
Berlin und Brandenburg bereiten sich auf 41°C-Hitzewelle vor – Rekorde drohen zu fallen, Autobahnen verziehen sich
Die Temperaturen in Berlin und Brandenburg steigen am Samstag und Sonntag auf 41°C, warnt der Deutsche Wetterdienst. Damit einher gehen Tropennächte, Gewitter und eine Reihe von Beeinträchtigungen – von gesperrten Autobahnen bis zu abgesagten Veranstaltungen.
Eine schwere Hitzewelle legt sich über Berlin und Brandenburg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für das Wochenende Spitzentemperaturen von 41°C. Die extreme Hitze führt bereits zu Schäden an Autobahnen, Waldbränden und Veranstaltungsabsagen, während Behörden den Gefängnisalltag anpassen und vor Ertrinkungsgefahr warnen.
Hitzewelle erreicht am Wochenende ihren Höhepunkt
Am Freitag werden Höchstwerte von 33 bis 37°C erwartet, die heißesten Orte liegen im Süden Brandenburgs. Die Nacht zum Samstag wird tropisch mit Tiefstwerten nicht unter 20°C. Am Samstag steigen die Temperaturen bei meist sonnigem Himmel auf 38–41°C, vereinzelt können sich im Westen Brandenburgs Hitzegewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen entwickeln. Der Sonntag wird ähnlich heiß: 37–41°C, mit steigendem Risiko kräftiger, aber lokaler Gewitter am Nachmittag und Abend.
Wir kommen definitiv in die Nähe von Rekorden.
- Freitag: 33–37°C, Tropennacht (Tiefstwerte 17–22°C)
- Samstag: 38–41°C, vereinzelte Hitzegewitter im Westen
- Sonntag: 37–41°C, Risiko starker lokaler Gewitter
- Montag: Abkühlung auf 27–32°C, nächtliche Tiefstwerte um 20°C
Rekorde in Reichweite
Der DWD hält neue Temperaturrekorde für wahrscheinlich. Der Berliner Höchstwert von 38,9°C, aufgestellt am 7. August 2015 in Berlin-Kaniswall, und der Brandenburger Rekord von 38,9°C vom 19. Juni 2022 in Cottbus könnten beide übertroffen werden. Die prognostizierten 41°C wären der heißeste Junitag, der je in der Region gemessen wurde.
- Berliner Rekord (2015)
- 38.9 °C
- Brandenburger Rekord (2022)
- 38.9 °C
- Prognostizierter Wochenendspitzenwert
- 41 °C
Autobahnen, Wälder und Veranstaltungen beeinträchtigt
Hitzeschäden haben bereits zur Sperrung von Abschnitten der Autobahnen A2 und A10 geführt. Die Waldbrandgefahr steigt, die Feuerwehr wurde am Donnerstag zu mehreren Bränden in Brandenburg gerufen. Zahlreiche Open-Air-Feste und Sportveranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben. Die Bruno-Mars-Konzerte im Berliner Olympiastadion am Freitag und Sonntag finden statt, mit kostenlosem Trinkwasser und gelockerten Regeln für mitgebrachte alkoholfreie Getränke. Auch das Saisonabschlusskonzert der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne am Samstag ist geplant.
Gefängnisse passen sich an die Hitze an
Der Berliner Justizvollzug verlängert die Aufenthaltszeiten im Freien auf die kühleren Morgen- und Abendstunden, ermöglicht häufigere Duschen und öffnet Zellen für Querlüftung. Insassen können Ventilatoren kaufen, es wurden Wasserspender installiert. Die Speisepläne werden auf leichtere Kost umgestellt, Mitarbeiter im Außendienst erhalten Sonnenhüte, Sonnenbrillen und Sonnencreme.
Sicherheitswarnungen nach Badeunfall
Ein Jugendlicher ist am Donnerstag in der Berliner Krummen Lanke ertrunken. Die Rettungsdienste mahnen zur Vorsicht, besonders bei Kindern. Robert Büschel von der DLRG Brandenburg rät, nach dem Sonnenbad langsam ins Wasser zu gehen und Nichtschwimmer ständig im Blick zu behalten.
Wenn Sie mit Kindern ans Wasser gehen: Lassen Sie Ihre Kinder nicht aus den Augen!
Am Montag zieht kühlere Luft heran, mit Höchstwerten von 27 bis 32°C und nächtlichen Tiefstwerten um 20°C.


