Großer Asteroid (152637) 1997 NC1 passiert am Samstag sicher die Erde und ist mit kleinen Teleskopen sichtbar
Ein großer Asteroid mit der Bezeichnung (152637) 1997 NC1 wird am Samstag, dem 27. Juni, um 11:14 GMT in einer Entfernung von etwa 2,56 Millionen Kilometern an der Erde vorbeifliegen, wie die Europäische Weltraumorganisation am Mittwoch bestätigte. Der Vorbeiflug stellt keine Gefahr dar, und Himmelsbeobachter auf der Nordhalbkugel können ihn mit kleinen Teleskopen oder großen Ferngläsern beobachten.
Der Vorbeiflug
Am Samstag, dem 27. Juni 2026, wird der Asteroid (152637) 1997 NC1 der Erde nahe kommen und in einer Entfernung von 2.559.461 Kilometern (rund 2,56 Mio. km) um 11:14 GMT vorbeiziehen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) gab den Vorbeiflug am Mittwoch bekannt und bestätigte, dass keine Kollisionsgefahr besteht. Mit einer Geschwindigkeit von 8,9 km/s wird das Objekt der Erde nicht näher kommen als 6,66 Mal die Entfernung zwischen Erde und Mond.
Den Asteroiden beobachten
Der Vorbeiflug wird für Himmelsbeobachter auf der Nordhalbkugel sichtbar sein, wenn sich der Asteroid nähert, und zum Zeitpunkt der größten Annäherung fast überall auf der Erde. Beobachter auf der Südhalbkugel können ihn nur während seiner Abreise sehen. Ein kleines Teleskop oder ein großes Fernglas sollte ausreichen, um das Objekt zu erspähen, vorausgesetzt der Himmel ist dunkel. Juan Luis Cano vom ESA-Büro für Planetare Verteidigung warnte jedoch:
Eine Erdannäherung eines Objekts dieser Größe kommt nur alle paar Jahre vor, aber dieses Mal könnte der helle Mond in der Nähe seine Sichtbarkeit bei der größten Annäherung beeinträchtigen.
Kontext und Sicherheit
1997 NC1 wurde erstmals 1997 entdeckt und sein Durchmesser wird aufgrund seiner Helligkeit (Albedo) auf 750 bis 1.650 Meter geschätzt. Die ESA weist darauf hin, dass die tatsächliche Größe je nach Reflektivität kleiner sein könnte. Solche Vorbeiflüge kommen für Objekte dieser Größe nur alle paar Jahre vor, sind aber für die Überwachung der Planetaren Verteidigung Routine. Die ESA und andere Agenturen verfolgen erdnahe Objekte, um jede Einschlaggefahr auszuschließen. Der bevorstehende Vorbeiflug ist ein sicheres und wissenschaftlich interessantes Ereignis, das Amateurastronomen eine seltene Gelegenheit bietet, einen großen Gesteinsbrocken aus der Nähe zu beobachten, ohne Gefahr.


