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Kurz gefasst

  • Die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft beantragt sechs Jahre Haft für Ignacio González wegen des Vorwurfs der Bestechung (cohecho) im Zusammenhang mit Vorgängen aus den Jahren 2004 und 2006.

  • Aguirre erklärte vor Gericht, sie sei an der Vergabe zweier öffentlicher Aufträge im Zusammenhang mit dem Golfübungsplatz nicht beteiligt gewesen, und González und Ildefonso de Miguel hätten ihr nie Einzelheiten der Arbeiten mitgeteilt.

  • Aguirre sagte, die Idee stamme aus einer Reise nach Tokio im Jahr 1978, als sie im Tourismusministerium arbeitete, und sie habe sie für Chamberí statt eines Hubschrauberlandeplatzes vorgeschlagen.

Madrid
Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. Juni 2004Die Führung des Canal unter De Miguel und González treibt eine Änderung voran, die mutmaßlich Angehörigen von González zugutekommt
  2. 2017González wird festgenommen und verbringt sechs Monate in Haft; Aguirre tritt als Sprecherin und Stadträtin zurück
  3. 22.10.Aguirre sagt als Zeugin vor der Audiencia Nacional aus

Aussage vor der Audiencia Nacional

Esperanza Aguirre, frühere Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, erschien am Donnerstag, 22. Oktober, als Zeugin im Verfahren des Lezo-Falls vor der Audiencia Nacional. Beim Eintreffen sagte sie gegenüber Journalisten, sie werde die ganze Wahrheit sagen, und distanzierte sich von den Handlungen von Ignacio González, ihrem früheren Stellvertreter und Amtsnachfolger. Im Gerichtssaal räumte sie ein, die Idee für einen Golfübungsplatz am dritten Stausee des Canal de Isabel II sei ihre gewesen, erklärte aber, an der Vergabe der Bauarbeiten nicht beteiligt gewesen zu sein.

Das Verfahren betrifft mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei zwei öffentlichen Aufträgen, die der Canal de Isabel II für den Golfübungsplatz vergab und die nach Auffassung der Staatsanwaltschaft einem Bruder und einem Schwager von González zugutekamen. Neben González sitzen unter anderem Ildefonso de Miguel, Geschäftsführer des Canal zwischen 2003 und 2009, sowie drei Teilhaber der Firma TCT auf der Anklagebank: José Antonio Clemente, Pablo Manuel González und Juan José Caballero. Bei den beiden Letztgenannten handelt es sich um den Bruder und den Schwager von González. Den vorläufigen Schlussfolgerungen der Anklage zufolge trieb die Führung des Canal unter De Miguel und González im Juni 2004 die Bearbeitung einer Änderung voran und erleichterte sie, die Angehörigen von González zugutekommen sollte.

Der Golfübungsplatz

Aguirre erklärte, die Idee sei gänzlich ihre gewesen, und führte sie auf eine Reise nach Tokio im Jahr 1978 zurück, als sie Beamtin im Tourismusministerium war und zahlreiche Übungsplätze innerhalb der Stadt sah. Sie argumentierte, Chamberí, ein Stadtteil mit wenigen Parks oder Sportflächen, sei eine bessere Nutzung des Geländes als ein Hubschrauberlandeplatz. Zur Verteidigung des Projekts sagte sie vor Gericht:

„Besser das als ein Hubschrauberlandeplatz für Bono und König Juan Carlos.“

Esperanza Aguirre, Frühere Präsidentin

Aguirre sagte, José Bono habe den Hubschrauberlandeplatz genutzt, um nach Hause zu fliegen, und auch König Juan Carlos habe ihn verwendet. Zeugen in früheren Sitzungen, darunter ein früherer Technischer Leiter des Canal de Isabel II, erklärten, er habe vor allem nahegelegenen Krankenhäusern für Transplantationen gedient. Aguirre sagte zudem, der Stadtrat habe das Projekt nicht als von allgemeinem Interesse eingestuft und die Genehmigung verweigert, woraufhin sie zugestimmt habe, es als solches erklären zu lassen. LaSexta berichtete, sie habe erklärt, sich nicht an Einzelheiten der Bauabwicklung oder der Vergaben erinnern zu können.

