Wout van Aert hat die 123. Auflage von Paris-Roubaix gewonnen und sich im Velodrom gegen den Slowenen Tadej Pogacar durchgesetzt. Der Belgier sicherte sich damit das zweite Monument seiner Karriere, während der dreifache Titelverteidiger Mathieu van der Poel nach technischem Pech abgeschlagen auf dem vierten Platz landete.
Sieg für Van Aert
Wout van Aert gewinnt Paris-Roubaix im Sprint gegen Tadej Pogacar und sichert sich sein zweites Monument.
Pogacars Rekordversuch gescheitert
Tadej Pogacar verpasst den historischen Sieg aller fünf Monumente innerhalb eines Jahres knapp.
Pech für Van der Poel
Defekte im Wald von Arenberg und Probleme mit dem Material verhindern den vierten Sieg in Folge für Mathieu van der Poel.
Emotionale Widmung
Van Aert widmet den Triumph seinem 2018 bei diesem Rennen verstorbenen Teamkollegen Michael Goolaerts.
Wout van Aert hat am Sonntag, den 12. April, die 123. Auflage von Paris-Roubaix gewonnen. Im Velodrom von Roubaix bezwang er Tadej Pogacar im Sprint und sicherte sich damit das zweite Monument seiner Laufbahn. Der belgische Radprofi vom Team Visma-Lease a Bike setzte rund 100 Meter vor der Ziellinie zum Sprint an und ließ dem slowenischen Weltmeister keine Chance auf eine Reaktion. Van Aert und Pogacar hatten sich etwa 54 Kilometer vor dem Ziel gemeinsam abgesetzt und das Finale als Duell zu zweit bestritten, das auf dem Kopfsteinpflaster von keinem der beiden vorzeitig entschieden werden konnte. Jasper Stuyven vom Team Soudal Quick-Step belegte mit einem Rückstand von 13 Sekunden auf das Führungsduo den dritten Platz. Mathieu van der Poel, der das Rennen dreimal in Folge gewonnen hatte, wurde nach einem von Defekten geprägten Rennen Vierter. Pogacars historischer Monument-Sieg im letzten Moment verhindertPogacar trat mit der Chance an, als erster Fahrer der Geschichte alle fünf Monumente innerhalb von zwölf Monaten zu gewinnen, nachdem er 2025 die Lombardei-Rundfahrt sowie Lüttich-Bastogne-Lüttich und 2026 Mailand-Sanremo sowie die Flandern-Rundfahrt für sich entschieden hatte. Ein Sieg hätte ihn zudem zum erst vierten Fahrer gemacht, der alle fünf Monumente in seiner Karriere gewonnen hat – neben Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck und Rik Van Looy. Stattdessen überquerte der Slowene zum zweiten Mal in Folge als Zweiter die Ziellinie in Roubaix. Das Rennen forderte Pogacar körperlich alles ab, zudem musste er nach einer Serie technischer Defekte, darunter ein Reifenschaden 115 Kilometer vor dem Ziel, dreimal das Rad wechseln. „Als ich mit Wout zusammenfuhr, war die Frische in den Beinen weitgehend weg. Ihn auf dem Kopfsteinpflaster abzuschütteln, wäre ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Ich hatte noch Hoffnung für den Sprint, aber meine Beine fühlten sich an wie Spaghetti. Er hat auf den Champs-Élysées gewonnen. Es ist schwer, ihn zu schlagen.” — Tadej Pogacar via Der TagesspiegelParis-Roubaix, bekannt als die „Hölle des Nordens“ oder „Königin der Klassiker“, führt über 258,3 Kilometer von Compiègne nach Roubaix. Dabei müssen die Fahrer berüchtigte Kopfsteinpflaster-Sektoren wie den Wald von Arenberg bewältigen. Das seit 1896 ausgetragene Rennen gilt als eine der physisch anspruchsvollsten Veranstaltungen im Profiradsport. Van Aerts erster Sieg bei einem Monument datiert von Mailand-Sanremo 2020. Die Austragung 2018 war von einem folgenschweren Zwischenfall überschattet, als Michael Goolaerts während des Rennens einen Herzstillstand erlitt. Van der Poels Rekordjagd scheitert an Defekten in ArenbergMathieu van der Poel strebte in Nordfrankreich seinen vierten Paris-Roubaix-Sieg in Serie an, doch die Trouée