Seit sieben Tagen dauern die Demonstrationen gegen Ministerpräsident Edi Rama in der albanischen Hauptstadt an. Studierende, Schülerinnen und Schüler, Gewerkschaftsmitglieder und Aktivistinnen und Aktivisten sind auf der Straße und fordern seinen Rücktritt. Die Bewegung begann als Widerstand gegen einen Luxusresort in einem ökologisch sensiblen Küstengebiet und weitete sich zu Wut über Korruption, Missstände im Hochschulwesen, die Kosten des Studiums und den begrenzten Zugang zum Arbeitsmarkt aus. Demonstranten warfen Steine und Molotowcocktails, zertrümmerten Schaufenster und setzten Gebäude in Brand, darunter eine Polizeiwache und den Eingang des Innenministeriums. Die Polizei antwortete mit Tränengas, Wasserwerfern, Pfefferspray und Plastikgeschossen, einige Berichte erwähnen auch den Einsatz von Schlagstöcken. Die am Montag, dem 19. Oktober, gemeldete jüngste Bilanz nennt 295 Verletzte, darunter 186 Polizisten, auch die Zahl der Festnahmen ist gestiegen. Ein weiterer Bericht unter Berufung auf die Behörden nennt rund 300 Verletzte, mehr als die Hälfte davon Polizisten.
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Am Sonntagabend, dem 18. Oktober, warfen vermummte Randalierer Molotowcocktails, Steine und andere Gegenstände auf die 3. Polizeiwache in Tirana; zehn Beamte im Gebäude wurden nach Angaben von Innenminister Erwin Demo verletzt. Demo sagte, die Brandstiftung habe eine rote Linie überschritten, und beschuldigte die oppositionelle Demokratische Partei, den vermummten Randalierern an jenem Abend Unterschlupf gewährt zu haben. Von MEGA ausgestrahlte Aufnahmen zeigten brennende Mülltonnen, Rauchfackeln und Feuerwerkskörper sowie einen Mann, der die albanische Flagge auf dem Rücken trug und in die Luft schoss, wobei die Umstände dieses letzten Vorfalls nicht geklärt sind. Die Abfolge der wichtigsten Momente der Woche ist unten dargestellt.
Bei einer Ansprache an Polizisten am Montag, dem 19. Oktober, sagte Rama, der Staat werde sich gegen Gewalt durchsetzen, und wer glaube, mit Gewalt die Macht ergreifen zu können, werde enttäuscht werden. Er versprach jedem Polizisten im Einsatz 2.500 Euro und eine deutliche Gehaltserhöhung ab dem 1. Januar und lobte die Polizei für ihre maximale Zurückhaltung. Die beteiligten jungen Menschen beschrieb er als Personen mit Problemen, die psychologische Unterstützung bräuchten, und wiederholte seine Behauptung, ausländische Dienste nutzten sie, um Albanien zu destabilisieren. Rama warnte zudem, Eltern würden für von Minderjährigen verursachte Schäden zahlen müssen, und Studierende, die Polizisten angriffen, sollten keine staatliche Förderung für ihr Studium erhalten. Am selben Tag sagte er einen offiziellen Besuch in Wien ab, wo er den österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker treffen sollte.
Rama brachte die Proteste mit russischem und iranischem Einfluss in Verbindung und erklärte, in den sozialen Medien seien Zehntausende gefälschte Profile angelegt worden, die sich als Albaner ausgaben, die die Natur schützen wollten; das seien keine Zufälle. Die niederländische EU-Abgeordnete Tineke Strik sagte dem Guardian, die Regierung habe die Flamingo-Revolution, die Volksbewegung gegen den Bau des Resorts, nicht ernst genommen, und warf Rama vor, die Lage anzuheizen und zugleich Pläne voranzutreiben, die von Jared Kushner und Ivanka Trump befürwortet werden. Die Studierenden erklären, sie würden weiter protestieren, bis Rama zurücktritt – eine Forderung, die er rundheraus zurückgewiesen hat.
Am Montag, dem 19. Oktober, erreichte nach Angaben albanischer Medien eine Drohbotschaft per E-Mail das Büro des Ministerpräsidenten, Ministerien, Gerichte und andere staatliche Stellen. Die Nachricht habe erklärt, eine Reihe geplanter Terroranschläge werde ausgeführt, und es seien Sprengsätze mit Ammoniumnitrat platziert worden. Das Gericht und die Staatsanwaltschaft in Fier wurden evakuiert. Eine ähnliche Drohung rund zwei Monate zuvor hatte sich als haltlos erwiesen. Die Europäische Kommission verurteilte die Gewalt bei den Protesten, und die Studierenden riefen für die Mittagszeit zu neuen Demonstrationen auf dem zentralen Platz in Tirana auf, wo eine starke Polizeipräsenz mit Streifenwagen und Wasserwerfern stationiert wurde. Schülerinnen und Schüler der Oberstufen in anderen albanischen Städten schwänzten den Unterricht, um zu demonstrieren.
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Pollar unterstützenRegierung · Tirana, Fier und Wien
Am Sonntagabend, dem 18. Oktober, setzten Demonstranten in Tirana eine Polizeiwache in Brand; bis Montag wurden 295 Verletzte gemeldet. Ministerpräsident Edi Rama bot Polizisten im Einsatz 2.500 Euro und warnte, die Familien minderjähriger Beteiligter würden zahlen müssen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von NewsIT, NEWS 24/7, iefimerida.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht .