Jonas Vingegaard hat am Freitag, 27. März, die fünfte Etappe der 2026er Volta a Catalunya gewonnen und sich mit einem Solosieg auf dem Coll de Pal auch das Gesamtführungstrikot gesichert. Der Däne setzte sich sieben Kilometer vor dem Ziel ab und distanzierte seine wichtigsten Rivalen Schritt für Schritt. Im Gesamtklassement führt er nun mit 52 Sekunden vor Felix Gall.

Vingegaard übernimmt die Führung

Der Däne gewann die fünfte Etappe auf dem Coll de Pal als Solist und liegt nun 52 Sekunden vor Felix Gall in der Gesamtwertung.

Wind verkürzt den Schlussanstieg

Wegen starker Böen wurde die finale Bergankunft um 2,2 Kilometer gekürzt; am Vortag war bereits ein ganzer Schlussanstieg gestrichen worden.

Lipowitz setzt sich im Red-Bull-Duell ab

Florian Lipowitz wurde Vierter, liegt nun vor Remco Evenepoel und schärft damit die interne Rollenfrage bei Red Bull-Bora-Hansgrohe.

Jonas Vingegaard hat am Freitag, 27. März, die fünfte Etappe der 2026er Volta a Catalunya gewonnen und das Gesamtklassement übernommen. Der Däne vom Team Visma-Lease a Bike setzte sich auf den letzten sieben Kilometern ab und kam nach 153,1 Kilometern als Solist auf dem Gipfel des Coll de Pal an. Er lag 51 Sekunden vor dem Österreicher Felix Gall von Decathlon CMA CGM. Der Franzose Lenny Martinez von Bahrain-Victorious wurde Dritter, eine Minute und eine Sekunde zurück. Florian Lipowitz von Red Bull-Bora-Hansgrohe kam mit demselben Rückstand auf Rang vier. Der Belgier Remco Evenepoel, ebenfalls für Red Bull-Bora-Hansgrohe unterwegs, wurde mit einer Minute und 38 Sekunden Rückstand Sechster und war damit unter den Anwärtern auf das Gesamtklassement der größte Verlierer des Tages. Vingegaard nahm dem Franzosen Dorian Godon von Ineos Grenadiers das Führungstrikot ab. Godon hatte die Spitze nach zwei Siegen auf den ersten vier Etappen gehalten. In der Gesamtwertung liegt Vingegaard nun 52 Sekunden vor Felix Gall.

„Ich hatte nicht damit gerechnet, solche Abstände herauszufahren. Aber ich habe mich am letzten Anstieg sehr stark gefühlt.” — Jonas Vingegaard via France 24

Etappe wegen Wind verkürzt, Pidcock stürzt bei der Abfahrt Die Etappe war zum zweiten Mal in Folge von starkem Wind beeinflusst. Die Organisatoren verkürzten den Schlussanstieg zum Coll de Pal deshalb um 2,2 Kilometer. Der Anstieg war ursprünglich über 16,4 Kilometer vorgesehen, doch die Ziellinie wurde wegen der Bedingungen zwei Kilometer früher verlegt. Bereits am Vortag hatte die Organisation den gesamten Schlussanstieg am Skigebiet Vallter 2000 gestrichen. Tom Pidcock von Pinarello Q36.5 musste seine Gesamthoffnungen praktisch begraben, nachdem er bei der Abfahrt vom vorletzten Anstieg gestürzt war und viel Zeit verlor. João Almeida fiel am letzten Anstieg früh zurück und belegte mit mehr als zwei Minuten Rückstand auf Vingegaard nur Rang 16. Evenepoel, der schon am Mittwoch gestürzt war, konnte dem Dänen nach dessen Beschleunigung nur noch wenige Hundert Meter folgen, bevor er den Anschluss verlor. Vingegaard schloss dann zu Giulio Ciccone auf, dem letzten Fahrer der Morgenflucht, und setzte sich anschließend allein bis zum Gipfel ab.