d’Arenberg beendete seine Ambitionen vorzeitig. Der Niederländer vom Team Alpecin-Premier Tech erlitt im Wald einen Reifenschaden. Zusätzliches Pech hatte er, als das Ersatzrad seines Teamkollegen Jasper Philipsen Pedale montiert hatte, die nicht mit seinen Schuhen kompatibel waren, was weiteren Zeitverlust bedeutete. Ein zweiter Reifenschaden 92 Kilometer vor dem Ziel führte dazu, dass er am Ende der Pavé-Sektoren mehr als zwei Minuten hinter der Spitze lag. Van der Poel kämpfte sich zwar wieder heran und verkürzte den Rückstand 40 Kilometer vor dem Ziel auf etwa 30 Sekunden, konnte die Lücke zum Führungsduo jedoch nicht mehr schließen. Er beendete das Rennen schließlich als Vierter mit 15 Sekunden Rückstand auf van Aert in der ersten Verfolgergruppe gemeinsam mit Stefan Bissegger, der Achter wurde.54 (Kilometer) — Distanz, die van Aert und Pogacar gemeinsam als Duo bis zum Ziel zurücklegtenVan Aert widmet Sieg verstorbenem TeamkollegenFür van Aert besaß der Sieg eine tiefe persönliche Bedeutung; er widmete ihn seinem ehemaligen Teamkollegen Michael Goolaerts, der 2018 während des Rennens verstorben war. Der mittlerweile 31-jährige Belgier beschrieb Paris-Roubaix als ein Ziel, das ihn seit seiner ersten Teilnahme vor acht Jahren begleitete. Sein Erfolg ist der zweite Monument-Titel nach seinem Sieg bei Mailand-Sanremo 2020. Van Aert hatte selbst etwa 70 Kilometer vor dem Ziel einen mechanischen Defekt erlitten und benötigte über zehn Kilometer, um wieder zur Spitze aufzuschließen, bevor er die entscheidende Attacke setzte, der nur Pogacar folgen konnte. „Das bedeutet mir alles. Das war ein Ziel seit 2018, als ich hier zum ersten Mal startete. Vor acht Jahren habe ich meinen Teamkollegen Michael Goolaerts in diesem Rennen verloren. Seitdem war es mein Ziel, hierher zu kommen und meinen Finger zum Himmel zu strecken. Dieser Sieg ist für Michael, insbesondere auch für seine Familie.” — Wout van Aert via Der TagesspiegelVisma-Lease a Bike, UAE Team Emirates, Soudal Quick-Step, Alpecin-Premier Tech
Mentioned People
- Wout van Aert — Belgijski kolarz zawodowy szosowy i przełajowy, zawodnik UCI WorldTeam Visma–Lease a Bike
- Tadej Pogačar — Słoweński kolarz zawodowy, zawodnik UCI WorldTeam UAE Team Emirates XRG
- Mathieu van der Poel — Holenderski kolarz zawodowy, zawodnik UCI WorldTeam Alpecin–Premier Tech
- Jasper Stuyven — Belgijski kolarz zawodowy, zawodnik UCI WorldTeam Soudal–Quick-Step
- Stefan Bissegger — Szwajcarski kolarz, zajął 8. miejsce w wyścigu Paris-Roubaix 2026
- Michael Goolaerts — Zmarły belgijski kolarz, który odszedł podczas Paris-Roubaix 2018
- Jasper Philipsen — Kolega z zespołu Mathieu van der Poela w ekipy Alpecin-Premier Tech
Sources: 22 articles
- Van Aert conquista Paris-Roubaix, batendo Pogacar num final emocionante (SAPO)
- Wout Van Aert beats Tadej Pogacar in dramatic finish to win Paris-Roubaix classic (Irish Examiner)
- Wout van Aert denies Tadej Pogacar to end long wait for Paris-Roubaix glory after spills and thrills (Irish Independent)
- Paris-Roubaix: Van Aert triumphiert endlich und verhindert Pogacars ersten Sieg (Neue Zürcher Zeitung)
- Radsport: Belgier siegt im Radrennen Paris-Roubaix (ZEIT ONLINE)
- Pogacar dececionado com derrota na Paris-Roubaix : "As pernas pareciam esparguete..." (SAPO)
- Paris-Roubaix : Wout Van Aert, la consécration de l'éternel maudit (SudOuest.fr)
- Paris-Roubaix 2026: Wout Van Aert beats Tadej Pogacar in sprint finish (BBC)
- Paris-Roubaix : le classement complet de la course remportée par Van Aert devant Pogacar (Le Parisien)
- Paris-Roubaix: Tadej Pogačar fehlen beim Zielsprint nur Zentimeter (Spiegel Online)