
Androulakis kritisiert griechische Energiepolitik als „Versagen“ und wirft ND Propaganda vor
PASOK-Chef Nikos Androulakis beschuldigte die Regierung einer gescheiterten Energiepolitik, die die Kosten für Haushalte und Unternehmen in die Höhe treibe, und konterte zugleich die Äußerungen von Premierminister Mitsotakis über ein „toxisches Zentrum“.
Energiepolitik unter Beschuss
Nikos Androulakis, Vorsitzender der größten Oppositionspartei PASOK-KINAL, hielt am 21. Juli 2026 eine Pressekonferenz in der Parteizentrale in der Charilaou-Trikoupi-Straße ab, in der er die Energiestrategie der Regierung scharf kritisierte. Er bezeichnete die Politik als ein Versagen, das sich täglich in den Haushaltsbudgets und Produktionskosten bemerkbar mache. „Das Versagen der Regierung in der Energiepolitik spiegelt sich täglich in den Lebenshaltungskosten und den Produktionskosten wider“, sagte Androulakis, flankiert von energiepolitischen Funktionären der Partei. Er argumentierte, dass die Regierung zwar behaupte, Griechenland habe einige der günstigsten Tarife in Europa, die von PASOK vorgelegten Daten jedoch zeigten, dass Energie für Verbraucher und Unternehmen weiterhin sehr teuer sei.
Die Lebenshaltungskosten aufgrund der Energie sind sehr hoch, ebenso wie die Kosten für die Produktion von Gütern. Ihr Versagen bezahlen der Landwirt, der Viehzüchter, der Hersteller, der Haushalt – jeden Tag.
Widersprüche bei Erdgas und Braunkohle
Androulakis konzentrierte sich auf einen grundlegenden Widerspruch: Die Regierung erkläre, sie wolle die Abhängigkeit von importiertem Erdgas verringern, beschleunige aber gleichzeitig den Ausstieg aus der Braunkohle, indem sie das moderne Braunkohlekraftwerk Ptolemaida 5 abschalte und in eine Erdgasanlage umwandele. Er warf der Regierung vor, das Kraftwerk in den „plötzlichen Tod“ zu treiben, und stellte die Frage, ob ein kohärenter Plan existiere. Der PASOK-Chef kritisierte zudem die Kriterien für die Zuteilung von Stromproduktionskapazitäten und bezeichnete sie als „den größten Skandal“ im Energiesektor, da sie offenbar privaten Wirtschaftsinteressen und nicht dem Gemeinwohl dienten.
Schöne Kommunikationstricks und schöne Videos von Herrn Mitsotakis, aber die harte Realität sieht man in den Geldbörsen der Bürger.
Stromverbindung nach Zypern und geopolitische Bedenken
Die Pressekonferenz thematisierte auch die seit langem verzögerte Stromverbindung zwischen Griechenland und Zypern. Androulakis forderte den Premierminister und das Außenministerium auf, einen klaren Zeitplan für das EU-finanzierte Projekt bekannt zu geben, das er mit den souveränen Rechten des Landes verknüpfte. Er bezeichnete das jüngste Schuldzuweisungsspiel zwischen Athen und Nikosia als „trostlosen Eindruck“ und warnte, dass der fehlende Fortschritt nicht nur amateurhaft, sondern auch gefährlich sei.
Sie sind nicht nur Amateure, sie sind auch gefährlich.
Reaktion auf die Anschuldigungen des „toxischen Zentrums“
Androulakis beschränkte seinen Angriff nicht auf die Energiepolitik. Auf die jüngste Kritik von Premierminister Kyriakos Mitsotakis an der Opposition als „toxisches Zentrum“ konterte er, indem er der regierenden Nea Dimokratia vorwarf, eine Online-Propagandamaschine nach dem Vorbild der früheren SYRIZA-ANEL-Regierung zu betreiben. Er sagte, es sei „absoluter Abenteurertum und eine Beleidigung der Intelligenz der Bürger“, wenn eine Partei, die Fake News verbreite, anderen eine Lektion in politischer Kultur erteile. Parteifunktionäre interpretierten seinen Verweis auf die SYRIZA-ANEL-Ära als Bestätigung einer Zwei-Fronten-Strategie sowohl gegen die derzeitige Regierung als auch gegen die linke Opposition unter Alexis Tsipras.
Es ist absoluter Abenteurertum und eine Beleidigung der Intelligenz der Bürger, wenn eine Partei, die nach dem Vorbild von SYRIZA und ANEL einen Propagandaapparat im Internet unterhält, um politische Gegner und die Wahrheit anzugreifen, eine Partei, die eine Hauptakteurin bei Fake News und Toxizität ist, Lektionen in politischer Kultur erteilt.
PASOKs Alternative und nächste Schritte
Androulakis skizzierte die Vision seiner Partei für einen „grünen, fairen und widerstandsfähigen“ Energieumbau, der Investitionen in Netze und Speicher priorisiert und kleinen Produzenten, Genossenschaften, Gemeinden und Herstellern Vorrang einräumt. Er betonte, dass das Ziel niedrige Produktionskosten und eine geringere Abhängigkeit von Drittländern in Zeiten erhöhter geopolitischer Spannungen sein müsse. Der PASOK-Chef kündigte an, dass er bei seinem Auftritt auf der Internationalen Messe Thessaloniki im September weitere Vorschläge zur Senkung der Energiekosten vorlegen werde.


