
Waldbrand in Aiguamúrcia zwingt 2.500 Menschen in Sicherheitsverwahrung – 80 Hektar in Tarragona verbrannt
Ein am Sonntagnachmittag in Aiguamúrcia (Tarragona) ausgebrochener Waldbrand hat 80 Hektar Wald vernichtet und die Behörden gezwungen, für etwa 2.500 Einwohner in fünf Gemeinden eine Einschließungsanordnung zu erlassen.
Ein sich rasch ausbreitender Waldbrand im Gebiet Vall de l'Infern von Aiguamúrcia, in der katalanischen Region Alt Camp, hat seit seinem Ausbruch kurz vor 16:00 Uhr am Sonntag 80 Hektar Wald vernichtet. Die Feuerwehr der Generalitat leitete einen groß angelegten Einsatz ein, während die Flammen mit etwa 2 Kilometern pro Stunde vorrückten, angetrieben von einem Marinada-Wind mit Böen von bis zu 28 Kilometern pro Stunde.
Der Notfalleinsatz
Die Feuerwehr wurde um 15:57 Uhr alarmiert, und am späten Nachmittag war der Einsatz auf 74 Bodentrupps, 11 Lufteinheiten und 200 Einsatzkräfte der Bombers de la Generalitat angewachsen. Zwei Großraumflugzeuge wurden beim Ministerium für den ökologischen Wandel angefordert. Spezialeinheiten, darunter die Waldeinsatzgruppe (Graf) und das Team zur aktiven Waldverhütung (Epaf), beteiligten sich gemeinsam mit Freiwilligen der Waldschutzgruppen (ADF) an den Maßnahmen.
- Rettungsdienste erhalten Alarm wegen Brand in Vall de l'Infern, Aiguamúrcia
- Zivilschutz ordnet Einschließung von etwa 2.500 Einwohnern in fünf Gemeinden an
- 67 Bodentrupps und 12 Lufteinheiten im Einsatz; Brand auf 80 Hektar geschätzt mit Potenzial auf 400
- Einsatz steigt auf 74 Bodentrupps, 11 Flugzeuge, 200 Feuerwehrleute; Flammen überspringen T-224-Achse
- Verbrannte Fläche bleibt bei 80 Hektar; Temperatur 32°C, Luftfeuchtigkeit 30%, Böen bis 28 km/h
Die Luftressourcen konzentrierten sich auf zwei Flanken: die linke Flanke, die priorisiert wurde, weil sie auf Wohngebiete unter Einschließung zusteuerte, und die rechte Flanke, wo sekundäre Punktbrände etwa 200 Meter vor der Hauptfront entzündeten. Die Bemühungen konzentrierten sich auch darauf, eine Ausdehnung am Brandschwanz zu verhindern, in dessen Nähe schwere Maschinen eingesetzt wurden, um Eindämmungslinien in einem Bereich offener Felder zu öffnen.
Einschließung und Straßensperrungen
Um 16:47 Uhr erließ der Zivilschutz eine Einschließungsanordnung, die die Gemeinden und Wohnsiedlungen Bonany, Valldossera, Mas Bermell und Can Llenes in Querol; Mas Gassons in Aiguamúrcia; La Llacuna; und Torrelles de Foix umfasste. Die Bewohner wurden angewiesen, Türen und Fenster zu schließen, den Verkehr in der Gegend zu vermeiden und im Notfall die 112 zu wählen. Die Anordnung wird kontinuierlich auf eine mögliche Ausweitung überprüft.
Der katalanische Verkehrsdienst meldete eine vollständige Verkehrssperrung auf der Straße T-244 zwischen Aiguamúrcia und Querol. Das Feuer hatte bereits die erste geplante Einschließungsachse, die T-224, übersprungen, obwohl die Behörden erwarten, dass andere Abschnitte dieser Route helfen, die Flammen zu stoppen.
Bedingungen, die den Brand begünstigen
Die Wetterbedingungen am Brandort um 18:15 Uhr umfassten eine Temperatur von 32 Grad Celsius, eine relative Luftfeuchtigkeit von 30 Prozent, einen anhaltenden Wind von 8 Kilometern pro Stunde und Böen von bis zu 28 Kilometern pro Stunde. Die Kombination aus Hitze, niedriger Luftfeuchtigkeit und Wind schuf nach Angaben der Feuerwehr äußerst günstige Bedingungen für die Brandausbreitung. Berechnungen des Geografischen Informationssystems (GIS) ergaben, dass 97,37 Prozent der betroffenen Fläche Wald und der Rest Buschland sind.
Das Feuer brennt mit hoher Intensität und in aufsteigendem Muster, angetrieben durch den Marinada-Wind.
Jüngste Brandgeschichte in der Region
Das Feuer am Sonntag folgt auf einen separaten Brand, der am vorherigen Mittwoch in Pla de Manlleu, ebenfalls in der Gemeinde Aiguamúrcia, ausgebrochen war. Dieser frühere Brand wurde inzwischen von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht. Das Gebiet Vall de l'Infern, in dem der aktuelle Brand ausbrach, war auch der Ausgangspunkt des Brandes am Mittwoch.
Mitarbeiter der Agents Rurals arbeiten weiterhin am Boden und mit der Luftunterstützungsgruppe, um die Auswirkungen des Brandes zu bewerten. Vorläufige Schätzungen deuten darauf hin, dass der Brand bis zu 400 Hektar verbrennen könnte, wenn die Eindämmungsbemühungen nicht erfolgreich sind.


