Bayer Leverkusen hat am 29. Spieltag der Bundesliga einen wichtigen 1:0-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund eingefahren. Kapitän Robert Andrich sicherte den Gästen mit seinem Treffer in der 42. Minute drei Punkte, wodurch Leverkusen bis auf einen Zähler an den Tabellenvierten VfB Stuttgart herankam.
Leverkusen siegt im Verfolgerduell
Durch ein 1:0 gegen Borussia Dortmund rückt Bayer Leverkusen bis auf einen Punkt an die Champions-League-Plätze heran.
Vertragsdrama um Schlotterbeck
Nico Schlotterbeck verlängert seinen Vertrag bis 2031, wird jedoch nach der Niederlage gegen Leverkusen von den eigenen Fans ausgepfiffen.
Wolfsburg in akuter Abstiegsnot
Nach der zwölften sieglosen Partie in Folge wächst beim VfL Wolfsburg die Sorge vor dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte.
Bayer Leverkusen hat am Samstag in der 29. Runde der Bundesliga einen 1:0-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund errungen. Das einzige Tor der Partie erzielte Kapitän Robert Andrich in der 42. Minute mit einem Distanzschuss aus fast 25 Metern. Durch dieses Ergebnis liegt Leverkusen nun nur noch einen Punkt hinter dem viertplatzierten VfB Stuttgart (53 Punkte), was die Hoffnungen der Gäste auf einen Champions-League-Platz deutlich stärkt. Für Borussia Dortmund bedeutete die Niederlage – erst die dritte in dieser Ligasaison – das faktische Ende aller verbliebenen Titelambitionen und verzögerte die vorzeitige Qualifikation für die europäische Königsklasse. Das Spiel wurde in der zweiten Halbzeit von einem medizinischen Notfall auf den Rängen überschattet, die Partie wurde jedoch fortgesetzt. Dem Treffer von Andrich ging ein Fehlpass des Dortmunder Verteidigers Ramy Bensebaini voraus, der den Ball leichtfertig verlor, sodass der Leverkusener Kapitän aus der Distanz präzise in die linke Ecke abschließen konnte. Dortmund hatte in der ersten halben Stunde gute Ansätze gezeigt; die beste Chance vergab Außenverteidiger Daniel Svensson in der 17. Minute, als Loïc Badé den Ball per Kopf auf der Linie klärte. Vor 81.365 Zuschauern zeigte der BVB eine Leistung, die Beobachter als uninspiriert und schwerfällig beschrieben. Schlotterbeck verlängert Vertrag, wird aber von eigenen Fans ausgepfiffen Die Woche vor dem Spiel in Dortmund war von der Vertragssituation des Innenverteidigers Nico Schlotterbeck geprägt worden, der sein Arbeitspapier am Freitag, den 10. April, bis 2031 verlängerte. Sportdirektor Ole Book begrüßte die Entscheidung öffentlich und bezeichnete das Verhältnis zwischen Verein und Spieler als von großem gegenseitigem Vertrauen geprägt. „„Es ist ein sehr wichtiges Signal, dass Nico klargestellt hat, hier bleiben zu wollen. Wir haben ein enges Vertrauensverhältnis und haben gute Gespräche geführt. Ich bin mir sicher, dass Nico noch sehr lange bei uns bleiben möchte.“” — Ole Book via Sky Trotz der Vertragsverlängerung wurde Schlotterbeck nach dem Schlusspfiff am Samstag von den Dortmunder Anhängern mit Pfiffen bedacht. Berichten zufolge soll der neue Vertrag eine Ausstiegsklausel enthalten, die bereits im kommenden Sommer aktiviert werden könnte, was seine langfristige Zukunft im Verein ungewiss lässt. Im Spiel selbst agierte Schlotterbeck als zentrales Glied der Dortmunder Dreierkette und war in der Anfangsphase kaum gefordert. Der Tabellendritte RB Leipzig (56 Punkte) sicherte sich am Samstag ebenfalls drei Zähler durch einen 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach dank eines Tores von Yan Diomande und festigte damit seine Position vor Stuttgart und Leverkusen. Wolfsburgs Krise verschärft sich nach zwölftem Spiel ohne Sieg Am anderen Ende der Tabelle hat sich die Krise des VfL