
André Silva kehrt zum FC Porto zurück: Eine Heimkehr nach neun Jahren
Der FC Porto hat am Freitag den 30-jährigen Stürmer André Silva (eine Quelle gab sein Alter mit 28 an) offiziell präsentiert und damit den Angreifer nach einer neunjährigen Reise durch Europa zurück zu dem Verein geholt, bei dem er seine Karriere begann.
Die Unterzeichnungszeremonie
Der FC Porto stellte André Silva am Freitag vor und bestätigte die Rückkehr des Stürmers als ablösefreien Spieler, nachdem sein Vertrag beim spanischen Klub Elche ausgelaufen war. Der 30-Jährige unterschrieb einen Einjahresvertrag bis Juni 2027 mit einer Option auf ein weiteres Jahr, und der Vertrag enthält eine Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro. Er ist die zweite Sommerverpflichtung des Vereins, nachdem Torhüter João Afonso für 1,5 Millionen Euro von Santa Clara gekommen war. Der Transfer erfolgte ohne Beteiligung Dritter.
Emotionale Heimkehr
Präsident André Villas-Boas betonte die emotionale Bedeutung des Wechsels.
Dieses Bild hinter uns vermittelt Andrés Gefühl für den FC Porto, seinen Wunsch, von Anfang an zurückzukehren. Beim ersten Anruf hatten wir sofort eine gemeinsame Wellenlänge, denn wir sprachen vor allem über den FC Porto, die Rückkehr eines Sohnes nach Hause, der zu früh gegangen ist und nun mit all seiner Erfahrung zurückkehrt, nachdem er Europa mit vielen Toren und viel Erfolg erobert hat.
Villas-Boas fügte hinzu, dass Silva „genau weiß, was es bedeutet, Porto zu sein“ und lobte seine intime Kenntnis des Vereins.
André Silva seinerseits beschrieb ein Gefühlschaos.
Es ist eine Mischung aus Gefühlen, eine sehr starke Nostalgie und Rührung. Ich lebe gleichzeitig in der Vergangenheit und in der Zukunft, erinnere mich und träume.
Er versprach, „ein Fan auf dem Spielfeld“ zu sein, und gelobte, der Mannschaft mit seinen Toren zu Titelgewinnen zu verhelfen.
Eine Reise durch die besten Ligen Europas
Silvas Weg zurück zum Dragão führte ihn durch einige der anspruchsvollsten Wettbewerbe des Kontinents. Er schaffte 2015 den Durchbruch in die erste Mannschaft des FC Porto, erzielte in seiner Durchbruchssaison 2016/17 21 Tore in 44 Spielen und wechselte 2017 für 38 Millionen Euro zum AC Mailand. Weitere Stationen waren eine Leihe zu Sevilla (11 Tore in 40 Spielen), eine torreiche Zeit bei Eintracht Frankfurt (45 Tore in 71 Spielen) sowie Wechsel zu RB Leipzig (Ablöse 23 Millionen Euro), Real Sociedad, Werder Bremen und zuletzt Elche, wo er in der letzten Saison 10 Tore in 32 Einsätzen erzielte. Seine 53 Länderspiele für Portugal brachten 19 Tore.
- Tritt der Jugendakademie des FC Porto bei
- Verkauf an den AC Mailand für 38 Millionen Euro
- Leihe zu Sevilla (11 Tore in 40 Spielen)
- Wechsel zu Eintracht Frankfurt, erzielt 45 Tore in 71 Spielen
- Wechsel zu RB Leipzig für 23 Millionen Euro
- Spielte für Real Sociedad und Werder Bremen
- Elche (10 Tore in 32 Spielen)
- Rückkehr zum FC Porto als ablösefreier Spieler
Kaderverstärkung und Champions-League-Ambitionen
Die Rückkehr von André Silva ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Villas-Boas und Trainer Francesco Farioli nach dem Gewinn der portugiesischen Meisterschaft durch den FC Porto entwickelt haben. Der Verein will die Stammspieler halten und gleichzeitig die Qualität verbessern, um den Anforderungen der Titelverteidigung in der Liga und der Champions League gerecht zu werden. Der Kader hat bereits Abgänge zu verzeichnen: Thiago Silva (Vertragsende), Luuk de Jong (Vertragsende) sowie die Rückkehr von Leihen für Seko Fofana und Terem Moffi. Torhüter Diogo Costa bleibt unterdessen eine tragende Säule, obwohl seine Zukunft auf die Probe gestellt werden könnte, sollte Paris Saint-Germain ein unwiderstehliches Angebot machen.
Was er sagte
Silva räumte die Anziehungskraft seines früheren Vereins ein.
Seit ich den FC Porto verlassen habe, trug ich immer diese Leidenschaft in mir, die mit mir gewachsen ist. Ich habe versucht, mich emotional zu distanzieren, aber es wurde so unmöglich, dass ich früher oder später zurückkommen musste. Alles geschah zur richtigen Zeit, und ich bin sehr glücklich.
Der Neuzugang sagte, er habe den jüngsten Meistertitel des Vereins wie jeder normale Fan gefeiert und betonte, dass „gewinnen und nationaler Meister zu sein ein Ziel und eine Anforderung dieses Vereins ist“.


