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Regierung·vor 2 Std.

Warschauer Anwalt Maciej Z. wegen falscher Bombendrohungen gegen Polens Präsidenten und Außenminister festgenommen

Ein prominenter 48-jähriger Warschauer Anwalt, Maciej Z., wurde festgenommen, nachdem er angeblich eine Reihe falscher Warnungen vor geplanten Anschlägen auf Präsident Karol Nawrocki und Außenminister Radosław Sikorski verschickt hatte, was umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen auslöste.

Festnahme eines prominenten Anwalts

Die polnischen Behörden haben Maciej Z., einen bekannten 48-jährigen Warschauer Anwalt, im Zusammenhang mit einer Reihe von Falschmeldungen über geplante Attentate auf die Spitzenbeamten des Landes festgenommen. Die Operation wurde von Beamten der Abteilung zur Bekämpfung von Terror und Tötungsdelikten der Warschauer Polizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Warschau-Śródmieście und unter Beteiligung der BOA-Zentralen Anti-Terror-Einheit durchgeführt. Die Festnahme wurde am Sonntagmorgen vom Minister für Inneres und Verwaltung, Marcin Kierwiński, bestätigt.

Eine weitere Person im Zusammenhang mit Falschmeldungen und Identitätstäuschung festgenommen. Diesmal in einem anderen Fall als den jüngsten. Es handelt sich um einen bekannten Warschauer Anwalt.

Methoden des Verdächtigen

Nach Angaben der Polizei gab sich der Verdächtige als verschiedene Personen aus, darunter auch Personen, die zuvor hohe öffentliche Ämter bekleidet hatten, und sandte Mitteilungen über angebliche Vorbereitungen für Anschläge an zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Gremien. Der Inhalt der Mitteilungen deutete darauf hin, dass die beabsichtigten Opfer der Präsident der Republik Polen und der Außenminister sein sollten. Um seinen Behauptungen Glaubwürdigkeit zu verleihen, fügte er illegal besessene Dokumente bei und in einem Fall auch Munition.

Unter dem Deckmantel verschiedener Personen versandte er Korrespondenz mit Informationen über einen Angriff auf Leben und Gesundheit. Das Thema betraf auch bekannte Persönlichkeiten des Staates, darunter den Präsidenten Polens und den Außenminister.

Warschauer Polizei

Sichergestellte Beweise

Bei einer gewaltsamen Durchsuchung einer Warschauer Wohnung entdeckten Beamte Laptops, USB-Sticks, Speicherkarten, Mobiltelefone, Dienstabzeichen sowie verschiedene Arten von Waffen und Munition. Die Polizei fand auch Führerscheine, Personalausweise und Aufenthaltstitel, die anderen Personen gehörten. Im Fahrzeug des 48-Jährigen fanden die Beamten Munition und 10 Artilleriegeschosse. Inoffiziellen Berichten zufolge wurde in der Wohnung des Verdächtigen auch eine Sammlung von Blankwaffen und Materialien mit faschistischer Symbolik entdeckt.

Anklage und Untersuchungshaft

Die Warschauer Polizei teilte mit, dass dem 48-Jährigen sieben Straftaten vorgeworfen werden. Er wird unter anderem verdächtigt, sich als Personen ausgegeben zu haben, die zuvor hohe öffentliche Ämter bekleidet hatten, und falsche Mitteilungen über die Vorbereitung eines Anschlags auf den Präsidenten und den Außenminister verschickt zu haben. Außerdem wird ihm vorgeworfen, Dokumente anderer Personen versteckt und illegal Waffen und Munition besessen zu haben. Dem Verdächtigen drohen bis zu acht Jahre Haft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das Gericht eine dreimonatige Untersuchungshaft an, wobei es die Gefahr der Beweisvernichtung und die hohe Strafe, die dem Anwalt droht, anführte.

Weiterer Kontext der Falschmeldungen

Die Festnahme ist Teil einer breiter angelegten Untersuchung einer Welle von Falschmeldungen, die Polen heimgesucht hat. Das Ministerium für Inneres und Verwaltung hatte zuvor mitgeteilt, dass die Beamten zwischen dem 10. und 15. Mai zwölf Mal auf Meldungen reagiert haben, die unter anderem die Platzierung von Sprengsätzen sowie Drohungen gegen Leben und Gesundheit betrafen. Diese Meldungen richteten sich gegen Orte, die mit rechten Medien und deren Mitarbeitern in Verbindung stehen, und sogar gegen das Haus der Mutter von Präsident Karol Nawrocki in Danzig. Einen Tag vor der Festnahme des Anwalts gab Minister Kierwiński bekannt, dass insgesamt fünf Personen im Zusammenhang mit den Falschmeldungen festgenommen wurden, von denen drei bereits in Untersuchungshaft sitzen. Eine spezielle Polizeigruppe, bestehend aus Beamten des Zentralen Büros zur Bekämpfung von Cyberkriminalität und des Zentralen Polizeilichen Ermittlungsdienstes, wurde eingerichtet, um die eskalierenden Vorfälle zu analysieren.

Zeitleiste des Falschalarm-Falls
  1. Beginn einer Welle von 12 Falschalarm-Einsätzen, die das Innenministerium zwischen dem 10. und 15. Mai meldete.
  2. Ein 29-jähriger Mann tätigt zwei falsche Bombendrohungen über 112 gegen einen Fernsehsender; er wird später festgenommen.
  3. Polizei nimmt den 48-jährigen Anwalt Maciej Z. in Warschau fest; Minister Kierwiński bestätigt die Festnahme am 31. Mai.
  4. Gericht verhängt dreimonatige Untersuchungshaft gegen Maciej Z., dem sieben Anklagepunkte drohen.
Warschau · Danzig

7 Quellen

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