Die Vereinigten Staaten und der Iran haben am 8. April 2026 eine 14-tägige Einstellung der Kampfhandlungen vereinbart. Die Vereinbarung sieht die Wiedereröffnung der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus vor. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif vermittelte das Abkommen nach mehr als fünf Wochen intensiver militärischer Auseinandersetzungen.
Zweiwöchige Waffenruhe vereinbart
Die USA und der Iran pausieren ihre Kampfhandlungen für 14 Tage ab dem 8. April 2026.
Straße von Hormus wird geöffnet
Das strategische Nadelöhr für den Welthandel soll wieder für die internationale Schifffahrt freigegeben werden.
Pakistan als Vermittler
Die Verhandlungen wurden durch Islamabad moderiert, wo am Freitag Friedensgespräche beginnen sollen.
Israel setzt Libanon-Einsatz fort
Das Abkommen gilt laut Netanjahu nicht für Operationen gegen die Hisbollah im Libanon.
Die Vereinigten Staaten und der Iran haben sich am 8. April 2026 auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt, womit die seit über fünf Wochen andauernden Kämpfe vorerst eingestellt werden. Kernpunkt der Vereinbarung ist die Verpflichtung, die Straße von Hormus wieder für die internationale Schifffahrt freizugeben. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif gab die Einigung in den frühen Morgenstunden bekannt und bezeichnete sie als „sofortige“ Waffenruhe für die gesamte Region. US-Präsident Donald Trump bestätigte den Pakt über Truth Social und erklärte, er sei bereit, die Bombardierung des Iran für 14 Tage auszusetzen, sofern Teheran der „vollständigen, sofortigen und sicheren Öffnung“ der Straße von Hormus zustimme. Trump wertete das Ergebnis als einen „hundertprozentigen, totalen Sieg“ für die Vereinigten Staaten. Die Waffenruhe trat kurz vor Ablauf einer von Trump gesetzten Frist um 2:00 Uhr morgens in Kraft; für den Fall des Verstreichens hatte er mit massiven Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Iran gedroht. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals Axios wurde die Zustimmung des iranischen Revolutionsführers Mojtaba Khamenei – der seinem Vater Ali Khamenei nach dessen Tod in den ersten Angriffen des Konflikts nachfolgte – von zwei Quellen als „Durchbruch“ bezeichnet, der das Abkommen ermöglichte. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi bestätigte, dass der Iran seine Verteidigungsoperationen einstellen werde, unter der Bedingung, dass alle US-israelischen Angriffe auf iranisches Territorium enden. Der Konflikt, bekannt als „Operation Epic Fury“, begann am 28. Februar 2026 mit US-israelischen Luftschlägen, bei denen der damalige Oberste Führer Irans, Ali Khamenei, getötet wurde. Mojtaba Khamenei, Alis Sohn, wurde am 9. März 2026 zum Nachfolger ernannt und wird von Analysten als Hardliner eingestuft, von dem eine Fortsetzung der Politik seines Vaters erwartet wurde. Die Straße von Hormus bildete während des gesamten Konflikts einen zentralen Brennpunkt, da ihre Schließung die weltweite Versorgung mit Öl, Düngemitteln und Helium massiv störte. Pakistan, das eine Grenze zum Iran hat und historisch diplomatische Beziehungen zu Teheran und Washington pflegt, fungierte als entscheidender Vermittler des Waffenstillstands.Pakistan vermittelt, Gespräche in Islamabad für Freitag angesetztPakistans Rolle als zentraler Vermittler erwies sich als ausschlaggebend für die Einigung. Shehbaz Sharif kündigte an, dass formelle Verhandlungen zur Beilegung „aller Streitigkeiten“ am Freitag, dem 10. April 2026, in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen sollen. Laut Axios gab es in der entscheidenden Phase keine direkten Treffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern; die Gespräche wurden über pakistanische Mittelsmänner geführt. Es wird berichtet, dass auch China den Iran zur Annahme einer Einigung gedrängt habe, wobei das genaue Ausmaß der Beteiligung Pekings unklar bleibt. Sharif äußerte die Hoffnung, dass die „Islamabad-Gespräche“ einen dauerhaften Frieden hervorbringen könnten. „„Wir hoffen aufrichtig, dass es im Rahmen der ‚Islamabad-Gespräche‘ gelingen wird, einen dauerhaften Frieden zu erreichen“” — Shehbaz Sharif via N-tv Trump bezeichnete einen von Teheran vorgelegten Zehn-Punkte-Plan als „gute