Über 194.000 Pilger verehren in Iași die Reliquien der heiligen Parascheva an ihrem Festtag
Nach Angaben der Organisatoren haben seit der Eröffnung der Wallfahrt am 8. Oktober mehr als 194.000 Menschen die Reliquien verehrt. Am Abend des 14. Oktober standen noch etwa 10.000 Menschen in der Schlange und mussten rund vier Stunden warten.
Die Zahl der Pilger
Nach Angaben der Organisatoren haben seit der Eröffnung der Wallfahrt am 8. Oktober mehr als 194.000 Menschen die Reliquien der heiligen Parascheva und des heiligen Paisius von Sihăstria verehrt. Diese Zahl wurde für den Abend des 14. Oktober gemeldet, den Festtag selbst. Frühere Zählungen lagen niedriger: mehr als 155.000 am Abend des 13. Oktober und 170.000 in der Nacht zum 13. Oktober.
- 13. Oktober, Abend
- 155000 Pilger
- 13. Oktober, Nacht
- 170000 Pilger
- 14. Oktober, Abend
- 194000 Pilger
Auch am Abend des 14. Oktober war die Schlange noch lang: Etwa 10.000 Menschen standen entlang einer rund zwei Kilometer langen Warteschlange an. Die Wartezeit unter dem auf dem Metropolitenhof der Kathedrale von Iași aufgestellten Baldachin betrug etwa vier Stunden.
Medizinische Versorgung und Ordnung
Seit dem 8. Oktober benötigten 1.013 Menschen während des Wartens medizinische Hilfe, 58 von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Gendarmen griffen mehrfach in das Geschehen in der Warteschlange ein. Einige Menschen versuchten, sich vorzudrängen, einer von ihnen wurde in Handschellen gelegt. Zwei Männer, die vor einem Gotteshaus über Absperrungen kletterten und sich gewaltsam Zutritt verschaffen wollten, ignorierten Warnungen und leisteten Widerstand gegen die Beamten. Einer von ihnen wurde in Handschellen gelegt, beide wurden wegen des Verdachts des ultraj zur Polizei gebracht. Ein weiterer Mann wurde nach einem Skandal vom Eingang der Metropolie entfernt. Gegen Personen, die die Warteschlange verließen, um schneller zu den Reliquien zu gelangen, wurden vier Geldstrafen in Höhe von insgesamt 900 Lei verhängt.
Gottesdienst am Festtag
Am 14. Oktober feierten 28 Hierarchen aus dem In- und Ausland die Göttliche Liturgie neben dem Altar der Metropolitankathedrale. Unter ihnen waren Teofan, Metropolit der Moldau und der Bukowina, und Dimitros, Metropolit von Frankreich und Exarch von Europa. Auch Vertreter der Schwesterkirchen aus Griechenland, Serbien und Frankreich nahmen teil. Priester Lucian Apopei, Kommunikationsdirektor der Metropolie der Moldau und der Bukowina, sprach mit Agerpres über den Tag.
Der 14. Oktober ist für Iași mehr als ein großes Fest.
Apopei sagte, die liturgischen Antwortgesänge seien vom Akademischen Chor Byzantion gesungen worden. Entlang der Fußgängerzone wurden große Bildschirme aufgestellt, damit Menschen, die den liturgischen Raum nicht erreichen konnten, den Gottesdienst verfolgen konnten.
Wer nach Iași kommt
Apopei beschrieb auch, woher die Pilger kommen, und sagte, die meisten kämen aus orthodoxen Ländern.
Sie kommen vor allem aus den orthodoxen Ländern Serbien, Bulgarien und Griechenland. Sie kommen, weil sie die Gnade spüren.
Eine Touristengruppe aus Norwegen sagte, sie habe von ihrem Reiseleiter von der Heiligen erfahren und finde es interessant, dass eine solche Praxis im Gegensatz zu Norwegen in diesem Land existiere. Ein ugandischer Freiwilliger namens Tikhon sagte, die Woche habe einen starken Eindruck bei ihm hinterlassen. Die Organisatoren hatten 60.000 Sarmale vorbereitet, die am Dienstag von der Direktion für Sozialhilfe gekocht und am Mittwochmittag an die Pilger verteilt wurden.
Die Heilige und die Reliquien
Die Artikel verorten das Leben der Parascheva in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und geben an, ihre Reliquien seien in Târnovo und später in Konstantinopel aufbewahrt worden. Im Jahr 1641 brachte Woiwode Vasile Lupu sie nach Iași, wo sie in der Kirche des Klosters Sfinții Trei Ierarhi aufgestellt wurden. Eine von Doxologia, der Plattform der Erzdiözese von Iași, veröffentlichte Dokumentation besagt, dass in der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember 1888 ein Feuer einen Großteil dieser Kapelle beschädigte, die Reliquien und der sie bedeckende Schleier jedoch unberührt blieben.
- Woiwode Vasile Lupu bringt die Reliquien nach Iași
- Ein Feuer beschädigt die Kapelle, die Reliquien und ihr Schleier bleiben unberührt
- Die Wallfahrt zu den Reliquien in Iași beginnt
- Festtag mit 28 Hierarchen, die die Göttliche Liturgie feiern
- Die Wallfahrt soll enden
1889 wurden die Reliquien in die Metropolitankathedrale überführt. Die Wallfahrt soll am 15. Oktober enden.
