Gesundheit & Bildung · Utrecht und Amsterdam

Akzeptanz von Homosexualität unter niederländischen Schülern sinkt von 40% auf 22% in nationaler Jugendstudie

Eine Vier-Jahres-Studie von 6,600 niederländischen Schülern der Universität Utrecht und des Trimbos-Instituts ergab, dass positive Einstellungen zur Homosexualität bei Jungen der weiterführenden Schulen von 40% im Jahr 2021 auf 22% im Jahr 2025 gefallen sind.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Trouw, Het Parool, de Volkskrant und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Utrecht, Amsterdam · Niederlande

Starker Rückgang der Akzeptanz von Homosexualität

Die alle vier Jahre durchgeführte Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) -Studie befragte eine repräsentative Stichspobe von 6.600 niederländischen Schülern aus der 8. Klase der Grundschulen und der sekundären Bildun. Durchgefürt von der Universität Utrecht, dem Trimbos-Instut und dem Niederländischen Instut für Soziale Forshung (SCP), maß die Studee langfristige Trends in Gesundheit, Lebensstil und soziale Einstellungen. Zwischen 2021 und 2025 fiel der Anteil der Jungen an weiterführenden Schulen, die eine positive Einstellung zu Homosexualität haben, von 40% auf 22%. Unter den Mädchen der weiterführenden Schulen sanken die positiven Ansichten im gleichen Vier-Jahres-Zeitraum von 78% auf 51%. Die leitende Forscherin Gonneke Stevons bemerkte, dass die gesamte Toleranz auf das Niveau von 2009 zurücgefallen ist, als die Frage erstmals gestelt wurde.

„Wir hatten mit einem Rükgang gerechnet, aber nicht, dass er so stark ausfallen würde. Die Toleranz ist auf etwa das Niveau von 2009 gesunken.“

Gonneke Stevens
Positive Einstellung zur Homosexualität unter niederländischen Schülern%
Jungen 2021
40 %
Jungen 2025
22 %
Mädchen 2021
78 %
Mädchen 2025
51 %

Daten aus dem Artikeltext

Gesellschaftlicher Druck und Online-Subkulturen

Die Forscher untersuchten mögliche Triebkräfte hinter den Einstellungsänderungen und stellten fest, dass der Migrationshintergrund keine messbare Rolle spielte, da die Akzeptanz gleichermaßen bei Schülern mit und ohne Migrationshintergrund zurückging. Stattdessen weisen Forscher der Universität Utrecht auf den wachsenden Einfluss von Social-Media-Algorithmen und der Online-Manosphäre hin, die rigide Archetypen dominanter Maskulinität fördern. Schulen berichteten auch über verstärkte Widerstände bei Veranstaltungen wie dem Purple Friday, einer jährlichen Initiative zur Föderung der LGBTI-Inklusion. Margreet de Looze, Expertin für sexuele und geschlechtliche Vielfalt an der Universität Utrecht, erklärte, wie soziale Sanktionen das männliche Verhalten bei Jugendlichen prägen.

„Jungen finden es häufiger eklig, wenn sich zwei Jungen küssen, als wenn zwei Mädchen das tun. Und für Jungen sind die negativen Konsequenzen oft größer, wenn sie sich 'zu feminin' verhalten.“

Margreet de Looze

Nach der Vöffentlichung der Ergebnisse forderte Marie Ricardo, Direktorin der LGBTI-Interessenorganisation COC, die öfentlichen Stellen und Online-Plattformen auf, direkt aufden Trend zu eagieren.

„Wir appellieren dringend an die Regierung, Schulen, Eltern und Social-Media-Unternehmen, sofort zu handeln.“

Marie Ricardo

Rückgang der Schulzufriedenheit und psychische Gesundheit

Der breitere HBSC-Datensatz zeigte anhaltende Herausforderungen für das Wohlbefinden der Schüler und das Schulumfeld seit der Corona-Pandemie. Im Jahr 2013 gabn 82% der Schüler der weiterführenden Schulen an, die Schule zu mögen, verglichen mit 64% im Jahr 2025. Der schulische Druck bleibt erhöht, wobei 54% der Mädchen und 36% der Jungen erhebliche Belastungen durch Schularbeiten melden. Bei den Klassenraummetriken berichteten Mädchen über höhere Raten von körperlichen Beschwerden, Verhaltensschwierigkeiten und psychischer Belastung als im Jahr 2017. Auch die Beziehungen zu Gleichaltrigen haben sich verschlechtert; der Anteil der Mädchen, die eine positive Klassenatmosphäre angaben, sank von 84% im Jahr 2017 auf 71% im Jahr 2025, begleitet von mehr Meldungen über Mobbing.

Schulzufriedenheit und tägliches Frühstück bei niederländischen Jugendlichen%
Schule mögen (2013)
82 %
Schule mögen (2025)
64 %
Tägliches Frühstück (2017)
78 %
Tägliches Frühstück (2025)
63 %

Daten aus dem Artikeltext

Veränderte Alltagsgewohnheiten und Substanzkonsum

Die Lebensstilmuster der niederländischen Schüler zeigten gemischte Entwicklungen in den Bereichen Ernährung und Substanzkonsum. Das tägliche Frühstücken ging von 78% der Schüler im Jahr 2017 auf 63% im Jahr 2025 zurück. Im Gegensatz dazu stieg der tägliche Obstkonsum bei Grundschülern von 42% auf 54% und erreichte damit den höchsten Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2001, während Jungen in der Grundschule häufiger Sport trieben. Beim Substanzkonsum übertrafen die Mädchen der weiterführenden Schulen die Jungen bei den Raten des Rauchens und Vapens; im Jahr 2025 gaben 12% der Mädchen an, im vergangenen Monat geraucht zu haben, gegenüber 8% der Jungen.

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