„Das war eine schwere Etappe. Wir hatten einen Plan. Ich habe mich am letzten Anstieg sehr gut gefühlt.” — Jonas Vingegaard via ZEIT ONLINE

Lipowitz schlägt Evenepoel im internen Duell bei Red Bull Florian Lipowitz zeigte am Coll de Pal eine starke Leistung, wurde Vierter und war auf dem Schlussanstieg 37 Sekunden schneller als sein Teamkollege Remco Evenepoel von Red Bull-Bora-Hansgrohe. Das Ergebnis brachte Lipowitz in der Gesamtwertung auf Rang vier vor. Sein Rückstand auf Vingegaard beträgt nun eine Minute und 13 Sekunden. Beide Fahrer sollen bei der Tour de France voraussichtlich gemeinsam die sportliche Verantwortung tragen; eine feste Kapitänsrolle ist zwischen ihnen vorerst nicht festgelegt. Evenepoel fiel nach dieser Etappe in der Gesamtwertung auf Platz sechs zurück. Valentin Paret-Peintre wurde Tagesfünfter. Ben O'Connor, Mattias Skjelmose, Cian Uijtdebroeks und Lorenzo Fortunato kamen in der Gesamtwertung alle in einer Gruppe mit einer Minute und 51 Sekunden Rückstand auf Vingegaard ins Ziel. Die Doppelspitze von Red Bull wird damit früh auf die Probe gestellt, weil der Abstand zwischen Lipowitz und Evenepoel in der Gesamtwertung weiter wächst.

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Vingegaard blickt auf Berga am Samstag und das Finale in Barcelona Der Erfolg ist für Vingegaard der zweite große Etappensieg binnen kurzer Zeit, nachdem er Mitte März bereits Paris-Nice gewonnen hatte. Sein Teamkollege Bruno Armirail hatte vor der Etappe gesagt, das Ziel der Mannschaft sei ausdrücklich der Tagessieg und das Führungstrikot. Vingegaard schloss nicht aus, am Samstag auf der Berga-etappe nach Santuari de Queralt erneut anzugreifen. Die Strecke ist 158,2 Kilometer lang und anspruchsvoll. Das Rennen endet am Sonntag in Barcelona mit einer kurzen, aber technisch schwierigen Schlussetappe.

„Ich gewinne gern große Rennen. Das ist eine gute Vorbereitung auf das, was für mich noch kommt.” — Jonas Vingegaard via France 24

Die Volta a Catalunya ist eines von drei UCI-WorldTour-Etappenrennen, die jedes Jahr in Spanien ausgetragen werden, neben der Vuelta a España und der Tour of the Basque Country. Vingegaard gewann 2022 und 2023 die Tour de France und laut den Quellen auch die Vuelta a España im Jahr 2025. Die Ausgabe 2026 der Volta a Catalunya hat ein stark besetztes Feld angezogen. Auffällig fehlt Tadej Pogačar, der sich in dieser Phase der Saison auf die Frühjahrsklassiker statt auf Etappenrennen konzentriert.

52 (Sekunden) — Vingegaards Vorsprung in der Gesamtwertung auf Felix Gall nach Etappe 5

Mentioned People

  • Jonas Vingegaard — Duński zawodowy kolarz szosowy z ekipy UCI WorldTeam Visma–Lease a Bike
  • Felix Gall — Austriacki zawodowy kolarz startujący w zespole UCI WorldTeam Decathlon CMA CGM Team
  • Lenny Martinez — Francuski zawodowy kolarz, obecnie jeżdżący w barwach UCI WorldTeam Team Bahrain Victorious
  • Florian Lipowitz — Niemiecki kolarz startujący w zespole UCI WorldTeam Red Bull–Bora–Hansgrohe
  • Remco Evenepoel — Belgijski zawodowy kolarz i mistrz olimpijski, obecnie jeżdżący w UCI WorldTeam Red Bull-Bora-Hansgrohe
  • Tom Pidcock — Brytyjski kolarz startujący w szwajcarskim zespole Pinarello–Q36.5 Pro Cycling Team
  • Dorian Godon — Francuski zawodowy kolarz szosowy z UCI WorldTeam Ineos Grenadiers

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