
Vier Affen im Kofferraum am Grenzübergang Moravița entdeckt; ukrainische Fahrerin beruft sich auf Erbschaft
Rumänische Grenzpolizisten entdeckten am 17. Juli vier lebende Affen in zwei Kartons im Auto eines ukrainischen Wagens am Grenzübergang Moravița. Die 47-jährige Fahrerin hatte keine legalen Papiere für die Tiere.
Der Fund
Gegen 06:40 Uhr am Morgen des 17. Juli 2026 stellten sich drei ukrainische Staatsbürger, die in einem Auto mit ukrainischem Kennzeichen reisten, an der Grenzübergangsstelle Moravița im Westen Rumäniens zur Grenzabfertigung. Grenzpolizisten führten gemeinsam mit Zollbeamten eine gründliche Kontrolle des Fahrzeugs durch. Im Kofferraum fanden sie zwei Kartons. Als sie die Kartons öffneten, entdeckten sie darin vier lebende Affen. Die Tiere wurden der 47-jährigen Fahrerin zugeordnet.
Die Erklärung der Fahrerin
Die Fahrerin sagte den Beamten, die Affen seien eine Erbschaft von ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Sie konnte keine legalen Dokumente über die Herkunft, den Besitz oder den Transport der Tiere vorlegen. Stattdessen zeigte sie den Behörden lediglich ein Foto eines Dokuments, das angeblich eine Einfuhrgenehmigung für die Affen aus Syrien in die Ukraine war. Die Grenzpolizei stellte fest, dass dieses Foto nicht den rechtlichen Anforderungen für die Einfuhr lebender Tiere in die Europäische Union genügte.
Sie gab an, die Affen von ihrer kürzlich verstorbenen Mutter geerbt zu haben.
CITES- und EU-Einfuhrbestimmungen
Die rumänische Zollbehörde bestätigte später, dass alle Primatenarten durch das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) geschützt sind. Sowohl nach europäischem als auch nach nationalem Recht ist die Einfuhr von CITES-gelisteten Tieren in das EU-Gebiet nur auf der Grundlage spezifischer Dokumente zulässig. Die Fahrerin besaß keine davon. Der Fall verdeutlicht die strengen Kontrollen an den EU-Außengrenzen, die den Wildtierhandel verhindern sollen.
Ermittlungen und Unterbringung der Tiere
Nach dem Fund ordneten die Grenzpolizisten rechtliche Maßnahmen an und leiteten Ermittlungen ein, um alle Umstände zu klären. Die genaue Art der Anklage wurde nicht bekannt gegeben. Die vier Affen wurden Vertretern der Direktion für Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit Timiș (DSVSA Timiș) übergeben, die sich nun um die Tiere kümmern wird, während das rechtliche Verfahren läuft.
Es wurden rechtliche Maßnahmen in dem Fall angeordnet, und die Ermittlungen dauern an, um alle Umstände zu klären und die erforderlichen rechtlichen Schritte einzuleiten. Die vier Affen wurden Vertretern der Direktion für Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit Timiș übergeben.


