
Alba Berlin deklassiert Bamberg mit 97:66 und erreicht BBL-Finale gegen Bayern München
Ein dominantes zweites Viertel bescherte Alba Berlin im entscheidenden fünften Spiel einen 97:66-Sieg über die Bamberg Baskets und sicherte den Einzug ins Finale gegen Titelverteidiger FC Bayern München.
Entscheidendes fünftes Spiel in Berlin
Alba Berlin hat sich mit einem überzeugenden 97:66-Sieg gegen die Bamberg Baskets am Dienstagabend einen Platz im Finale der Basketball-Bundesliga gesichert. Der Sieg vor einer ausverkauften Rekordkulisse von 8.861 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle bescherte Alba einen 3:2-Seriensieg im Best-of-Five-Halbfinale. Das Heimteam gab früh den Ton an, führte nach dem ersten Viertel mit 22:17, bevor ein verheerendes zweites Viertel die Partie entschied.
Ein einseitiges zweites Viertel
Die Begegnung kippte im zweiten Viertel endgültig. Alba übertraf Bamberg in diesem Abschnitt mit 30:9 und ging mit einer 52:26-Führung in die Halbzeitpause. Bamberger Angriff kam völlig zum Erliegen, vor der Pause gelangen nur sieben Feldtore aus 25 Versuchen. Cheftrainer Anton Gavel kritisierte während einer Auszeit die Übergangsverteidigung seines Teams, doch die Gäste fanden keine Antwort auf die Intensität Berlins. Die Wagner-Brüder Moritz und Franz verfolgten von den Rängen aus, wie ihr ehemaliger Club den Gegner überrollte.
Serie beendet
Bamberg zeigte nach der Pause mehr Energie und verkürzte kurzzeitig den Rückstand, doch Albas Führung war bis zum Ende des dritten Viertels auf 70:41 angewachsen. Ein 12:0-Lauf im Schlussviertel unterstrich die Dominanz Berlins. Michael Rataj führte Albas Punkteliste mit 16 Punkten an, Ibi Watson erzielte die gleiche Anzahl für Bamberg. Der Sieg stand in scharfem Kontrast zu Albas zwei deutlichen Niederlagen in Bamberg, die den Gästen den Ausgleich zum 2:2 ermöglicht hatten.
Saisonziel erreicht
Das Erreichen des Finales war das Hauptziel der Mannschaft für die Saison, ein Ziel, das nach einem schwierigen Saisonstart in weiter Ferne lag. „Das war unser großes Ziel“, sagte Kapitän Jonas Mattisseck nach dem Spiel. Sportdirektor Ojeda räumte die Herausforderung ein und bezeichnete Bayern München als das Team mit dem besten Kader der gesamten Saison, tief und talentiert. Er bezeichnete das Erreichen des Finales gegen sie als eine große Leistung an sich.
Das war unser großes Ziel.
Bamberger starke Saison endet
Trotz der deutlichen Niederlage wurde Bamberger Saison weithin gelobt. Das Team hatte die reguläre Saison 2024 auf Platz 11 beendet, bevor Anton Gavel kam, und die Playoffs komplett verpasst. Unter Gavel starteten sie eine starke Kampagne und zwangen Alba in ein fünftes Spiel. Rund 700 mitreisende Fans machten sich auf den Weg nach Berlin, wobei der langjährige Bamberg-Mäzen Michael Stoschek die Reisekosten für die Fangruppe übernahm, die in sieben Bussen anreiste. Der Club wurde für eine „sensationelle Saison“ gelobt und Gavel als Schlüssel zur Wende bezeichnet.
Finale gegen Bayern München
Die Meisterschaftsserie gegen den FC Bayern München beginnt am Freitag um 20:30 Uhr in München, Spiel 2 folgt am Sonntag um 15:30 Uhr. Alba geht als klarer Außenseiter gegen den Titelverteidiger ins Rennen, der beide Playoff-Serien glatt gewonnen hat. Mattisseck sagte, das Team könne nun befreit und ohne Druck aufspielen. „Jetzt werden wir alles reinwerfen und alles auf dem Feld lassen“, sagte er.
Jetzt werden wir alles reinwerfen und alles auf dem Feld lassen.


