Astronomen melden WD J1330+6435, etwa 280 Lichtjahre von der Erde im Drachen, als ersten grünen Stern, veröffentlicht in RAS Techniques and Instruments.
Bruchstücke früheren Planetenmaterials reicherten die äußeren Schichten des Sterns mit Kalzium, Lithium und Natrium an, und Heliumstöße in seiner dichten Atmosphäre hinterlassen ein gelblich-grünes Leuchten.
Das Warwick-Team unter Leitung von Mark Hollands untersuchte je nach Bericht 151 oder 152 Weiße Zwerge innerhalb von etwa 65 Lichtjahren und fand, dass die meisten weiß erscheinen würden, einige jedoch grün, rosa, violett, blau oder gelb.
Etwa 48 Lichtjahre entfernt, gilt dieser Weiße Zwerg Berichten zufolge als möglicherweise rötester Stern bisher, wobei Kohlenstoff an seiner Oberfläche ihm eine lachsrosa Farbe verleiht.
Astronomen haben identifiziert, was Berichte als den ersten grünen Stern beschreiben: einen Weißen Zwerg mit der Katalogbezeichnung WD J1330+6435, etwa 280 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Drache. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift RAS Techniques and Instruments. Weiße Zwerge sind die dichten Überreste, die zurückbleiben, wenn Sterne geringer oder mittlerer Masse ihren Kernbrennstoff verbraucht und ihre äußeren Schichten abgestoßen haben, und die meisten von ihnen erscheinen weiß. Dieser hier hat einen gelblich-grünen Farbton, der mit Material zusammenhängt, das aus einem früheren Planetensystem auf seine Oberfläche gefallen ist. Ein Bericht ergänzt, dass es sich um den ersten in der Milchstraße gefundenen grünen Stern handelt. Mark Hollands, Astrophysiker an der University of Warwick in England, leitete die Studie, und Boris Gänsicke, Professor in Warwick, war Mitautor.
Die Farbe eines Sterns folgt normalerweise seiner Temperatur, doch dieser Weiße Zwerg, der Berichten zufolge etwa 4.000 Grad Celsius heiß ist, verdankt seinen Farbton der Chemie. Bruchstücke von Planetenmaterial reicherten seine äußeren Schichten mit Kalzium, Lithium und insbesondere Natrium an. In gewöhnlichen Sternen absorbiert Natrium ein schmales Band orangen Lichts, doch dieser Weiße Zwerg ist so dicht, dass Heliumatome ständig mit den Natriumatomen zusammenstoßen und deren Energieniveaus verschieben. Infolgedessen absorbiert das Natrium gelbes, oranges und einen Teil des roten Lichts, sodass ein gelblich-grünes Leuchten übrig bleibt. Hollands sagte, ein solches Leuchten wäre in Sternen ähnlich der Sonne nicht möglich. Gänsicke verglich den Effekt mit dem Mischen von Farben, bei dem das Entfernen einer Farbe den verbleibenden Ton verändert.
Das Team arbeitete mit archivierten Lichtspektren von Weißen Zwergen und nutzte jedes Spektrum als Fingerabdruck dafür, wie viel Licht ein Stern bei jeder Wellenlänge aussendet. Sie rechneten diese Spektren in die Farben um, die das menschliche Auge wahrnehmen würde. Die Quellen unterscheiden sich bei der Stichprobengröße: Eine nennt 152 Weiße Zwerge, eine andere 151, alle innerhalb von rund 65 Lichtjahren von der Erde. Dem Modell zufolge würden die meisten von ihnen weiß erscheinen, einige jedoch grün, rosa, violett, blau oder gelb. LaSexta berichtet, dass bestimmte Weiße Zwerge aus der Nähe betrachtet grün, rosa, cyan, gelb und violett erscheinen würden. Astronomen hatten angenommen, dass Weiße Zwerge derselben Temperaturregel folgen wie andere Sterne, und die Studie stellt diese Annahme infrage.
Das Team verweist außerdem auf WD J1011+2845, einen Weißen Zwerg etwa 48 Lichtjahre von der Erde entfernt, der der röteste bisher identifizierte Stern sein könnte. VRT NWS berichtet, dass Kohlenstoff an seiner Oberfläche ihm eine intensive lachsrosa Farbe verleiht, die sich von den meisten anderen Sternen unterscheidet. Gänsicke merkte an, dass die durchschnittlichen Weißen Zwerge zwar weiß seien, die Population aber dennoch eine bemerkenswerte Zahl ungewöhnlich gefärbter Sterne umfasse. Gijs Nelemans von der Radboud-Universität in Nijmegen sagte, farbenfrohe Teleskopbilder entfernter Sterne würden üblicherweise nachträglich umgefärbt und zeigten nicht ihre wahren Farbtöne. Die beiden Sterne liegen in sehr unterschiedlicher Entfernung, wobei der grüne etwa 280 Lichtjahre und der rosa etwa 48 Lichtjahre entfernt ist.
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Pollar unterstützenEntdeckungen · Warwick
Der Weiße Zwerg WD J1330+6435, etwa 280 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Drache, leuchtet gelblich-grün, weil Natrium aus früherem Planetenmaterial oranges Licht absorbiert. Forschende der University of Warwick berichteten über den Fund in RAS Techniques and Instruments.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, Xataka, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht .