
Waldbrand bei Aiguamúrcia zwingt 2.500 Menschen in Schutzhaft, während Flammen 114 Hektar verzehren und katalanische Dörfer bedrohen
Ein am Sonntagnachmittag in Aiguamúrcia, Tarragona, gemeldeter Waldbrand hat 114,82 Hektar verbrannt und die Schutzhaft von 2.500 Bewohnern in fünf Gemeinden erzwungen. Feuerwehrleute arbeiten über Nacht, um zu verhindern, dass die Flammen Wohngebiete erreichen.
Feuer bricht aus und breitet sich schnell aus
Ein Waldbrand ist am Sonntag, den 12. Juli 2026, kurz vor 16:00 Uhr im Gebiet Vall d'Infern von Aiguamúrcia (Alt Camp, Tarragona) ausgebrochen. Der Alarm ging bei den Rettungsdiensten um 15:57 Uhr ein. Um 18:15 Uhr hatte das Feuer 80 Hektar Wald vernichtet, und bis 23:00 Uhr war die betroffene Fläche auf 114,82 Hektar angewachsen, davon 99 % Waldfläche. Der Brand breitete sich mit einer Geschwindigkeit von 2 Kilometern pro Stunde aus und setzte Sekundärbrände bis zu 200 Meter vor der Hauptfront frei. Böen erreichten 28 Kilometer pro Stunde, bei Temperaturen um 32 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30 %.
Das Feuer brennt mit hoher Intensität in Waldvegetation und auf einem ansteigenden Hang.
Schutzmaßnahmen und Straßensperrungen
Um 16:47 Uhr ordneten die Behörden die Schutzhaft von rund 2.500 Menschen in fünf Gemeinden an: Aiguamúrcia, La Llacuna, Pontons, Querol und Torrelles de Foix. Die Anordnung betrifft insbesondere die Wohngebiete Ranxos de Bonany, Bon Any, Valldossera, Can Llenes, Mas Gassons, El Mas Vermell und Pontons. Der Zivilschutz forderte die Bewohner auf, Türen und Fenster zu schließen, sich nicht im Gebiet zu bewegen und im Notfall die 112 zu wählen. Die Straße T-244 zwischen Aiguamúrcia und Querol ist komplett gesperrt. Der Brand hat die erste Eindämmungsachse, die T-224, übersprungen, obwohl die Behörden erwarten, dass andere Abschnitte der Strecke helfen, die Flammen zu stoppen.
Löscheinsatz und Strategie
Bis zum späten Abend arbeiteten 270 Einsatzkräfte und 86 Bodeneinheiten durch die Nacht, unterstützt von 14 Luftfahrzeugen. Zwei Großtankflugzeuge wurden vom Ministerium für den ökologischen Wandel angefordert. Die Feuerwehr priorisiert die Schließung beider Flanken, um zu verhindern, dass das Feuer neue Läufe in Richtung der eingeschlossenen Wohngebiete öffnet. Die linke Flanke erhält besondere Aufmerksamkeit, da sie auf die Siedlungen vorrückt. Schweres Gerät wurde in ein nahe gelegenes Freifeldgebiet gebracht, um Eindämmungslinien zu schaffen. Auch Freiwillige Waldschutzgruppen (ADF) leisten Hilfe.
Wir werden das Feuer als stabilisiert betrachten, wenn wir sicher sind, dass die beiden Flanken sich nicht öffnen können, um neue Läufe in Richtung der verschiedenen Siedlungen zu machen.
Mögliches Ausmaß und nächtlicher Ausblick
Brandschutzbeamte warnen, dass das Feuer erheblich wachsen könnte. Der stellvertretende Inspektor der Forstbeamten, Toni Mestres, erklärte, dass die Waldkontinuität in der Zone „extrem groß“ sei, was bedeute, dass sich die betroffene Fläche erheblich ausdehnen könnte. Eine Schätzung geht von potenziell über 2.000 Hektar aus, während eine frühere Einschätzung ein Potenzial von 1.000 Hektar nannte. Der Brand bleibt aktiv, und die Feuerwehr rechnet nicht damit, ihn am Sonntag zu stabilisieren. Die nächtliche Arbeit konzentriert sich auf die Perimeterbildung und die Sicherung der Flanken.
- Notruf eingegangen; Brand im Vall d‘Infern, Aiguamúrcia, gemeldet.
- Schutzhaft für 2.500 Bewohner in fünf Gemeinden angeordnet.
- Feuer erreicht 80 Hektar; Temperatur 32 °C, Luftfeuchtigkeit 30 %, Windböen 28 km/h.
- Betroffene Fläche wächst auf 108 Hektar, vorläufige Daten der Forstbeamten.
- Feuer verlagert sich in Richtung Querol und Pontons; Beamte warnen vor extremer Waldkontinuität.
- Verbrannte Fläche erreicht 114,82 Hektar; 270 Einsatzkräfte arbeiten über Nacht, um die Flanken zu sichern.
Untersuchung der Brandursache
Die Forstbehörden untersuchen den Ursprung des Feuers und schließen keine Hypothese aus. Der Vorfall folgt auf einen Brand am vergangenen Mittwoch in Pla de Manlleu, ebenfalls in Aiguamúrcia, der nun unter Kontrolle ist. Die Behörden stellten fest, dass innerhalb der letzten Woche drei Brände in derselben Gegend gemeldet wurden. Mestres dankte den Gemeinden für ihre Arbeit bei der Errichtung von Feuerschutzstreifen und nannte die von Querol im letzten Jahr gebauten als Beispiel für eine wirksame Vorbereitung.


