Sicherheit · Ahmedabad, Diu und Leicester
Air-India-Unglück: Abschlussbericht verpasst Jahrestag – Familien und Piloten fordern Transparenz
Indische Ermittler werden die Ein-Jahres-Frist für einen Abschlussbericht zum Absturz des Air-India-Fluges 171, bei dem 260 Menschen starben, verstreichen lassen und verweisen auf eine noch nicht abgeschlossene Triebwerksanalyse. Angehörige der Opfer und Pilotengruppen werfen den Ermittlern mangelnde Transparenz vor.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SudOuest.fr, The Independent, Mediapart und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Indische Ermittler werden die Ein-Jahres-Frist für den Abschlussbericht zum Absturz des Air-India-Fluges 171 verstreichen lassen und verweisen auf die Notwendigkeit, die Triebwerksanalyse in den USA abzuschließen. Stattdessen wird eine Zwischenerklärung erwartet.
Ein Zwischenbericht ergab, dass beide Treibstoffregelventile der Triebwerke kurz nach dem Start auf 'CUTOFF' gestellt wurden, stellte jedoch nicht fest, ob dies auf eine Handlung des Piloten oder einen technischen Fehler zurückzuführen war.
Die Federation of Indian Pilots hat die Zusammensetzung der Untersuchung kritisiert und die Möglichkeit einer elektrischen Störung ins Spiel gebracht, die die Treibstoffabschaltung ohne Eingreifen des Piloten verursacht haben könnte.
Pushkaraj Sabharwal hat das höchste Gericht Indiens gebeten, eine unabhängige Untersuchung anzuordnen, und bezeichnete den Zwischenbericht als 'voll von Fehlern' und voreingenommen gegen die verstorbenen Piloten.
Vishwash Kumar Ramesh, der einzige Überlebende des Absturzes, hat 'Ehrlichkeit, Transparenz und Antworten' gefordert und hat weiterhin mit körperlichen, psychischen und finanziellen Problemen zu kämpfen.
- 1.04.Ermittler führen Triebwerkstests im Rahmen der laufenden Untersuchung durch.
- 1.05.Indische Ermittler besuchen Frankreich zur Analyse der Triebwerkssteuerung.
- 12.06.Erster Jahrestag: Frist für Abschlussbericht verpasst; Zwischenerklärung erwartet.
Ein Jahr nach dem Absturz des Air-India-Fluges 171 kurz nach dem Start in Ahmedabad, bei dem 260 Menschen ums Leben kamen, ist die offizielle Untersuchung noch nicht abgeschlossen. Indische Ermittler werden voraussichtlich am Freitag, dem Jahrestag, nur eine Zwischenerklärung abgeben und den Abschlussbericht um mindestens drei Monate verschieben, während Triebwerkskomponenten in den USA untersucht werden.
Der Absturz und seine unmittelbaren Folgen
Die Boeing 787-8, die nach London Gatwick unterwegs war, stürzte am 12. Juni 2025 nur 32 Sekunden nach dem Start ab. Sie raste in eine medizinische Hochschule, tötete 241 der 242 Menschen an Bord und 19 am Boden. Der einzige Überlebende, der britische Staatsbürger Vishwash Kumar Ramesh, ging aus den Trümmern, was die Welt verblüffte. Sein Bruder Ajay war unter den Toten.
„Mehr als alles andere brauchen die Menschen Ehrlichkeit, Transparenz und Antworten. Nichts wird jemals ändern, was passiert ist, aber die Familien verdienen Klarheit.“
Der Zwischenbericht und seine Kritiker
Ein 15-seitiger Zwischenbericht, der einen Monat nach der Katastrophe veröffentlicht wurde, ergab, dass beide Treibstoffregelventile der Triebwerke kurz nach dem Start fast gleichzeitig von „RUN" auf „CUTOFF" gestellt wurden, wodurch die Triebwerke keinen Treibstoff mehr erhielten. Der Bericht enthielt einen kurzen Austausch im Cockpit, in dem ein Pilot den anderen fragte, warum die Treibstoffzufuhr unterbrochen worden sei, eine Frage, die der andere verneinte. Er stellte jedoch nicht fest, ob die Schalter von den Piloten oder aufgrund eines technischen Fehlers betätigt worden waren.
„Um ehrlich zu sein: Sie sind überhaupt nicht transparent.“
Die Federation of Indian Pilots (FIP), die mehr als 5.000 Mitglieder vertritt, hat die Möglichkeit einer elektrischen Störung vor dem Start ins Spiel gebracht, die die Treibstoffzufuhr zu beiden Triebwerken ohne Eingreifen des Piloten hätte unterbrechen können. Die FIP stellte fest, dass das Flugzeug seit Verlassen des Werks ernsthafte elektrische Probleme hatte.
