Nach dem Abbruch der 21-stündigen Verhandlungen in Islamabad hat US-Präsident Donald Trump eine sofortige Seeblockade der Straße von Hormus verfügt. Als zentraler Konfliktpunkt gilt das iranische Atomprogramm, bei dem Teheran laut US-Angaben keine langfristigen Zugeständnisse machen wollte. Die bestehende zweiwöchige Waffenruhe läuft damit am 22. April 2026 ohne Nachfolgelösung aus.
Anordnung der Seeblockade
Präsident Trump ordnet die sofortige Blockade der Straße von Hormus durch die US Navy an, um jeglichen Schiffsverkehr zu kontrollieren.
Scheitern der Verhandlungen
Die 21-stündigen Gespräche in Islamabad scheiterten primär an der iranischen Weigerung, das Atomprogramm verbindlich und langfristig aufzugeben.
Militärische Präsenz vor Ort
Zwei US-Zerstörer befinden sich bereits im Golf; die Zerstörung iranischer Seeminen wurde angeordnet.
Ablauffrist der Waffenruhe
Die aktuelle Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft am 22. April 2026 aus, ein neues Abkommen ist nicht in Sicht.
US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag, den 12. April, eine sofortige Seeblockade der Straße von Hormus angeordnet. Die Entscheidung fiel wenige Stunden nach dem Scheitern der 21-stündigen Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, die ohne Einigung endeten. Trump gab diesen Schritt über seine Plattform Truth Social bekannt und erklärte, dass die US-Marine mit sofortiger Wirkung damit beginnen werde, „alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder diese zu verlassen“. Der entscheidende Streitpunkt der Verhandlungen war die Weigerung des Irans, das Atomprogramm des Landes verbindlich aufzugeben – ein Punkt, den Trump als „den einzigen, der wirklich zählte“, bezeichnete. Zudem wies Trump die Marine an, Schiffe in internationalen Gewässern abzufangen, die Transitgebühren an den Iran gezahlt haben. Er bezeichnete solche Zahlungen als illegal und warnte, dass „niemandem, der eine illegale Gebühr zahlt, eine sichere Passage auf hoher See gewährt wird“. Die Ankündigung wirft Fragen über den Fortbestand der fragilen zweiwöchigen Waffenruhe auf, deren Frist am 22. April 2026 abläuft. Vance bestätigt Stillstand in der Atomfrage als Grund für ScheiternUS-Vizepräsident JD Vance bestätigte vor seinem Abflug aus Islamabad an Bord der Air Force Two gegenüber Journalisten, dass der Abbruch der Gespräche auf der Weigerung des Irans basierte, sich rechtlich bindend gegen Atomwaffen zu positionieren. „Tatsache ist, dass wir eine ausdrückliche Zusage benötigen, dass sie keine Atomwaffe anstreben” — JD Vance via Deutsche Welle, sagte Vance. Diese Verpflichtung müsse zudem „langfristig“ gelten. Laut Vance habe man dies bisher nicht erreicht, hoffe jedoch weiterhin darauf. Er beschrieb die Gespräche als „bedeutende Diskussionen mit den Iranern“ und gab an, die US-Delegation habe Teheran vor der Abreise ein „letztes und bestes Angebot“ unterbreitet. „Wir werden sehen, ob die Iraner es annehmen” — JD Vance via Deutsche Welle, so der Vizepräsident. Vance wertete das Ergebnis als schwerwiegender für den Iran als für die USA: „Ich denke, für den Iran sind das viel schlechtere Nachrichten als für die Vereinigten Staaten von Amerika.“ Nach Angaben der Deutschen Welle bestand die US-Delegation aus Vance und dem Sondergesandten Steve Witkoff. Trump räumte ein, dass die Gespräche in den meisten Punkten konstruktiv verlaufen seien, das Atomdossier jedoch ein unüberwindbares Hindernis dargestellt habe. Zerstörer im Persischen Golf, Minenräumung angeordnetCENTCOM bestätigte, dass zwei Zerstörer der US-Marine die Straße von Hormus bereits passiert hatten und im Persischen Golf operierten, als der Befehl zur Blockade erging. Der Befehlshaber von CENTCOM, Brad Cooper, erklärte laut der Berliner Zeitung: „Wir haben damit begonnen, eine sichere Passage zu etablieren.