
Olympiacos ernennt ehemaligen Real-Sociedad-Trainer Imanol Alguacil als Nachfolger von José Luis Mendilibar
Olympiacos gab am 10. September 2026 die Ernennung des 55-jährigen baskischen Trainers Imanol Alguacil bekannt, der José Luis Mendilibar nach zweieinhalbjähriger Amtszeit ablöst.
Managerwechsel in Piräus
Olympiacos gab am 10. September 2026 offiziell die Verpflichtung von Imanol Alguacil als neuen Cheftrainer bekannt und beendete damit die zweieinhalbjährige Amtszeit von José Luis Mendilibar. Der griechische Klub ersetzte Mendilibar unmittelbar nach der Beendigung der Zusammenarbeit und wählte einen weiteren baskischen Taktiker, um die erste Mannschaft zu führen. Alguacil traf am Donnerstag in Athen ein, um das Training der Mannschaft im vereinseigenen Trainingszentrum Rentis zu übernehmen. In einem sofortigen Bemühen, die Vorbereitungen zu beginnen, strich der 55-jährige Trainer einen geplanten freien Tag für den Kader. Seine Ankunft erfolgt vor Pflichtspielen in zwei Wettbewerben, darunter ein Spiel in der heimischen Super League gegen OFI und ein Spiel in der UEFA Europa League gegen den polnischen Verein Jagiellonia.
Olympiacos FC gibt den Beginn der Zusammenarbeit mit Trainer Herrn Imanol Alguacil Barrenetxea bekannt.
Karriereweg und Zeit bei Real Sociedad
Geboren am 4. Juli 1971 in Orio im Baskenland, entwickelte Alguacil seine gesamte frühe sportliche Identität bei Real Sociedad. Er durchlief zunächst die Jugendakademie des Klubs aus San Sebastián, bevor er als rechter Verteidiger in der ersten Mannschaft spielte und später durch das Trainersystem des Klubs zurückkehrte. Alguacil übernahm von 2018 bis 2025 die erste Mannschaft von Real Sociedad und verbrachte sechseinhalb Spielzeiten an der Spitze. Berichten zufolge liegt seine Bilanz beim spanischen Klub zwischen 330 und 339 Spielen, mit dem Höhepunkt des Gewinns der Copa del Rey 2021 für die Saison 2019/20. Nach seinem Abschied von Real Sociedad 2025 trainierte er den saudi-arabischen Klub Al-Shabab, bevor er diesen Posten im Februar 2026 verließ und bis zur Annahme der Rolle bei Olympiacos vereinslos blieb.
- Zum Cheftrainer der ersten Mannschaft von Real Sociedad ernannt
- Gewinnt den Copa del Rey mit Real Sociedad
- Beendet seine sechseinhalbjährige Amtszeit bei Real Sociedad
- Verlässt den saudi-arabischen Klub Al-Shabab
- Offiziell als Cheftrainer von Olympiacos bekannt gegeben
Taktische Identität und Ballbesitzphilosophie
Alguacil bringt einen strukturierten Spielstil mit, der auf hohem Ballbesitz, Positionsdisziplin und kontrolliertem Spielaufbau aus der Defensive basiert. Seine Mannschaften stellen sich überwiegend in einer 4-3-3-Formation auf, passen sich aber häufig je nach Spielbedingungen und gegnerischer Aufstellung an ein 4-2-3-1 an. Das System stellt hohe technische Anforderungen an die Innenverteidiger, um das Spiel aus der Tiefe aufzubauen, und stützt sich auf einen defensiven Mittelfeldspieler, der als primäres Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld fungiert – eine Rolle, die Martín Zubimendi während Alguacils Amtszeit bei Real Sociedad ausfüllte. Alguacil nutzt Innenverteidiger, Flügelspieler und Außenverteidiger, um Passdreiecke zu bilden, zentrale Überladungen zu schaffen, die Gegner nach innen ziehen, bevor er schnelle vertikale Pässe freigibt, um die Außenspieler zu isolieren.
Defensives Pressing und Umschaltspiel
Ohne Ball fordert Alguacil sofortiges Gegenpressing, um den Ball zurückzuerobern, bevor gegnerische Mannschaften offensive Umschaltbewegungen organisieren können. Der baskische Trainer weist seine Spieler an, sofort nach Ballverlust zu reagieren und intensiven Druck im vorderen Bereich auszuüben. Wenn diese erste Pressingwelle umgangen wird, zieht sich die Mannschaft in einen kompakten Defensivblock zurück, der darauf abzielt, die zentralen Räume zu schließen. Während die hohe physische Intensität aus der Zeit von Mendilibar beibehalten wird, führt Alguacil systematischere Passnetzwerke und kontrollierte Tempowechsel ein. Der unmittelbare Fokus des Trainers in den Trainingsanlagen in Rentis bleibt die Einübung dieser taktischen Prinzipien mit der Mannschaft vor den anstehenden Spielen gegen OFI und Jagiellonia.


