
11 Festnahmen in Griechenland wegen Brandverstößen – Landwirtschaftsarbeit löst Großbrand in Argolida aus
Die griechischen Behörden haben innerhalb von zwei Tagen 11 Personen wegen brandbezogener Vergehen festgenommen, darunter ein Paar, dessen landwirtschaftliche Arbeit mit einem Traktor und einem Schredder am Freitag einen großen Waldbrand in Fichti, Argolida, auslöste.
Der Brand in Argolida
Am Freitagmorgen brach um 09:51 Uhr ein großer Agrar- und Waldbrand in Fichti in der Gemeinde Argos-Mykines aus. Nach vorläufigen Ermittlungen der Feuerwehr führten ein 57-jähriger Mann und eine 53-jährige Frau landwirtschaftliche Arbeiten mit einem Traktor mit Schredder durch, als Funken die umliegende Vegetation entzündeten. Beide wurden im Rahmen des Flagrante-Delicto-Verfahrens von Beamten der Direktion zur Bekämpfung von Brandstiftungsdelikten (D.A.E.E.) festgenommen, die zur Verstärkung der örtlichen Ermittlungen entsandt worden waren. Der Brand wurde als größerer Vorfall beschrieben, es wurden jedoch keine unmittelbaren Angaben zur verbrannten Fläche gemacht.
Eine Welle von Verstößen bei extremer Gefahr
Über Argolida hinaus wurden im gleichen Zweitageszeitraum neun weitere Personen bei separaten Vorfällen festgenommen. In Katakolo, Ilia, zündete eine 34-jährige Frau am Freitag um 19:52 Uhr eine Leuchtfackel am Strand in der Nähe von Buschland, während das Gebiet unter einer Brandrisikowarnung der Stufe 4 stand. Sie wurde mit 3.000 € bestraft. In Serres wurde ein ausländischer Staatsangehöriger am Samstag um 11:11 Uhr dabei erwischt, wie er in Draviskos in der Nähe einer illegalen Mülldeponie die Plastikumhüllung von Elektrokabeln verbrannte, um Metall zu gewinnen; der von ihm verursachte Brand führte zu einer Geldstrafe von 1.125 €. In Attika verwendeten zwei albanische Staatsangehörige im Alter von 59 und 49 Jahren am Samstag um 09:38 Uhr während einer Warnung der Stufe 5 (extreme Gefahr) einen Winkelschleifer in der Nähe eines Waldgebiets in Kifissia. Sie wurden mit 3.750 € bestraft. Ebenso wurden zwei Männer im Alter von 52 und 41 Jahren in Spata wegen desselben Verstoßes festgenommen und ebenfalls mit 3.750 € bestraft. In Nea Erythraia schnitten ein 74-Jähriger und ein ausländischer Staatsangehöriger Metall und schweißten im Freien in der Nähe von Waldvegetation; sie wurden mit 3.000 € bestraft. Auf Lesbos verursachte ein 18-Jähriger, der in Mystegna heiße Arbeiten mit einem Winkelschleifer durchführte, fahrlässig einen Brand, der 50 Quadratmeter trockenes Gras verbrannte; ihm droht eine Geldstrafe von 3.750 €.
Durchsetzung und Jahresbilanz
Die Feuerwehr veröffentlichte kumulative Daten, die zeigen, dass vom 1. Januar bis zum 1. August 2026 insgesamt 254 Personen wegen brandbezogener Straftaten festgenommen wurden. Davon betrafen 226 (88,98 %) Fahrlässigkeit, während 28 auf vorsätzliche Brandstiftung entfielen. Die Gesamtsumme der im gleichen Zeitraum verhängten Geldstrafen näherte sich 1 Million Euro, was das Ausmaß der Verstöße trotz wiederholter Warnungen und Hochrisikowarnungen unterstreicht.
Rechtsrahmen und laufende Kontrollen
Alle Festnahmen erfolgten im Rahmen des Flagrante-Delicto-Verfahrens, das eine sofortige Inhaftierung bei brandbezogenen Verstößen ermöglicht. Die Gesetzgebung sieht neben Strafverfahren auch Verwaltungsstrafen vor. Die D.A.E.E. betonte, dass die Kontrollen und Ermittlungen im ganzen Land intensiv fortgesetzt werden.
- Landwirtschaftliche Arbeit mit Traktor und Schredder löst großen Waldbrand in Fichti, Argolida aus; zwei Festnahmen.
- Frau verwendet Leuchtfackel am Strand von Katakolo, Ilia, während Risikostufe 4; festgenommen und mit 3.000 € bestraft.
- Zwei Männer verwenden Winkelschleifer in der Nähe eines Waldes in Kifissia, Attika, während Risikostufe 5; festgenommen und mit 3.750 € bestraft.
- Ausländischer Staatsangehöriger verbrennt Plastikkabelummantelung in Draviskos, Serres, verursacht Brand; festgenommen und mit 1.125 € bestraft.
- Weitere Festnahmen in Spata, Nea Erythraia und Lesbos wegen Verstößen bei heißen Arbeiten.


