
14-Jähriger fährt Auto der Eltern fast 700 km nach Kołobrzeg und wird nach Verfolgungsjagd gestellt
Ein 14-Jähriger nahm in der Nacht in der kleinpolnischen Stadt Wadowice den Renault Kadjar seiner Eltern und wurde nach einer Verfolgungsjagd und einer Suche mit mehr als 100 Beteiligten in Kołobrzeg zu Fuß aufgefunden.
Von Wadowice an die Ostseeküste
Die Reise begann in Wadowice in Kleinpolen, wo die Polizei am 7. Oktober bekannt gab, sie suche nach einem 14-Jährigen, der möglicherweise einen Renault Kadjar fuhr. TVN24 berichtet, dass im Zuge des Aufrufs ein Foto und eine Beschreibung des Jungen veröffentlicht wurden. Die Angaben zur Strecke gehen auseinander: TVN24 spricht von mehr als 700 km, FAKT24 von fast 700 km, und RMF24 beziffert die Fahrt von Andrychów aus auf knapp 750 km. Laut FAKT24 meldeten die Eltern den Jungen als vermisst, als sie bemerkten, dass das Auto weg und ihr Sohn nicht zu Hause war.
Die Polizei in Wadowice beschrieb ihre ersten Erkenntnisse in einer Mitteilung:
Wie erste Erkenntnisse zeigten, nahm er in der Nacht die Schlüssel für den familieneigenen Renault Kadjar an sich und fuhr anschließend in unbekannte Richtung davon.
Verfolgung des Autos quer durch Polen
Die Polizei verfolgte das Handy des Jungen und eine Kartenzahlung an einer Tankstelle in Ruda Śląska, und das Auto wurde später laut TVN24 auf der Strecke bei Opole gesichtet. RMF24 berichtet, das Handy habe ihn in der Woiwodschaft Westpommern verortet, woraufhin der örtliche Polizeikommandant für die ihm unterstellten Beamten Alarm auslöste. Zahlreiche Streifen wurden im gesamten Kreis entsandt. Die Suche in Kołobrzeg mobilisierte mehr als 100 Einsatzkräfte und Freiwillige, darunter Feuerwehrleute, Freiwillige der OSP Robuń, die Rettungsgruppe Paramedic, einen Polizeihundeführer und Drohnenoperatoren mit Wärmebildkameras.
Die Verfolgungsjagd und die Festnahme
Die Verkehrspolizei entdeckte am Mittwoch nach 20:00 Uhr in der Nähe von Stary Borek ein Fahrzeug, das der Beschreibung entsprach. Der Fahrer ignorierte Haltsignale und fuhr weiter in Richtung Kołobrzeg, ließ den Renault dann nahe der Straße Europejska stehen und flüchtete zu Fuß durch Grünland in Richtung Obozowa. Die Gruppe Paramedic fand ihn nach 21:00 Uhr, wobei 24kurier den Fund in die Nähe von Radzików verlegt, während FAKT24 angibt, er sei ruhig die ul. Warszawska in einer nahe gelegenen Wohnsiedlung entlanggegangen. Ein Retter fragte, ob er betrunken sei, und der Junge antwortete, er fahre nicht betrunken. Ein Rettungswagenteam untersuchte ihn und entschied, dass keine Krankenhauseinweisung nötig sei.
- Die Polizei in Wadowice gibt die Suche nach einem 14-Jährigen bekannt, der den familieneigenen Renault Kadjar genommen hat
- Die Verkehrspolizei entdeckt das Auto in der Nähe von Stary Borek, und der Fahrer ignoriert Haltsignale und fährt in Richtung Kołobrzeg weiter
- Die Rettungsgruppe Paramedic findet den Jungen zu Fuß, nachdem er das Auto nahe der ul. Europejska stehen gelassen hat
Die Polizei in Kołobrzeg beschrieb die Folgen in einer Mitteilung:
Er wurde zu einer Polizeidienststelle gebracht. Ein Rettungswagenteam wurde zum Einsatzort gerufen. Nach einer Untersuchung entschieden die Rettungskräfte, dass keine Krankenhauseinweisung nötig sei. Der Junge wurde von seiner Familie abgeholt.
Die Nacht auf der Wache und wie es weitergeht
FAKT24 berichtet, der Junge habe die Nacht auf der Polizeiwache verbracht und sein Vater habe ihn am nächsten Morgen gegen 10 Uhr abgeholt, wobei der Vater sich nicht zu dem Vorfall äußern wollte. Die Polizei erklärte gegenüber FAKT24, der Junge habe sich am Vortag mit seinen Eltern gestritten und beschlossen, nach Kołobrzeg zu fahren, wo die Familie gemeinsam Urlaub gemacht hatte. In der Polizeimitteilung werden Vorwürfe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Missachtung einer Verkehrskontrolle und weiterer Verkehrsdelikte aufgeführt. 24kurier zitiert aus der Polizeimitteilung zum Nichtbefolgen eines Haltebefehls und zum Weiterfahren trotz Licht- und Tonsignalen. Das Familiengericht wird entscheiden, was mit dem Jungen geschieht, und FAKT24 berichtet, dass während der Fahrt kein schwerer Unfall verursacht wurde.