Bestreiten der Beteiligung

Aguirre sagte, der Canal befinde sich im Eigentum der Regionalregierung, werde aber von seinem Verwaltungsrat geführt, weshalb sie bei den Vergaben keine Rolle gespielt habe. González und De Miguel hätten ihr nie Einzelheiten der Arbeiten mitgeteilt, sagte sie, und beschrieb eine lange berufliche Zusammenarbeit mit González, die über den Madrider Stadtrat und später das Bildungsministerium verlaufen sei. Auf die Frage, ob sie gewusst habe, was González tue, antwortete sie:

„Woher hätte ich das wissen sollen?“

Esperanza Aguirre, Frühere Präsidentin

Gegenüber Journalisten sagte sie, sie habe von den familiären Verbindungen von González zu den Aufträgen erst rund 20 Jahre später aus der Presse erfahren. Die Staatsanwaltschaft fordert sechs Jahre Haft für González wegen des Vorwurfs der Bestechung (cohecho) im Zusammenhang mit Vorgängen aus den Jahren 2004 und 2006, als er Vizepräsident der Regionalregierung und Leiter des Canal de Isabel II war.

Ihr Rücktritt 2017

Als González 2017 ins Gefängnis kam, trat Aguirre als Sprecherin und Stadträtin im Madrider Stadtrat zurück. González war nach seiner Festnahme in jenem Jahr sechs Monate in Haft gewesen. Vor Gericht sagte sie, sie habe politische Verantwortung übernommen und nicht mehr:

„Ich bin bereits zurückgetreten, um politische Verantwortung zu übernehmen, niemals rechtliche oder strafrechtliche.“

Esperanza Aguirre, Frühere Präsidentin

Die Forderung der Staatsanwaltschaft nach sechs Jahren Haft ist die Strafe, die in dieser Phase des Verfahrens gegen González verlangt wird.

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Quellen und Kontext

  • LaSextavor 1 Std.Aguirre verteidigt den Bau des Golfplatzes, der ihren Vizepräsidenten auf die Anklagebank brachte: „Besser das als ein Hubschrauberlandeplatz für Bono und König Juan Carlos“Aguirre defiende la construcción del campo de golf que llevó al banquillo a su vicepresidente: "Mejor eso que un helipuerto para Bono y el rey Juan Carlos" · Original auf Spanisch
  • EL MUNDOvor 2 Std.Esperanza Aguirre zum Fall Lezo: „Ich bin zurückgetreten, um politische Verantwortung zu übernehmen“Esperanza Aguirre, sobre el caso Lezo: "Dimití por asumir responsabilidad política" · Original auf Spanisch
  • europa pressvor 2 Std.Aguirre distanziert sich von der Vergabe des Golfplatzes Canal de Isabel II im Fall LezoAguirre se desliga de la adjudicación del campo de golf del Canal de Isabel II en el caso Lezo · Original auf Spanisch
  • La Razónvor 2 Std.Aguirre sagt, die Idee zum Bau eines Golfplatzes stammte von ihr, distanziert sich aber von den UnregelmäßigkeitenAguirre dice que la idea de construir un campo de golf fue suya pero se desliga de las irregularidades · Original auf Spanisch
Esperanza Aguirre
Frühere Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, die als Zeugin im Lezo-Fall aussagte
Ignacio González
Früherer Vizepräsident der Madrider Regionalregierung und früherer Leiter des Canal de Isabel II, Hauptangeklagter im Lezo-Fall
José Bono
Früherer Minister, den Aguirre im Zusammenhang mit dem Hubschrauberlandeplatz nannte

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Veröffentlicht heute um 13:51.

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In diesem Text

  1. 1Aussage vor der Audiencia NacionalAussage vor der Audiencia Nacional
  2. 2Der GolfübungsplatzDer Golfübungsplatz
  3. 3Bestreiten der BeteiligungBestreiten der Beteiligung
  4. 4Ihr Rücktritt 2017Ihr Rücktritt 2017

Auf Grundlage von Berichten von

LaSexta, EL MUNDO, europa press, La Razón, eldiario.es

Liste der Quellen

Regierung · Madrid

Aguirre sagt im Lezo-Prozess, die Idee für den Golfübungsplatz sei ihre gewesen, bestreitet aber Rolle bei Auftragsvergaben

Die frühere Madrider Regionalpräsidentin Esperanza Aguirre hat am Donnerstag, 22. Oktober, vor der Audiencia Nacional ausgesagt, die Idee für den Golfübungsplatz am Canal de Isabel II sei ihre gewesen, und zugleich jede Beteiligung an der Vergabe der damit verbundenen Aufträge bestritten.

Madrid

Fragen zu diesem Text

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, EL MUNDO, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 13:51.

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Was inspirierte Esperanza Aguirre dazu, den Golfübungsplatz vorzuschlagen?
Wie viele Jahre Haft fordern die Staatsanwälte für Ignacio González?
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