Bei nächtlichen russischen Raketen- und Drohnenangriffen sind in der Ukraine mindestens vier Menschen getötet worden. Regionale Behörden meldeten Tote aus Poltawa, Saporischschja und Cherson. Fast im ganzen Land galt Luftalarm. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte wenige Stunden zuvor vor einem möglichen groß angelegten Angriff gewarnt.

Mindestens vier Todesopfer in mehreren Regionen

Regionale Behörden meldeten Tote aus Poltawa, Saporischschja und Cherson nach russischen Raketen- und Drohnenangriffen in der Nacht zum 24. März 2026.

Schwere Schäden in Wohngebieten und an Infrastruktur

Gemeldet wurden Schäden an Wohnhäusern, einem Hotel, einem Geschäft, Nichtwohngebäuden und an industrieller Infrastruktur, besonders in Poltawa und Saporischschja.

Selenskyj warnte vor möglichem Großangriff

Wenige Stunden vor den Angriffen hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj unter Verweis auf Geheimdienstinformationen vor einem möglichen massiven russischen Schlag gewarnt.

Russland meldet Abschuss ukrainischer Drohnen

Moskau erklärte, in der Nacht 55 ukrainische Drohnen über mehreren Gebieten, darunter der Krim und der Region Moskau, abgeschossen zu haben.

Fast landesweiter Luftalarm

Mit Ausnahme der Region Odessa galt in der Nacht fast im gesamten Land Luftalarm. Ein Teil der Warnungen wurde erst bei Tagesanbruch aufgehoben.

Russische Raketen- und Drohnenangriffe haben in der Nacht zum Dienstag, 24. März 2026, in der Ukraine nach Angaben regionaler Behörden mindestens vier Menschen getötet. Todesfälle wurden aus Poltawa, Saporischschja und Cherson gemeldet. Fast im gesamten Land wurde Luftalarm ausgelöst. Die Angriffe erfolgten nur wenige Stunden, nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Fernsehansprache die Bevölkerung gewarnt hatte, russische Streitkräfte könnten einen groß angelegten Vorstoß vorbereiten. Aus mehreren Regionen wurden Schäden an Wohngebäuden, einem Hotel, industrieller Infrastruktur und Mehrfamilienhäusern gemeldet. Russland erklärte unabhängig davon, 55 (drones) — 55 ukrainische Drohnen seien in der Nacht über mehreren Gebieten, darunter der Krim und der Region Moskau, von russischen Kräften abgeschossen worden.

Poltawa und Saporischschja besonders stark betroffen In Poltawa kamen nach Angaben von Witali Djakiwmytsch, dem Leiter der regionalen Militärverwaltung von Poltawa, zwei Menschen ums Leben, 11 weitere wurden verletzt, als russische Angriffe ein Wohngebiet trafen. „Infolge des feindlichen Angriffs auf die Gemeinde Poltawa wurden Schäden an Wohngebäuden und an einem Hotel festgestellt. Es brachen Brände aus. Leider kamen bei dem Angriff zwei Menschen ums Leben, elf wurden verletzt.” — Vitali Dyakivnych via Franceinfo In Saporischschja meldete Iwan Fedorow, Leiter der regionalen Militärverwaltung, nach eigenen Angaben einen Toten und fünf Verletzte infolge eines groß angelegten kombinierten Angriffs. „Russland hat einen massiven kombinierten Angriff mit Raketen und Drohnen auf Saporischschja gestartet.” — Ivan Fedorov via Reuters Fedorow berichtete von Schäden an sechs Mehrfamilienhäusern, zwei Privathäusern, einem Geschäft, weiteren Nichtwohngebäuden sowie an einer Anlage der industriellen Infrastruktur. Bilder, die Fedorow bei Telegram veröffentlichte, zeigten Feuerwehrleute bei Löscharbeiten in einem Hochhaus und an einem kleineren Gebäude, das in Flammen stand.

Zivilist in Cherson in seinem Haus getötet, Dnipropetrowsk mehr als 20-mal getroffen In Cherson wurde nach Angaben von Jaroslaw Schanko, dem Leiter der Militärverwaltung der Stadt Cherson, ein Zivilist in seinem eigenen Haus getötet. Schanko erklärte, Rettungskräfte hätten den Leichnam aus den Trümmern geborgen. In der Region Dnipropetrowsk wurde nach Angaben des Leiters der Regionalverwaltung, Oleksandr Hanscha, eine 76-jährige Frau bei einem Hausbrand verletzt, nachdem russische Streitkräfte zwei Bezirke der Region mit Drohnen und Artillerie mehr als 20-mal angegriffen hatten. Die regionale Militärverwaltung von Dnipropetrowsk meldete die Angriffe über Telegram. In der Nacht wurde in fast der gesamten Ukraine Luftalarm ausgelöst. Einzige Ausnahme war die südliche Region Odessa. Bei Tagesanbruch wurden die Warnungen schrittweise aufgehoben, einige Regionen blieben jedoch weiter unter Beobachtung.

Poltawa (killed): 2, Poltawa (injured): 11, Zaporizhzhia (killed): 1, Zaporizhzhia (injured): 5, Kherson (killed): 1, Dnipropetrovsk (injured): 1

Selenskyj hatte Stunden vor Beginn der Angriffe gewarnt Am Montagabend nutzte Selenskyj seine allabendliche Ansprache, um die Ukrainer vor der Gefahr zu warnen. Er verwies dabei auf Erkenntnisse ukrainischer Geheimdienste. „Bitte achten Sie heute auf die Luftalarmwarnungen. Nach Erkenntnissen unserer Geheimdienste könnten die Russen einen massiven Angriff vorbereiten.” — Volodymyr Zelenskyy via RTBF Wenige Stunden später bestätigte sich die Warnung, als in den frühen Stunden des Dienstags Angriffe in mehreren Regionen registriert wurden. In derselben Ansprache warf Selenskyj Moskau laut einem Bericht von 7sur7 zudem vor, der iranischen Regierung Geheimdienstinformationen zur Verfügung zu stellen, um Teheran bei der Ausrichtung auf amerikanische Interessen im Nahen Osten zu unterstützen. Seit Beginn der groß angelegten Invasion im Februar 2022 hat Russland wiederholt umfangreiche Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Städte und Infrastruktur durchgeführt. Im Verlauf des Krieges haben sowohl die Ukraine als auch Russland Fähigkeiten für Drohnenangriffe über große Entfernungen entwickelt. Solche Angriffe reichen inzwischen regelmäßig tief in das Gebiet der jeweils anderen Seite. Die Vereinigten Staaten und Israel begannen am 28. Februar 2026 einen koordinierten Militäreinsatz gegen Iran. Selenskyj stellte diese Entwicklung in seiner Ansprache vom Montag in einen Zusammenhang mit einer nach seiner Darstellung bestehenden geheimdienstlichen Zusammenarbeit Russlands mit Teheran. Die nächtlichen Angriffe verdeutlichten die anhaltend hohe Intensität des Krieges. Mehr als vier Jahre nach Kriegsbeginn setzen beide Seiten ihre Luftangriffe über große Distanz fort.

Mentioned People

  • Volodymyr Zelenskyy — 6. prezydent Ukrainy od 2019 roku
  • Ivan Fedorov — szef Zaporoskiej Obwodowej Administracji Wojskowej od 2 lutego 2024 roku
  • Vitali Dyakivnych — szef połtawskiej obwodowej administracji wojskowej
  • Yaroslav Shanko — szef chersońskiej miejskiej administracji wojskowej
  • Oleksandr Ganzha — szef dniepropetrowskiej obwodowej administracji wojskowej

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