Wolfsburg nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt deutlich verschärft. Damit ist der Verein seit zwölf Bundesliga-Partien sieglos – eine Negativserie, die der Club laut Berichten zuletzt im Jahr 1998 erlebte. Oscar Höjlund eröffnete in der 21. Minute für Frankfurt mit einem Schuss von der Strafraumgrenze den Torreigen. Arnaud Kalimuendo erhöhte in der 32. Minute nach einem Defensivfehler des ehemaligen Frankfurt-Spielers Jesper Lindström auf 2:0 und erzielte damit seinen sechsten Saisontreffer. Dem Wolfsburger Einwechselspieler Dzenan Pejcinovic gelang in der Nachspielzeit (90.+7 Minute) per Kopf nur noch der Anschlusstreffer. Die Niederlage lässt Wolfsburg auf dem vorletzten Platz mit lediglich 21 Punkten zurück, nur zwei Zähler vor dem Schlusslicht 1. FC Heidenheim, der durch einen 3:1-Sieg gegen Union Berlin wieder Anschluss fand. Trainer Dieter Hecking, der im März 2026 zum Verein zurückgekehrt war, hatte vor der Partie betont, wie wichtig ein Sieg für die psychische Entlastung der Mannschaft sei. „„Man braucht einen Sieg, und ich denke, dann würde eine gewisse Last abfallen und eine gewisse Lockerheit zurückkehren. Im Moment wirkt alles ein wenig verkrampft.“” — Dieter Hecking via DAZN Wolfsburg vergab vor dem ersten Gegentreffer eine Großchance zur Führung, als Patrick Wimmer vor dem leeren Tor ausrutschte, nachdem Frankfurts Torwart Michael Zetterer einen Befreiungsschlag abgeblockt hatte. Fünf Spieltage vor Saisonende liegt Wolfsburg Berichten zufolge sechs Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz, womit der erste Abstieg der Vereinsgeschichte aus dem Oberhaus droht. Heidenheim überrascht Union Berlin im Abstiegskampf Der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim setzte mit einem 3:1-Heimsieg gegen Union Berlin ein deutliches Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Mathias Honsak traf doppelt für Heidenheim, während Budu Zivzivadze mit dem dritten Tor den Erfolg besiegelte. Leopold Querfeld gelang für Union Berlin lediglich der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. Durch den Sieg verkürzte Heidenheim mit nun 19 Punkten den Rückstand auf Wolfsburg (21 Punkte) auf zwei Zähler, was ein direktes Duell um den Klassenerhalt in den kommenden Wochen einleitet. Eintracht Frankfurt kletterte unterdessen mit 42 Punkten auf den siebten Tabellenplatz und bewahrt sich damit die Chancen auf eine Teilnahme am europäischen Wettbewerb in der nächsten Saison. Der Abstiegskampf in der Bundesliga hat historisch oft in den letzten Wochen der Saison für dramatische Entscheidungen gesorgt. Dabei steigen die letzten zwei Vereine direkt ab, während der Drittletzte in einer Relegation gegen den Dritten der Zweiten Bundesliga antritt. Der VfL Wolfsburg, 1945 gegründet und eng mit dem Volkswagen-Konzern verbunden, ist seit seinem Aufstieg noch nie aus der Bundesliga abgestiegen. Bayer Leverkusen, auch als „Werkself“ bekannt, gewann in der Saison 2023/24 unter Trainer Xabi Alonso die deutsche Meisterschaft und beendete damit die langjährige Wartezeit auf den ersten Titel.
Mentioned People
- Robert Andrich — Niemiecki piłkarz, pomocnik i od 2025 roku kapitan Bayeru 04 Leverkusen
- Niko Kovač — Chorwacki trener, od lutego 2025 roku szkoleniowiec Borussii Dortmund
- Nico Schlotterbeck — Obrońca reprezentacji Niemiec występujący w Borussii Dortmund
- Dieter Hecking — Niemiecki trener, od marca 2026 r. ponownie prowadzący VfL Wolfsburg
- Oscar Höjlund — Duński pomocnik Eintrachtu Frankfurt
- Arnaud Kalimuendo — Napastnik Eintrachtu Frankfurt
- Dzenan Pejcinovic — Napastnik VfL Wolfsburg
- Mathias Honsak — Zawodnik 1. FC Heidenheim
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