Sicherheit · Paris, Lyon und Bordeaux
Französische Proteste breiten sich aus – Pariser Polizei nimmt bei nicht genehmigten Märschen 61 Menschen fest
Von Schülern angeführte Proteste und von Gewerkschaften unterstützte Kundgebungen gegen die steigenden Lebenshaltungskosten breiteten sich am Samstag, 17. Oktober, in ganz Frankreich aus; bis 11:00 Uhr wurden in Paris 61 Festnahmen registriert.
Protestierende in ganz Frankreich riefen für Samstag, 17. Oktober, zu Straßendemonstrationen gegen die steigenden Lebenshaltungskosten auf und schlossen sich damit Gymnasiasten an, die seit mehr als drei Wochen Schulen blockieren. In Paris löste die Polizei zwei nicht genehmigte Märsche auf. Einer begann nahe dem Gare du Nord mit etwa hundert Menschen, ein weiterer mit rund hundert Gymnasiasten startete in der Rue de Rennes. Bis 11:00 Uhr an diesem Morgen hatte die Polizei 61 Festnahmen und 589 präventive Kontrollen durchgeführt. Die Pariser Polizeipräfektur teilte mit, bis 9:30 Uhr seien 40 Festnahmen erfolgt, überwiegend wegen des Mitführens verbotener Waffen oder Schutzausrüstung.
Der Mobilisierung waren Aufrufe in den sozialen Medien vorausgegangen, die Gelbwesten-Bewegung wiederzubeleben, die 2018 als Reaktion auf soziale Ungerechtigkeit entstanden war. Auch die CGT, eine der großen französischen Gewerkschaften, unterstützt die Proteste. In Lyon vernagelten Geschäftsinhaber im Stadtzentrum ihre Schaufenster, nachdem eine Demonstration am Dienstag, 13. Oktober, von zahlreichen Zwischenfällen geprägt war. In Bordeaux wurde für 14:00 Uhr an diesem Tag eine Demonstration erwartet. Protestierende richteten sich zudem gegen die Büros von CNEWS, wo an diesem Morgen 21 Festnahmen erfolgten.
Quellen und Kontext
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