Sicherheit · Sydney, Manchester und Washington
2025 ist das tödlichste Jahr für antisemitische Angriffe außerhalb Israels seit 1994, wie ein Bericht feststellt
Zwanzig Menschen wurden bei Angriffen in Australien, Großbritannien und den USA ermordet, was 2025 zum tödlichsten Jahr für die jüdische Diaspora seit dem AMIA-Anschlag in Buenos Aires im Jahr 1994 macht, so ein Bericht der J7-Taskforce.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, RTBF, RTE.ie und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Zwanzig Menschen wurden 2025 bei antisemitischen Angriffen in Australien, Großbritannien und den USA ermordet, die höchste Zahl seit dem AMIA-Anschlag in Buenos Aires 1994 mit 85 Toten.
Mehr als 23.000 antisemitische Vorfälle wurden 2025 in sieben Ländern registriert, ein Anstieg von 136 % gegenüber 9.800 im Jahr 2022, wobei gewalttätige Vorfälle um 97 % zunahmen.
Deutschland hatte mit 8.725 Fällen und fast 70 Vorfällen pro 1.000 jüdische Einwohner die höchste Anzahl an Vorfällen, fast fünfmal so viel wie die Rate Australiens.
Die J7-Taskforce forderte vorbeugende Maßnahmen, darunter echte Sicherheitsfinanzierung, strengere Gesetze und die Durchsetzung von Social-Media-Regeln, und erklärte, Antisemitismus sei die „neue Normalität“.
Antizionismus war für 48 % der Vorfälle in Großbritannien und 45 % in den USA verantwortlich, wobei der Bericht die Welle mit den Folgen des Gaza-Krieges in Verbindung bringt, der durch den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde.
- Oktober 2025Zwei Tote bei Synagogenangriff in Manchester an Jom Kippur
- Dezember 2025Fünfzehn Tote bei Massaker an Chanukka-Fest nahe Bondi Beach, Sydney
- 2025Drei Tote bei zwei separaten Angriffen in Washington und Boulder, USA
Ein Rekordjahr der Gewalt
Die J7 Large Communities' Task Force Against Antisemitism veröffentlichte am Mittwoch ihren Jahresbericht, der für 2025 mehr als 23.000 antisemitische Vorfälle in sieben Ländern dokumentiert. Diese Zahl entspricht einem Anstieg von 136 % gegenüber den 9.800 Vorfällen im Jahr 2022, dem Jahr vor dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober. Gewalttätige Vorfälle stiegen im gleichen Zeitraum um 97 %. Der Bericht umfasst Argentinien, Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten, in denen über 90 % der jüdischen Diaspora außerhalb Israels leben. Die Taskforce beschrieb die Situation als eine „neue Normalität“ und nicht als vorübergehende Welle.
„Antisemitismus in unseren sieben Ländern ist keine Welle mehr; er ist unsere neue Normalität.“
Die tödlichen Angriffe
Im Jahr 2025 wurden zwanzig Menschen bei antisemitischen Angriffen ermordet, was es zum tödlichsten Jahr für die jüdische Diaspora seit dem AMIA-Anschlag in Buenos Aires im Jahr 1994 macht, bei dem 85 Menschen in einem jüdischen Gemeindezentrum getötet wurden. Der schlimmste Einzelfall war ein Massaker bei einem Chanukka-Fest in der Nähe von Sydneys Bondi Beach im Dezember, bei dem 15 Menschen getötet wurden. Im Oktober kamen bei einem Angriff auf eine überfüllte Synagoge in Manchester während Jom Kippur zwei Menschen ums Leben. Zwei separate Angriffe in den Vereinigten Staaten, in Washington und Boulder, forderten drei Todesopfer. Der Bericht stellte fest, dass allein diese vier Angriffe die Zahl der Todesopfer auf ein Niveau trieben, das seit über drei Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurde.
Deutschland an der Spitze
Deutschland verzeichnete sowohl in absoluten Zahlen als auch pro Kopf die höchste Anzahl antisemitischer Vorfälle unter den sieben Ländern. Der Bericht zählte 8.725 Fälle im Jahr 2025, fast 70 Vorfälle pro 1.000 jüdische Einwohner, eine Rate, die fast fünfmal so hoch ist wie in Australien. Rechtsextremismus war für 807 dieser Fälle verantwortlich. Während Australien den stärksten Anstieg erlebte, stieg die Gesamtzahl in Deutschland nur geringfügig von 8.713 im Jahr 2024, war aber mehr als dreimal so hoch wie die 2.610 im Jahr 2022. Die Gesamtzahl der Vorfälle in den sieben Ländern ging von 2024 auf 2025 zurück, blieb aber weit über dem Niveau vor dem 7. Oktober.
- 2022
- 9800
- 2025
- 23000
Daten aus dem Artikeltext
Antizionismus als Treiber
Der Bericht hob hervor, dass Antizionismus ein wichtiger Motivationsfaktor für den Anstieg des Antisemitismus war und für 48 % der Vorfälle in Großbritannien und 45 % in den Vereinigten Staaten verantwortlich war. Die Taskforce brachte die Welle mit den Folgen des Gaza-Krieges in Verbindung, der mit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 begann. Der Anstieg der Gesamtzahl der Vorfälle um 136 % von 2022 auf 2025 und der Anstieg der gewalttätigen Vorfälle um 97 % spiegeln laut Bericht eine dauerhafte Veränderung der Bedrohungslage für jüdische Gemeinden wider.
Aufruf zu vorbeugenden Maßnahmen
Die J7-Taskforce forderte die Regierungen auf, über reaktive Maßnahmen hinauszugehen und in Prävention zu investieren. Sie forderte echte Sicherheitsfinanzierung, strengere Gesetze und die Durchsetzung bestehender Regeln durch soziale Medienplattformen. Die Erklärung betonte, dass es nicht mehr ausreiche, bis nach Angriffen zu warten.
„Die Regierungen müssen aufhören, erst zu reagieren, nachdem Juden angegriffen wurden, und beginnen, vorher zu handeln – mit echter Sicherheitsfinanzierung, strengeren Gesetzen und Social-Media-Plattformen, die ihre eigenen Regeln durchsetzen.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Deutsche Welle2025 deadliest year for antisemitic attacks outside Israel
- RTBF2025, l'année la plus meurtrière selon le rapport d'une organisation de lutte contre l'antisémitisme - RTBF Actus
- RTE.ieDeadliest year for antisemitic attacks since '94 - report
- FranceinfoAntisémitisme : l'année 2025 a été la plus meurtrière dans le monde en plus de 30 ans
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