Feuer auf Schiff im Schwarzen Meer vor Rumänien: acht Besatzungsmitglieder vermisst – Sorge vor Drohnenangriff
Die rumänischen Behörden teilten mit, dass sich zwölf Menschen an Bord des Schiffes befanden, als am Morgen des Donnerstag, 15. Oktober, ein Feuer ausbrach. Vier sind sicher und unverletzt, die Ursache des Brandes ist bislang nicht geklärt.
Das Feuer
Die rumänischen Behörden teilten mit, dass am Morgen des Donnerstag, 15. Oktober, auf einem unter der Flagge San Marinos fahrenden Schiff im Schwarzen Meer ein Feuer ausgebrochen sei. Die rumänische Schifffahrtsbehörde erklärte, es hätten sich zwölf Menschen an Bord befunden, vier seien sicher und unverletzt, acht würden vermisst. Die Behörde machte keine Angaben dazu, ob das Schiff von einer Drohne getroffen wurde oder ob ein Unfall den Brand ausgelöst hat; die Ursache bleibt somit unbestätigt.
Rettung und das Schiff
Rumänische Rettungskräfte eilten am Mittwochabend vor Sulina nahe der ukrainischen Grenze dem Tanker Yara J zu Hilfe, der unter der Flagge der Komoren fährt. Nach Angaben von VesselFinder transportiert die Yara J Erdöl- und Chemieprodukte. Verteidigungsminister Radu Miruta sagte, die Besatzung habe das Feuer aus eigener Kraft löschen können, und das Schiff habe seit mehreren Tagen etwa 8 bis 10 Seemeilen südöstlich des Sulina-Kanals innerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer geankert und sei leer gewesen. Die Angaben zur Flagge gehen auseinander: Einige Berichte bezeichnen das brennende Schiff als den unter der Flagge der Komoren fahrenden Tanker, andere als unter der Flagge San Marinos fahrend; die Quellen klären die Frage nicht.
Drohnenangriffe in der Region
Miruta sagte, es sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, um zu klären, ob das Schiff von einer Drohne getroffen wurde; er nannte den Fall sehr ernst, weil sich solche Vorfälle in rumänischen Hoheitsgewässern ereigneten. Nach Berichten sollen seit der vergangenen Woche von Russland gestartete Drohnen mehrere Schiffe vor Rumänien und Bulgarien getroffen haben. Ein Bericht zählt fünf seit Anfang Oktober vor den beiden Ländern getroffene Handelsschiffe, wobei etwa 23 Seeleute getötet oder vermisst werden. Ein weiterer Bericht besagt, dass ein Drohnenangriff auf zwei Schiffe vor Bulgarien am Dienstag, 13. Oktober, eines der Schiffe sinken ließ und bis Donnerstag elf Seeleute vermisst werden.
- Drohnenangriff auf zwei Schiffe vor Bulgarien, eines davon gesunken
- Rettungskräfte eilen am Abend dem Tanker Yara J vor Sulina zu Hilfe
- Feuer auf einem unter der Flagge San Marinos fahrenden Schiff mit zwölf Menschen an Bord, acht vermisst
Warum die Wasserstraße wichtig ist
Der Sulina-Kanal der Donau ist eine wichtige Route für ukrainische Getreideexporte. Das Feuer in rumänischen Gewässern ereignete sich nach einem russischen Angriff auf die Ukraine über Nacht, wie ein Bericht nahelegt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Berichte liefen die Such- und Rettungsarbeiten noch.

