Aragón kämpft gegen zwei Waldbrände: Brand bei Leciñena wächst auf über 3.000 Hektar, La Fueva stabilisiert
Die Feuerwehr in Aragón bekämpft zwei große Waldbrände: einen unkontrollierten Brand nahe Leciñena, der bereits bis zu 3.200 Hektar vernichtet hat, und ein kleineres Feuer in La Fueva, das am Donnerstagnachmittag für stabilisiert erklärt wurde.
Brand bei Leciñena breitet sich weiter aus
Der Waldbrand, der am Dienstagnachmittag in der Gemeinde Leciñena (Provinz Saragossa) ausgebrochen ist, bleibt außer Kontrolle. Er hat zwischen 2.800 und 3.200 Hektar verbrannt, davon rund 80 Prozent Waldfläche. Die Behörden beschreiben die Lage als gefährlich und dynamisch; die Hauptsorge gilt nun dem Schwanz des Feuers, der während der heißesten Stunden bereits verkohltes Land neu entzündet. Ángel Gari, der Leiter der Brandbekämpfung, erklärte, dass die Kombination aus extremer Hitze und Wind Probleme bereite:
Es entzündet sich in abgebrannten Gebieten neu und bereitet uns Schwierigkeiten.
Der Löscheinsatz konzentriert sich auf den Schutz der Straße A-129 und darauf, die Flammen von der nahe gelegenen Sierra fernzuhalten. Der Präsident von Aragón, Jorge Azcón, besuchte am Donnerstag das vorgeschobene Führungszentrum und bestätigte, dass zwar keine ländlichen Siedlungen akut bedroht seien, der Brand aber weiterhin nicht eingedämmt sei.
Der Brand ist nicht unter Kontrolle, aber die verschiedenen Einsatzkräfte arbeiten daran, ihn einzugrenzen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Je nach Wetter, insbesondere dem Wind, könnte sich die Lage erheblich verbessern oder wir könnten wieder außerordentlich besorgt sein.
La Fueva stabilisiert, Evakuierte kehren zurück
Der zweite Brand in Morillo de Monclús (La Fueva, Provinz Huesca) wurde am späten Donnerstagnachmittag für stabilisiert erklärt, nachdem er etwa 40 Hektar verbrannt hatte. Er war als landwirtschaftlicher Vorfall entstanden und hatte sich schnell auf Waldgebiet ausgebreitet. Rund 30 Bewohner, die nach Tierrantona evakuiert worden waren, durften nach Hause zurückkehren; die militärische Notfalleinheit (UME) wurde abgezogen. Der Regionalminister Roberto Bermúdez de Castro bezeichnete den Einsatz als äußerst schwierig, stellte aber fest, dass bessere Wetterbedingungen den Einsatzkräften halfen, die Brandgrenze zu sichern.
Es gab eine unglaublich wichtige Arbeit der Infoar-Brigaden und der UME. Aufgrund seiner Lage hat uns der Brand enorm beunruhigt, aber nach den heutigen Anstrengungen und dem verbesserten Wetter ist er nun stabilisiert.
Massiver Feuerwehreinsatz
Allein am Brand bei Leciñena sind mehr als 300 Einsatzkräfte im Einsatz, unterstützt durch Luftfahrzeuge aus Navarra, Katalonien, Kastilien-La Mancha, Madrid und dem Ministerium für den ökologischen Wandel. Der nächtliche Rückgang des Windes und der Anstieg der relativen Luftfeuchtigkeit (nahe 80 Prozent) ermöglichten es den Bodentruppen, in den Abschnitten 2 und 3 der Brandgrenze Fortschritte zu erzielen. In La Fueva umfasst die Luftflotte Amphibienflugzeuge und Beobachtungsflugzeuge, während Patrouillen die Nacht über mit Wärmebildkameras die Brandherde überwachen werden.
- Brand bricht in Leciñena, Saragossa, aus und breitet sich schnell aus
- Nächtlicher Windrückgang und Anstieg der Luftfeuchtigkeit unterstützen die Brandbekämpfung in Leciñena
- Präsident Azcón besucht das vorgeschobene Führungszentrum; Eingrenzungsarbeiten werden fortgesetzt
- Brand in La Fueva für stabilisiert erklärt, 40 ha verbrannt, Evakuierte kehren zurück
- Brand bei Leciñena erreicht 3.200 ha; Wiederentzündung des Brandschwanzes bleibt Hauptsorge
Wettlauf gegen die Zeit vor der Hitzewelle
Beide Brände wurden vom regionalen Koordinationszentrum (CECOPI) auf die Einsatzstufe 2 gesetzt. Die Behörden drängen darauf, den Brand bei Leciñena bis Sonntag unter Kontrolle zu bringen, da für Montag eine neue Hitzewelle vorhergesagt wird. Der Vizepräsident Alejandro Nolasco erklärte, es seien erhebliche Fortschritte erzielt worden, betonte aber, dass die Nachmittagsstunden kritisch blieben. Die Regionalregierung ruft die Bevölkerung auf, den offiziellen Anweisungen Folge zu leisten und vorsichtig zu sein.


