
Griechische Steuerbehörde schließt Kiosk und Restaurant auf Mykonos wegen 90.000 Euro nicht ausgestellter Quittungen
Griechische Steuerprüfer ordneten zweitägige Schließungen und Geldstrafen auf Mykonos an, nachdem sie in einem Kiosk mehr als 90.000 Euro an nicht ausgestellten Quittungen und Verstöße in einem Restaurant entdeckt hatten.
Steuerhinterziehung in Ano Mera-Kiosk aufgedeckt
Prüfer der Unabhängigen Behörde für öffentliche Einnahmen (AADE) deckten Steuerverstöße in einem Kiosk im Dorf Ano Mera auf der Insel Mykonos auf. Während der Außenprüfung untersuchten Steuerbeamte ein internes Tagebuch der Geschäftsinhaberin, das über einen Zeitraum von vier Monaten nicht verbuchte Transaktionen festhielt. Durch den Vergleich der detaillierten Einträge in diesem handschriftlichen Notizbuch mit den bei den Steuerbehörden eingereichten offiziellen Meldungen stellten die Ermittler fest, dass mehr als 90.000 Euro Umsatz nicht erfasst worden waren. Der Kiosk hatte über den gesamten Zeitraum von vier Monaten systematisch die erforderlichen Verkaufsquittungen an Kunden nicht ausgestellt. Nach der formellen Bestätigung der nicht gemeldeten Einnahmen verhängte die Steuerbehörde eine Geldstrafe von über 5.000 Euro gegen das Unternehmen. Zusätzlich zur Geldstrafe verfügte die AADE eine Verwaltungssanktion, die den Geschäftsbetrieb des Kiosks für zwei volle Tage aussetzte.
Sanktionen und Schließung für Restaurant auf Mykonos
Eine zweite gezielte Inspektion auf Mykonos konzentrierte sich auf ein bekanntes Restaurant und Café-Bar-Etablissement. Steuerprüfer prüften das Lokal am Meer und stellten fest, dass das Unternehmen keine obligatorischen Steuerdokumente und Transaktionsbelege ausgestellt hatte. Die Aufsichtsbehörde verhängte sofort finanzielle Strafen gegen die Geschäftsinhaber wegen der festgestellten Buchhaltungsmängel. Neben den Geldstrafen ordnete die AADE eine zweitägige Betriebsschließung des Restaurants und der Café-Bar an. Die Verwaltungssperre verlangte, dass das Lokal während des 48-stündigen Schließungszeitraums alle Speisen-, Getränke- und Kundendienste einstellt. Sowohl der Kiosk als auch das Restaurant erhielten nach der Bestätigung der Verstöße vor Ort die gleiche zweitägige Betriebssperre.
- Kiosk Ano Mera
- 2 Tage
- Restaurant und Café-Bar Mykonos
- 2 Tage
Abgleich digitaler Dateien mit physischen Aufzeichnungen
Die Durchsetzungsmaßnahmen auf Mykonos stützten sich auf die Kombination digitaler Aufzeichnungen der nationalen elektronischen Buchhaltungsplattform myDATA mit nicht-steuerlichen physischen Beweisen vor Ort. Prüfteams analysierten Echtzeit-Digitalmeldungen, die über die Plattform übermittelt wurden, um die Basis der gemeldeten Geschäftstransaktionen zu ermitteln. Die Beamten gleichen dann diese zentralen digitalen Einträge direkt mit physischen Aufzeichnungen ab, einschließlich des persönlichen Tagebuchs des Kioskbesitzers in Ano Mera. AADE-Beamte erklärten, dass die Verwendung nicht-fiskalischer Beweise zusammen mit elektronischen Daten den Prüfmechanismen einen umfassenden Einblick in den tatsächlichen Unternehmensumsatz verschafft, anstatt sich ausschließlich auf selbst gemeldete Steuererklärungen zu verlassen.
Vom Tagebuch eines Kiosks bis zur Aktivität am Meer: Daten hinterlassen Spuren, und Spuren führen zu Prüfungen.
Intensive Inspektionskampagne auf Kykladen-Touristenziele
Die Durchsetzungsmaßnahmen auf Mykonos sind Teil einer laufenden Prüfungskampagne, die auf Touristenziele auf den Kykladen und in ganz Griechenland abzielt. Inspektionsteams der AADE sind in stark frequentierten Gewerbezonen, Touristengebieten und Strandbereichen im Einsatz, um die Einhaltung der Vorschriften während der Sommersaison zu überprüfen. Die Prüfer führen weiterhin überraschende Inspektionen durch, indem sie digitale Datenströme mit sofortigen physischen Prüfungen der Konten vor Ort kombinieren. Die griechischen Steuerbehörden stellten fest, dass diese gezielten Feldkontrollen mit unverminderter Intensität auf den Inselzielen fortgesetzt werden. Weitere saisonale Unternehmen in den Bereichen Gastgewerbe, Gastronomie und Einzelhandel bleiben Gegenstand laufender elektronischer Überprüfungen und direkter Inspektionsbesuche.


