US-Präsident Donald Trump hat den Iran ultimativ aufgefordert, die Seestraße von Hormus bis Dienstagabend freizugeben. Im Falle einer Nichterfüllung drohen Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur und Brücken. Das Weiße Haus kündigte für Sonntag eine Pressekonferenz mit Militärvertretern an, um die Einzelheiten des Vorgehens zu erläutern.
Ultimatum bis Dienstag
Donald Trump verlangt die Öffnung der Straße von Hormus bis zum 7. April 2026, 20:00 Uhr Washingtoner Zeit.
Drohung gegen Infrastruktur
Bei Nichterfüllung droht das Weiße Haus mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken.
Ölmarkt in Aufruhr
Die Ölpreise stiegen im März um 63 Prozent; der Schiffsverkehr durch die Meerenge brach um 90 Prozent ein.
Diplomatische Bemühungen
Pakistan, Ägypten und die Türkei vermitteln über eine 45-tägige Waffenruhe, während China und Russland ein Ende der Gewalt fordern.
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum gestellt, die Straße von Hormus bis Dienstag, dem 7. April 2026, 20:00 Uhr Washingtoner Zeit wieder zu öffnen. Für den Fall, dass die Frist verstreicht, drohte er mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, der Dienstag werde im Iran zum „Tag der Kraftwerke und Brücken in einem“ werden, und warnte, das Land werde „in der Hölle leben“, sollte die Meerenge blockiert bleiben. Das Ultimatum folgt auf eine ursprüngliche 48-Stunden-Frist vom Samstag, die Trump später um 24 Stunden verlängerte. Gegenüber Axios erklärte Trump zudem, dass sich die USA in „intensiven Verhandlungen“ mit dem Iran befänden und eine Einigung noch vor Ablauf der Frist möglich sei. Für Sonntag wurde eine Pressekonferenz im Weißen Haus unter Beteiligung von Militärpersonal angekündigt, bei der Trump weitere Details zu den Bedingungen des Ultimatums bekannt geben will. Vermittler bemühen sich um 45-tägige Waffenruhe vor FristablaufPakistan, Ägypten und die Türkei vermitteln in Last-Minute-Verhandlungen über eine 45-tägige Waffenruhe. Dies berichtet Axios unter Berufung auf vier US-amerikanische, israelische und regionale Quellen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff und der iranische Außenminister Abbas Araghchi stünden im Rahmen dieser diplomatischen Bemühungen im Nachrichtenaustausch. Dieselben Quellen teilten Axios jedoch mit, dass die Wahrscheinlichkeit für auch nur eine Teilvereinbarung minimal sei. Die Bemühungen gelten als letzte Chance, eine drastische Eskalation zu verhindern, die massive Angriffe auf die zivile Infrastruktur Irans sowie Vergeltungsschläge auf Energie- und Wasseranlagen in den Golfstaaten umfassen könnte. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die Straße von Hormus werde nicht mehr das sein, „was sie einmal war“, und kündigten an, dass ihre Marine „technische operative Vorbereitungen“ für eine neue Ordnung im Persischen Golf abschließe. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei Hamaneh, warnte, dass Teheran auf Angriffe gegen die Infrastruktur „in gleicher Weise“ reagieren werde. Eine iranische Parlamentskommission billigte separat einen Gesetzentwurf zur Erhebung von Transitgebühren für Schiffe, die die Meerenge durchqueren, einschließlich eines Transitverbots für die USA und Israel sowie Einschränkungen für Länder, die Sanktionen gegen den Iran unterstützen.„Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verdammten Narren, oder ihr werdet in der Hölle leben” — Donald Trump via Truth Social„Falls die Infrastruktur Irans angegriffen wird, wird das Land in gleicher Weise reagieren” — Esmaeil Baghaei Hamaneh via Notícias ao Minuto Ölpreis steigt sprunghaft an – Schiffsverkehr bricht um 90 Prozent einInfolge der Drohungen Trumps stiegen die Ölpreise stark an. Die Sorte WTI erreichte bis zu 115,48 US-Dollar pro Barrel, während Brent-Rohöl am Montagmorgen an der Londoner Terminbörse bei 109,73 US-Dollar gehandelt wurde. Brent verzeichnete allein im März einen Wertzuwachs von 63 Prozent, was laut Marktdaten der Agentur EFE den stärksten monatlichen Anstieg seit mindestens 1988 darstellt. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist um 90 Prozent gegenüber dem Vorkriegsniveau eingebrochen. Die Nachrichtenagentur Fars meldete, dass in den vergangenen 24 Stunden nur 15 Schiffe die Wasserstraße mit iranischer Genehmigung passierten. Die OPEC+-Allianz einigte sich am Sonntag darauf, die Ölproduktion ab dem 1. Mai 2026 um 206.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Die Entscheidung wurde jedoch als symbolisch eingestuft, da die Blockade eine Umsetzung unmöglich macht. Die acht beteiligten Energieminister äußerten sich besorgt über Angriffe auf die Infrastruktur und wiesen darauf hin, dass die Wiederherstellung beschädigter Anlagen „kostspielig und zeitaufwendig“ sei. Analysten warnten, dass bei einer Fortdauer der Situation der Ölpreis auf 150 US-Dollar pro Barrel steigen könnte.2026-04-06T06:15: 109.73, 2026-04-06T22:45: 114.7663% (monatlicher Anstieg) — Wertzuwachs von Brent-Rohöl im März 2026, der höchste seit mindestens 1988 China und Russland fordern Waffenruhe – Japan rüstet sich für DauerkriseDer chinesische Außenminister Wang Yi und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow telefonierten am Sonntag und forderten beide eine „sofortige Waffenruhe“ sowie eine Rückkehr zu diplomatischen Kanälen. Wang erklärte, die grundlegende Lösung für das Problem der Schifffahrt in der Straße von Hormus liege in der Einstellung der Feindseligkeiten. China wolle im UN-Sicherheitsrat mit Russland kooperieren, um die Spannungen abzubauen. Lawrow zeigte sich „äußerst besorgt über die kontinuierliche Eskalation im Nahen Osten“. Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi gab bekannt, dass Japan über Ölreserven für etwa acht Monate verfüge und die Beschaffung über alternative Lieferanten stetig voranschreite. Vor dem Parlament erklärte sie, man bereite Gespräche mit der iranischen Führung vor und sei auf „jede Situation“, einschließlich eines langwierigen Konflikts, vorbereitet. Japan bezieht rund 90 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten. Die Schließung der Meerenge zwang das Land bereits dazu, Millionen Barrel aus strategischen Reserven freizugeben und Ölunternehmen zu subventionieren.Der Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran. Dabei wurden der Oberste Führer Ali Chamenei und weitere Führungspersonen getötet. Die libanesische Hisbollah trat am 2. März 2026 in den Krieg ein, woraufhin Israel großflächige Luftangriffe und eine Bodenoffensive im Südlibanon startete. Die Straße von Hormus ist seit Kriegsbeginn fast vollständig blockiert, was eine globale Energiekrise auslöste. Laut Berichten von RTP starben seit Beginn des Konflikts Tausende Menschen, vor allem im Iran und im Libanon.„Die grundlegende Lösung für die Probleme der Schifffahrt in der Straße von Hormus ist ein sofortiger Waffenstillstand und das Ende der Feindseligkeiten” — Wang Yi via Chinesisches Außenministerium„Die militärischen Operationen müssen sofort eingestellt werden und der Konflikt muss auf den politisch-diplomatischen Weg zurückkehren, um seine Ursachen zu bekämpfen” — Sergej Lawrow via Chinesisches Außenministerium
Mentioned People
- Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych
- Abbas Araghchi — Minister Spraw Zagranicznych Iranu
- Sanae Takaichi — Premier Japonii
- Steve Witkoff — Specjalny wysłannik USA na Bliski Wschód
- Wang Yi — Minister Spraw Zagranicznych Chin
- Sergey Lavrov — Minister Spraw Zagranicznych Rosji
Sources: 17 articles
- Cessar-fogo divide Washington e Teerão e mantém conflito em aberto (SAPO)
- ONU lembra que infraestrutura civil "não pode ser atacada" após ameaça de Trump (Notícias ao Minuto)
- 20 minutos: ultimato de Trump com tempo contado, bombardeamentos intensificam-se (SIC Notícias)
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