München eröffnet das 191. Oktoberfest – Besucher sprinten nach Verzögerung zu den Bierzelten
Tausende Besucher versammelten sich am Samstagmorgen auf der Theresienwiese und sprinteten nach einer kurzen Sicherheitsverzögerung an den Eingangstoren zu den Bierzelten, um sich Plätze zu sichern.
Morgentore öffnen auf der Theresienwiese
Das 191. Münchner Oktoberfest begann am Samstagmorgen und startete einen 16-tägigen Lauf auf dem Theresienwiesen-Gelände, der bis Sonntag, den 4. Oktober 2026 dauert. Tausende Besucher versammelten sich früh entlang der Umzäunung, um sich ungebuchte Plätze in den Bierhallen für den Eröffnungstag zu sichern. Die Zugangstore öffneten nicht wie geplant um 09:00 Uhr, da die Sicherheitskräfte die Menschenmengen für einige Minuten zurückhielten, um den Zustrom zu bewältigen. Wachen am Eingang der Bavaria-Statue ließen die erste Welle von Besuchern um 09:07 Uhr herein, während der Haupteingang um 09:11 Uhr öffnete. Nachdem sie die Drehkreuze passiert hatten, sprinteten die Besucher in traditioneller Kleidung über das Festgelände, hielten Dirndl-Röcke hoch und trugen traditionelle Trachtenjacken, während sie zu den Zelteingängen eilten. Mehrere Besucher stolperten beim Eröffnungssprint übereinander, standen wieder auf und setzten ihren Weg zu den Zielorten fort.
Menschenmengenkontrolle und Sicherheitsanpassungen
Die Festivalorganisatoren änderten die morgendlichen Einlassverfahren, um die chaotischen Szenen früherer Eröffnungen zu verhindern. Während der Eröffnung 2025 riefen die wartenden Menschenmengen einen nicht genehmigten Countdown und überrannten das Sicherheitspersonal genau um 09:00 Uhr. In den Vorjahren gab es wiederholt Verletzungen beim anfänglichen Ansturm auf die Zelteingänge. Sicherheitskräfte sprachen am Samstagmorgen die vorderen Reihen der Warteschlangen an und führten die Besucher in größeren, organisierten Gruppen zu den Eingängen, anstatt einen unkontrollierten Ansturm zuzulassen. Das Zurückhalten der Menschenmengen unterbrach zeitweise den Zustrom von Personen, die aus verschiedenen Richtungen auf das Gelände kamen. Diese Anpassungen verzögerten den Eröffnungssprint um etwa zehn Minuten, bewahrten aber die Ordnung entlang der Hauptzugangswege.
- Erste Besucher treffen ein, um sich vor dem Festgelände anzustellen
- Schlange erstreckt sich Hunderte von Metern bis zum Alter Messeplatz
- Sicherheitskräfte öffnen den Eingang der Bavaria-Statue
- Haupteingang öffnet, Besucher sprinten zu den Zelten
- Geplantes offizielles Fassanzapfen erlaubt Beginn des Bierausschanks
Nächtliche Wache entlang der Umzäunung
Die Menschenmengen begannen sich am Freitagabend außerhalb der Festivalzäune zu versammeln, vierzehn Stunden bevor das Gelände für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. Die erste Gruppe in der Schlange traf am Freitag um 19:00 Uhr ein mit dem spezifischen Ziel, sich Plätze im Schottenhamel-Zelt zu sichern, um das Anzapfen des ersten Fasses zu erleben. Hinter ihnen verbrachten hauptsächlich junge Besucher aus München und den umliegenden Regionen die Nacht auf dem Bürgersteig mit Schlafsäcken, Klappstühlen und reflektierenden Notfalldecken. Die wartenden Besucher vertrieben sich die Zeit mit Kartenspielen, knüpften neue Bekanntschaften, frisierten sich und aßen Brezeln, um sich auf die Feierlichkeiten vorzubereiten. Bis 07:00 Uhr am Samstag erstreckte sich die Schlange Hunderte von Metern vom Haupteingang zurück bis zur Kreuzung Alter Messeplatz, begleitet von knallenden Sektkorken, Jubel und Applaus unter den Besuchern, die bunte Dirndl und Plastik-Lederhosen trugen.
Das Warten auf das offizielle Anzapfen
Der 19-jährige Münchner Miguel Nodjoumi traf gegen 07:00 Uhr vor den Toren ein und plante einen direkten Sprint zum Hacker-Zelt, bekannt als Himmel der Bayern.
Die Leute sagen immer, Warten sei langweilig, aber ich sage, Warten macht Spaß und dann freut man sich auch auf den ersten Liter Bier. Das wird großartig.
Die Festordnung verbietet den Bierausschank vor dem Mittag, sodass die sitzenden Besucher nach dem Einlass fast drei Stunden in den Zelten warten müssen. Das Festival öffnet offiziell um 12:00 Uhr die Zapfhähne, danach dürfen die Bedienungen Literkrüge mit speziell gebrautem Festbier füllen. Klarer Himmel und Sonnenschein sorgten für warme spätsommerliche Bedingungen in München, während sich die Zeltbänke vor der Mittagszeremonie des Anzapfens bis auf den letzten Platz füllten.


