeiangaben wurden 123 Besucher mit Beschwerden vom Rettungsdienst untersucht, darunter Erwachsene und Kinder, zwei kamen ins Krankenhaus. Die ersten Meldungen am Dienstagabend, dem 20. Oktober, sprachen von etwa 20 bis 30 Kindern.
Feuerwehrleute maßen das Wasser und fanden keine erhöhten Werte. Auch die Luftqualitätsmessungen im Bad ergaben keine abweichenden Werte, der Verdacht auf zu viele Chloramine bestätigte sich nicht.
Die Polizei teilte mit, die Ursache der Beschwerden sei weiterhin nicht bekannt. Der NDR berichtete, das subtropische Erlebnisbad sei wieder regulär geöffnet, während die Zufahrt über die Seestraße zeitweise für den Autoverkehr gesperrt war.
- 20. Oktober, abendsDie Polizei wird über etwa 20 bis 30 Kinder mit Atemproblemen im Bad informiert
- 20. Oktober, im BadRettungskräfte finden 123 Besucher mit Beschwerden und untersuchen sie
- 21. OktoberDie Polizei meldet, dass 123 Menschen untersucht und zwei ins Krankenhaus gebracht wurden
Was geschah
Am Dienstagabend, dem 20. Oktober, wurde die Polizei in Wangels (Kreis Ostholstein) darüber informiert, dass etwa 20 bis 30 Kinder im Erlebnisbad des Ferienparks Weissenhäuser Strand Atemprobleme hatten. Rettungskräfte fanden anschließend 123 Besucher mit Beschwerden im Bad vor, darunter Erwachsene und Kinder, und untersuchten sie. Zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Diese Aktualisierung gab die Polizei am Mittwoch, dem 21. Oktober, bekannt.
Messungen in Wasser und Luft
Feuerwehrleute prüften das Wasser mit Messgeräten und stellten keine erhöhten Werte fest. Auch die Luftqualität im Badbereich wurde gemessen, abweichende Werte wurden nicht registriert. David Depenau, Geschäftsführer des Betreiberunternehmens, sagte den Lübecker Nachrichten, diese Messungen hätten nichts Auffälliges ergeben. Die Gefahrguteinheit der Feuerwehr prüfte zudem, ob sich zu viele Chloramine im Wasser gebildet hatten – eine Verbindung aus Chlor und Ammoniak, die Augen, Haut und Atemwege reizt. Dieser Verdacht bestätigte sich nicht, auch einer möglichen Ursache durch Chlorgas gingen die Feuerwehrleute nach, ohne etwas zu finden.
Ursache weiterhin unbekannt
Die Polizei teilte mit, es sei noch nicht bekannt, wie die Beschwerden entstanden sind. Weder die Wasser- noch die Luftmessungen lieferten eine Erklärung. Auch der NDR berichtete, dass kein Grund für die Beschwerden gefunden werden konnte. Der NDR beschrieb den Beginn des Einsatzes als Mittwochabend, während dpa und die Polizei die ersten Meldungen auf Dienstagabend datieren.
Verkehr und Wiedereröffnung
Die Zufahrt zum Ort über die Seestraße war während des Rettungseinsatzes nach Angaben des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags zeitweise für den Autoverkehr gesperrt. Der NDR berichtete, das subtropische Erlebnisbad sei inzwischen wieder regulär geöffnet. Weitere Beschwerden oder Nachmessungen werden in den bislang vorliegenden Berichten nicht genannt.
Quellen und Kontext
- N-tvRettungskräfte rätseln: 123 Menschen erleiden in Spaßbad Atemwegsprobleme
- N-tvHamburg & Schleswig-Holstein: Gut 100 Menschen klagen in Spaßbad über Atemwegsprobleme
- Süddeutsche ZeitungGut 100 Menschen klagen in Spaßbad über Atemwegsprobleme
- Norddeutscher RundfunkKinder klagen über Atemnot: Großeinsatz in Hallenbad