Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung das Meta-Pixel, um Anmeldungen und Käufe aus unserer Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern. Datenschutzerklärung

Suche⌘K
StartFür SieLiveBriefFragen
KarteMärkteSträngeSoundsFilme
InlandGeopolitikWirtschaftGesellschaftWissenschaft & TechnikInfrastrukturSportKulturLifestyle
Pollar unterstützen
KontaktImpressum
StartBriefLiveSträngeSuche

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

  • Die Staatsanwaltschaft Hannover hat am 6. Oktober Anklage gegen Ansgar Schledde erhoben und sie am 21. Oktober bekannt gegeben – wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Parteiengesetz.

  • Die Staatsanwaltschaft wirft Schledde vor, zwischen dem 16. Dezember 2020 und dem 5. Juli 2022 als Vorsitzender des Kreisverbands Ems-Vechte 113 Zahlungen in Höhe von insgesamt 44.630 Euro erhalten und nicht unverzüglich an das für Finanzen zuständige Vorstandsmitglied weitergeleitet zu haben.

  • Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass Schledde veranlasst hat, dass im Rechenschaftsbericht der Bundes-AfD vom 23. November 2022 an den Bundestagspräsidenten falsche Angaben zu Spenden an den niedersächsischen Landesverband erschienen.

  • Schledde bezeichnet die Vorwürfe als unbegründet und erwartet, dass ein unabhängiges Gericht sie als nicht haltbar einstuft; das Landgericht Hannover muss noch über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

Hannover
Hannover · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 2024Die Staatsanwaltschaft sieht einen Anfangsverdacht gegen einen AfD-Landtagsabgeordneten wegen Spenden und nicht aufgeführter Ausgaben
  2. September 2026Schledde kündigt vor einer Landtagsabstimmung über die Aufhebung seiner Immunität an, dass Anklage erhoben wird
  3. 6.10.Die Staatsanwaltschaft reicht die Anklage gegen Schledde ein
  4. 21.10.Die Staatsanwaltschaft gibt die Anklage öffentlich bekannt

Anklage in Hannover erhoben

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat Anklage gegen Ansgar Schledde erhoben, den Vorsitzenden der AfD in Niedersachsen, wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Parteiengesetz. Die Anklageschrift wurde am 6. Oktober eingereicht, die Staatsanwaltschaft machte den Schritt am Mittwoch, 21. Oktober, öffentlich. Die Große Strafkammer beim Landgericht Hannover muss nun entscheiden, ob sie das Hauptverfahren eröffnet. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.

Was die Staatsanwaltschaft vorwirft

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhielt Schledde zwischen dem 16. Dezember 2020 und dem 5. Juli 2022 als Vorsitzender des Kreisverbands Ems-Vechte 113 Zahlungen, die als Spenden gelten, in einer Gesamtsumme von 44.630 Euro. Das Geld sei nicht unverzüglich an das nach der Satzung für Finanzen zuständige Vorstandsmitglied weitergeleitet worden. Ein weiterer Verdacht betrifft den Rechenschaftsbericht der Bundes-AfD vom 23. November 2022 an den Bundestagspräsidenten: Schledde soll veranlasst haben, dass dort falsche Angaben zu Spenden an den niedersächsischen Landesverband gemeldet wurden. Der NDR hatte vor der Bekanntgabe unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, es gehe um 48.000 Euro an internen Spenden, die auf einem privaten Konto verwahrt worden sein sollen; eine offizielle Bestätigung lag zu diesem Zeitpunkt nicht vor. Ein Verstoß gegen das Parteiengesetz kann laut NDR mit einer Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft geahndet werden.

Schleddes Reaktion

Schledde weist die Vorwürfe vollständig zurück und erklärt, er habe sich stets an das Gesetz gehalten. In seiner Erklärung äußerte er Vertrauen in die Gerichte.

„Ein unabhängiges Gericht wird die Fakten prüfen und, davon bin ich überzeugt, zu dem Ergebnis kommen, dass die Vorwürfe nicht haltbar sind.“

Ansgar Schledde, Vorsitzender

Er fügte hinzu, politische Auseinandersetzungen gehörten zur Demokratie, dürften aber nicht dazu dienen, juristische Verfahren zu instrumentalisieren. Kurz vor der Abstimmung über seine Immunität, so berichtete der NDR, habe er den Schritt als Teil der ständigen Angriffe der Landesregierung und als durchsichtiges Manöver wenige Tage vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen bezeichnet.