“ Das Kommando fügte hinzu, dass in den kommenden Tagen weitere Kräfte, einschließlich Unterwasserdrohnen, verlegt werden sollen, um den Handelsweg wieder vollständig nutzbar zu machen. Trump ordnete zudem die Zerstörung von Seeminen an, die der Iran in der Meerenge verlegt hatte. Er warf Teheran vor, die Bedrohung durch Minen als Druckmittel gegen die Weltgemeinschaft einzusetzen, und bezeichnete diese Strategie als „globale Erpressung“. Trump behauptete, dass große Teile der iranischen Marine sowie die meisten Minenlegerschiffe bereits zerstört worden seien, was laut Berliner Zeitung jedoch nicht unabhängig überprüft werden konnte. Er warnte weiter, dass jeder iranische Angriff auf US-Einheiten eine sofortige Reaktion zur Folge hätte; jeder Iraner, der auf US-Schiffe oder zivile Fahrzeuge feuere, werde „in der Hölle vernichtet“, so eine Meldung von oko.press. 2 (US-Zerstörer) — haben die Straße von Hormus bereits Richtung Persischer Golf passiertDie Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist einer der weltweit wichtigsten Engpässe für den Transport von Erdöl und Flüssigerdgastankern. Seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Luftschläge gegen Ziele im Iran am 28. Februar 2026 konnten laut der Deutschen Welle nur noch wenige Handelsschiffe die Meerenge passieren, was zu einem weltweiten Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise führte. Der US-iranische Konflikt, bekannt als „Operation Epic Fury“, begann am 28. Februar 2026 und führte bereits in der Anfangsphase zum Tod des damaligen Obersten Führers Ali Khamenei. Im März 2026 wurde Mojtaba Khamenei, der Sohn des Verstorbenen, als Nachfolger ernannt. Die USA werfen dem Iran seit langem vor, Kernwaffen zu entwickeln; Teheran bestreitet dies und betont den zivilen Charakter seines Urananreicherungsprogramms. Teheran macht Washington verantwortlich und zeigt sich unnachgiebigIn Teheran machten offizielle Stellen und Bürger Washington für das Scheitern verantwortlich, ohne jedoch ins Detail zu gehen, welche US-Forderungen genau abgelehnt wurden. Das iranische Staatsfernsehen berichtete laut Deutsche Welle von „unannehmbaren Forderungen“ seitens der USA. In den Straßen der Hauptstadt äußerten Bewohner Enttäuschung, aber auch Widerstandswillen. Farhad Simia (43) erklärte gegenüber der Associated Press, er bevorzuge Verhandlungen gegenüber einem Konflikt, sehe die Schuld jedoch bei den „unangemessenen Forderungen“ der USA. Mehdi Hosseini (43) äußerte die Ansicht, dass die iranische Delegation militärische Erfolge nicht preisgegeben habe, was er als „Grund zur Hoffnung“ wertete. Hamid Haghi (55) bezeichnete den Abbruch als Souveränitätsfrage: Die USA wollten „in die Straße von Hormus eindringen, die das Erbe unserer Väter ist“. Auf großen Plakatwänden in Teheran wurden laut The Independent iranische Streitkräfte dargestellt, die US-Militärgerät in Fangnetzen einholen; darauf stand: „Die Meerenge bleibt geschlossen“. Die Meerenge steht nun im Zentrum eines strategischen Patts, während der Termin für das Ende der Waffenruhe am 22. April 2026 näher rückt.Eskalation zwischen den USA und dem Iran: Wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- JD Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
Sources: 22 articles
- ईरान-अमेरिका के बीच बातचीत नाकाम होने के बाद ट्रंप ने होर्मुज़ स्ट्रेट पर किया बड़ा फ़ैसला - BBC News हिंदी (BBC)
- Iran-Krieg: "Eine Seeblockade würde die Lage eskalieren und erhebliche Schäden verursachen" (Wirtschafts Woche)
- Gespräch gescheitert: Trump blockiert Straße von Hormus (Süddeutsche Zeitung)
- Détroit d'Ormuz : quelles pourraient être les conséquences udblocus naval annoncé par Donald Trump (SudOuest.fr)
- Trump: Hürmüz Boğazı'na abluka uygulayacağız (Deutsche Welle)
- US-Präsident Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an (tagesschau.de)
- Gespräch gescheitert: Trump blockiert Straße von Hormus (stern.de)
- Trump anuncia que EUA vão bloquear Estreito de Ormuz: "Todos os navios" (Notícias ao Minuto)
- Trump ameaça bloquear Estreito de Ormuz após falta de acordo nas negociações (TSF Rádio Notícias)
- Trump anuncia bloqueio de Ormuz após fracasso de negociações (Deutsche Welle)