Regierung · Lissabon

Portugals Arbeitsreform der Regierung gescheitert, da Chega sich der linken Opposition anschließt

Das portugiesische Parlament hat am Freitag eine Flaggschiff-Arbeitsreform abgelehnt, nachdem die rechtsextreme Partei Chega sich mit der linken Opposition zusammenschloss, um den Vorschlag der Mitte-Rechts-Regierung zu Fall zu bringen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Publico, Correio da Manha und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 11.12.2025Generalstreik gegen die Arbeitsreform von UGT und CGTP
  2. 03.06.2026Zweiter Streik mit teilweiser Gewerkschaftsunterstützung
  3. 19.06.2026Parlament lehnt Regierungsvorschlag ab

Die entscheidende Abstimmung

Der Vorschlag der Regierung zur Überarbeitung des Arbeitsrechts wurde am 19. Juni in der Versammlung der Republik abgelehnt. Nur die die Regierung unterstützenden Parteien (PSD, CDS-PP) und die Liberale Initiative (IL) stimmten dafür. Chega, die Sozialistische Partei (PS), Livre, die Kommunistische Partei (PCP), der Linksblock (BE), Menschen–Tiere–Natur (PAN) und die JPP stimmten dagegen und besiegelten damit das Schicksal des Gesetzesentwurfs.

„Unsere einzige Koalition ist mit den Portugiesen.“

André Ventura, Präsident

Chegas nachträgliches Feilschen

Chega hatte die Stunden vor der Abstimmung damit verbracht, auf Zugeständnisse zu drängen, darunter ein niedrigeres Renteneintrittsalter, die Wiederherstellung von Urlaubstagen, stärkere Schutzmaßnahmen für stillende Mütter und bessere Bedingungen für Schichtarbeiter. Parteichef André Ventura traf sich zweimal mit Ministerpräsident Luís Montenegro in São Bento und unterbrach kurzzeitig die parlamentarischen Verfahren, um die Gespräche fortzusetzen. Als diese Forderungen nicht erfüllt wurden, enthielt Chega seine Stimmen.

„In der 25. Stunde wollte Abgeordneter André Ventura die Nachhaltigkeit der Sozialversicherung gefährden. Niemand spielt mit den Renten der Portugiesen.“

Hugo Soares, PSD-Fraktionsvorsitzender

Ventura wies die Anschuldigung zurück und bestand darauf, dass die Partei seit Mai ein niedrigeres Renteneintrittsalter fordere. „Chega hat die Arbeit gemacht, die PS, Gewerkschaften und PCP nicht geschafft haben“, sagte er.

Gewerkschaftsstimmen feiern

Die Gewerkschaften begrüßten die Niederlage. Die UGT nannte sie „einen Sieg für die Gewerkschaftsbewegung und die Arbeitnehmer“ und lobte alle Parteien, die gegen ein Gesetz gestimmt hatten, das ihrer Ansicht nach Rechte beschneidet, Familien untergräbt und Tarifverhandlungen angreift. CGTP-Generalsekretär Tiago Oliveira stimmte zu, dass das Ergebnis ein Signal an die Regierung sei, und fügte hinzu, der Kampf der Arbeitnehmer in den letzten elf Monaten sei entscheidend gewesen.

„Es ist ein Signal an die Regierung. Sie legiferieren, als wäre das Land eine Excel-Tabelle, und vergessen die Arbeiter.“

Tiago Oliveira, Generalsekretär

Die politischen Kosten

Die Niederlage zerstört eines der prägenden Legislativprojekte der Regierung Montenegro und lässt ihr keinen parlamentarischen Weg, die Reform erneut aufzugreifen. Als das Abstimmungsergebnis bekannt gegeben wurde, brachen die linken Bänke und Mitglieder der Öffentlichkeit auf der Galerie in anhaltenden Applaus aus, was Parlamentspräsident José Pedro Aguiar-Branco dazu veranlasste, die Kundgebung als inakzeptabel zu bezeichnen und den Verstoß gegen die Etikette zu beklagen.

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