Der Vater des Kapitäns klagt
Pushkaraj Sabharwal, der Vater von Kapitän Sumeet Sabharwal, hat beim Obersten Gerichtshof Indiens einen Antrag auf eine unabhängige Untersuchung gestellt. Er bezeichnete den Zwischenbericht als „voll von Fehlern" und warf ihm vor, sich auf die beiden verstorbenen Piloten zu konzentrieren, die sich nicht verteidigen könnten, ohne wahrscheinlichere technische oder verfahrenstechnische Ursachen zu untersuchen.
Die Diu-Verbindung
Mindestens 15 Passagiere hatten Verbindungen zur Insel Diu, einer ehemaligen portugiesischen Kolonie vor der Westküste Indiens. Unter den Toten waren sieben portugiesische Staatsangehörige von der Insel. Mit nur etwa 50.000 Einwohnern auf 40 Quadratkilometern traf die Katastrophe fast jede Familie in der eng verbundenen Gemeinschaft. Auch Ramesh selbst hat seine Wurzeln in Diu und machte seinen ersten Anruf nach der Flucht aus dem Wrack bei Verwandten dort.
„Im Gegensatz zu einer großen Stadt gehören wir derselben Gemeinschaft an. Wir sind zusammen aufgewachsen. Wir treffen uns zusammen. Wir kennen die Familien der anderen.“
Der Zeitplan der Ermittlungen
Die Ermittler führten im April Triebwerkstests durch und besuchten letzten Monat Frankreich im Rahmen der Analyse der Triebwerkssteuerung. Die Triebwerke wurden zur Untersuchung in die USA geschickt. Nach internationalen Regeln muss ein Abschlussbericht innerhalb eines Jahres nach einem Unfall vorgelegt werden. Ist dies nicht abgeschlossen, muss an jedem Jahrestag eine Zwischenerklärung abgegeben werden.
Der anhaltende Kampf des Überlebenden
Rameshs Vertreter sagte, der Überlebende habe von Air India eine Abschlagszahlung von 21.500 Pfund erhalten, um seine Frau und seinen fünfjährigen Sohn zu unterstützen. Die Familie habe weiterhin mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, und Ramesh habe wiederholt um ein Treffen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Fluggesellschaft gebeten, ein Treffen, das bisher nicht stattgefunden habe. Sein Anwaltsteam bezeichnete die jüngsten Gespräche mit Führungskräften von Air India und Vertretern der Tata Group als konstruktiv, stellte jedoch fest, dass wichtige Probleme ungelöst blieben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SudOuest.frAccident du vol Air India 171 : les familles des victimes en quête de vérité un an après le crash qui avait fait 260 morts
- The IndependentInside the island community where everyone knows an Air India crash victim
- MediapartUn an après l'accident du vol Air India 171, les familles des victimes toujours en quête de vérité
- BBCSole survivor of Air India crash still seeks answers
- Vishwash Kumar Ramesh
- Einziger Überlebender des Absturzes von Air-India-Flug 171; britischer Staatsbürger aus Leicester mit familiären Wurzeln in Diu.
- Charanvir Randhawa
- Präsident der Federation of Indian Pilots (FIP), die über 5.000 Mitglieder vertritt und die Untersuchung des Absturzes kritisiert hat.
- Pushkaraj Sabharwal
- Vater von Kapitän Sumeet Sabharwal, der beim Obersten Gerichtshof Indiens eine unabhängige Untersuchung des Absturzes beantragt hat.
- Sumeet Sabharwal
- Kapitän des Air-India-Fluges 171, ein Pilot mit jahrzehntelanger Erfahrung, der bei dem Absturz ums Leben kam.
- Clive Kunder
- Erster Offizier des Air-India-Fluges 171, der bei dem Absturz ums Leben kam.
- Kantilal Maugi
- Portugiesischer Staatsbürger mit Ursprüngen in Diu, der in Großbritannien lebt und über die Trauer der Gemeinschaft sprach.
- Sanjiv Patel
- Vertreter des einzigen Überlebenden Vishwash Kumar Ramesh.
- Mansukh Lal Bica
- Mitglied der Diu-Gemeinschaft, dessen Schwiegersohn Chandu Baguane zu den bei dem Absturz Getöteten gehörte.
- Orte
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