Immunität und frühere Ermittlungen

Anfang September erklärte Schledde öffentlich, gegen ihn werde als Landesvorsitzenden Anklage erhoben – vor einer Abstimmung des Landtags über die Aufhebung seiner Immunität. RP Online berichtet, der Landtag habe die Aufhebung kurz darauf einstimmig beschlossen, während der NDR die Aufhebung in seiner Berichterstattung vom 21. Oktober erwähnt; die zeitliche Abfolge wird in den Darstellungen also unterschiedlich wiedergegeben. Schledde ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag und sitzt zudem im Rat und im Kreistag der Grafschaft Bentheim in Schüttorf. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits 2024 mitgeteilt, es gebe einen Anfangsverdacht gegen einen AfD-Landtagsabgeordneten wegen nicht unverzüglich weitergeleiteter Spenden und nicht im Rechenschaftsbericht aufgeführter Ausgaben.

Reaktion der Partei und Einstufung als extremistisch

Dem NDR liegt eine interne AfD-E-Mail des Pressesprechers Patrick Bauer vor, die eine verbindliche Linie in dem Fall vorgibt. Nur das Pressebüro darf sich nach außen äußern, Interviews, Statements und Hintergrundgespräche sind untersagt. Die Mitglieder werden zudem aufgefordert, den Fall nicht in Gruppenchats, auf Mailinglisten oder mit Angehörigen und anderen Parteigremien zu erörtern. Bereits Anfang des Jahres hatte die Bundestagsabgeordnete Martina Uhr Schledde vorgeworfen, die Kontrolle über mehr als 35 Prozent ihres Abgeordnetenbudgets zu verlangen, was er damals bestritt. Der Verfassungsschutz hat die AfD in Niedersachsen als rechtsextremistische Bestrebung eingestuft; die Partei geht juristisch gegen diese Einstufung vor.

Weiter in der heutigen Ausgabe

Großbritannien genehmigt Bohrungen im Jackdaw-Gasfeld in der NordseeDie Regierung Burnham hat am 21. Oktober 2026 die Gasförderung im Jackdaw-Feld vor Aberdeen formell genehmigt.Energie & Handel · vor 1 Std.
Heutiger Brief · 5 Min. zum AnhörenWitkoff bereitet Putin-Treffen nach Oslo-Gesprächen vorLive · 5 ThemenUkraine-Friedensgespräche in Miami

Quellen und Kontext

  • RP Onlinevor 2 Std.Ermittlungen zu Parteispenden: Anklage gegen Niedersachsens AfD-Chef erhoben
  • Norddeutscher Rundfunkvor 4 Std.Landtag hebt Immunität von AfD-Landeschef auf - das wird ihm vorgeworfen
  • Süddeutsche Zeitungvor 4 Std.Anklage gegen Niedersachsens AfD-Chef erhoben
  • N-tvvor 5 Std.Niedersachsen & Bremen: Anklage gegen Niedersachsens AfD-Chef erhoben
Ansgar Schledde
Vorsitzender der AfD in Niedersachsen und stellvertretender Vorsitzender ihrer Landtagsfraktion, angeklagt wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Parteiengesetz
Martina Uhr
AfD-Bundestagsabgeordnete, die Schledde zuvor vorgeworfen hatte, die Kontrolle über mehr als 35 Prozent ihres Abgeordnetenbudgets zu verlangen
Patrick Bauer
Pressesprecher der AfD in Niedersachsen, der die interne E-Mail mit der Parteilinie in dem Fall verschickte

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen

Veröffentlicht heute um 15:53.

Fehler im Text melden

Von KI aus den Berichten der genannten Medien erstellter Text, automatisch geprüft, ohne menschliche Redaktion. So entsteht Pollar

In diesem Text

  1. 1Anklage in Hannover erhobenAnklage in Hannover erhoben
  2. 2Was die Staatsanwaltschaft vorwirftWas die Staatsanwaltschaft vorwirft
  3. 3Schleddes ReaktionSchleddes Reaktion
  4. 4Immunität und frühere ErmittlungenImmunität und frühere Ermittlungen
  5. 5Reaktion der Partei und Einstufung als extremistischReaktion der Partei und Einstufung als extremistisch

Auf Grundlage von Berichten von

RP Online, Norddeutscher Rundfunk, Süddeutsche Zeitung, N-tv

Liste der Quellen

Regierung · Hannover

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Niedersachsens AfD-Chef Ansgar Schledde wegen Parteispenden

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat am 6. Oktober Anklage gegen Ansgar Schledde erhoben, wie am 21. Oktober bekannt wurde – wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Parteiengesetz bei 113 Zahlungen in Höhe von 44.630 Euro.

Hannover

Fragen zu diesem Text

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RP Online, Norddeutscher Rundfunk, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 15:53.

Eigene Frage stellen
Wie hoch ist der Gesamtwert der in der Anklage genannten Zahlungen?
Wann fanden die mutmaßlichen Verstöße gegen das Parteiengesetz statt?
So entsteht er