Arbeitsgrundlage“ für die Verhandlungen, während der Iran erklärte, einen 15-Punkte-Plan der USA als Verhandlungsbasis zu betrachten. Der Inhalt des amerikanischen Dokuments wurde bisher nicht öffentlich bekannt gegeben. Laut CNN soll der US-Plan die Forderung enthalten, dass der Iran auf Nuklearwaffen verzichtet und seine Bestände an hochangereichertem Uran übergibt. Laut Neuer Zürcher Zeitung belaufen sich diese Bestände derzeit auf schätzungsweise 400 Kilogramm. Israel unterstützt Waffenruhe, macht aber Ausnahme für LibanonIsrael begrüßte die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, stellte jedoch umgehend klar, dass das Abkommen nicht für seine Militäroperationen im Libanon gegen die Hisbollah gilt. Das Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte ausdrücklich, dass der Waffenstillstand mit dem Iran keine Anwendung auf den Libanon findet. Dies steht im direkten Widerspruch zu früheren Aussagen des pakistanischen Premierministers Sharif, wonach die Ruhe die gesamte Region abdecken solle. Dieser Widerspruch führte zu unmittelbarer Unsicherheit über den geografischen Geltungsbereich der Vereinbarung. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus würde, sofern sie von Dauer ist, den Fluss von Öl, Düngemitteln und Helium durch eine der weltweit kritischsten Schifffahrtsrouten wiederherstellen und die globalen Rohstoffmärkte entlasten. 14 (Tage) — Dauer der vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran Analysten uneins über Bewertung der EinigungInternationale Kommentatoren zeigten sich bezüglich der Waffenruhe gespalten. Es wurde hinterfragt, ob eine der beiden Seiten ihre erklärten Ziele erreicht habe. Die New York Times bezeichnete das Ergebnis als „taktischen Sieg in letzter Minute“ für den Iran und merkte an, dass das Abkommen zwar vorübergehend Stabilität für die Schifffahrt sichere, die „grundlegenden Fragen, die zum Krieg führten“, jedoch unbeantwortet lasse. Die britische Zeitung The Times wies darauf hin, dass Trump das Ergebnis als „Regimechange“ dargestellt habe, bewertete die neue Führung in Teheran jedoch als „radikalisiertere, militanteste Version des Regimes, das vor dem Krieg existierte“. Die Neue Zürcher Zeitung argumentierte, es werde für Trump schwierig sein, „am Verhandlungstisch zu erreichen, was ihm im Krieg nicht gelang“, und verwies auf den Fortbestand der iranischen Nuklearbestände sowie das Überleben des Regimes als Belege für die Grenzen des militärischen Vorgehens. Im Iran fielen die Reaktionen gemischt aus: Ein Lehrer aus Teheran namens Hadi äußerte gegenüber Focus die Sorge, die Regierung könne das Narrativ einer US-Niederlage nutzen, um noch härter gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. „„Die Menschen im Iran müssen die Kosten dieses Krieges bezahlen“” — Hadi via Focus Der Geopolitik-Analyst Klemens Fischer erklärte im Gespräch mit Focus, die Waffenruhe spiegele die Erkenntnis der USA wider, dass die Regierung in Teheran nicht allein durch militärischen Druck gestürzt werden könne. Dies markiere ein bedeutendes Umdenken in Washingtons Strategie für diesen Konflikt.
Mentioned People
- Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych
- Shehbaz Sharif — Premier Pakistanu od 2024 roku
- Mojtaba Chamenei — Najwyższy Przywódca Iranu od marca 2026 roku
- Abbas Araghchi — Minister Spraw Zagranicznych Iranu
- Benjamin Netanyahu — Premier Izraela od 2022 roku
Sources: 36 articles
- Iran-Krieg: Donald Trumps schlechtester Deal (Wirtschafts Woche)
- Die internationale Presse erklärt Iran zum Kriegsgewinner (Focus)
- Waffenruhe im Irankrieg: Die Mullahs können sich als Sieger fühlen (Frankfurter Allgemeine)
- Eskalation mit Iran verschoben: Eine Schande, dass Trump mit seiner Drohung durchkam (der Standard)
- Morning Briefing: Die vielen Sackgassen des Donald Trump (Handelsblatt)
- USA News: Mehrere Demokraten fordern Amtsenthebung Trumps (Süddeutsche Zeitung)
- "Zivilisation wird sterben" - Trump legt mit brutaler Drohung nach (stern.de)
- Düzen Tekkal kritisiert Trumps "erratische Schimpftirade" (Focus)
- Trump und Iran: Hat hier jemand Steinzeit gesagt? (Süddeutsche Zeitung)
- USA: Raumkapsel "Orion" schafft Historisches und Trump redet wirr über Iran-Krieg (Süddeutsche Zeitung)