Igor Tudor hat Tottenham Hotspur am 29. März 2026 im gegenseitigen Einvernehmen verlassen. Der Klub steht nach 44 Tagen ohne Premier-League-Sieg nur einen Punkt über der Abstiegszone und will den Nachfolger „zu gegebener Zeit“ benennen.

Tudor verlässt Tottenham nach 44 Tagen

Der Klub trennte sich im gegenseitigen Einvernehmen von Igor Tudor und seinen Assistenten Tomislav Rogic und Riccardo Ragnacci.

Keine Premier-League-Erfolge unter Tudor

In fünf Ligaspielen holte Tottenham mit Tudor nur einen Punkt und verlor zuletzt deutlich gegen Nottingham Forest.

Nachfolge noch offen

Als mögliche Kandidaten werden Sean Dyche, Roberto De Zerbi, Marco Silva und auch Jurgen Klinsmann genannt.

Igor Tudor verließ Tottenham Hotspur am 29. März 2026 im gegenseitigen Einvernehmen und beendete damit eine 44 Tage dauernde Amtszeit, in der es keinen Premier-League-Sieg gab und der Klub aus Nordlondon nur einen Punkt über der Abstiegszone stand. Der Verein bestätigte den Abgang in einer offiziellen Mitteilung „mit sofortiger Wirkung“. Auch Tudors Assistenten Tomislav Rogic und Riccardo Ragnacci gehen. Tottenham, derzeit 17. in der Premier League, hat in dieser Saison nun bereits drei Trainer verbraucht und steht vor der Möglichkeit des ersten Abstiegs seit 1977. Der Klub teilte mit, ein neuer Cheftrainer werde „zu gegebener Zeit“ bekanntgegeben.

44 Tage, fünf Ligaspiele, kein Sieg Tudor, 47, war am 14. Februar 2026 verpflichtet worden, um den entlassenen Thomas Frank zu ersetzen. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. In sieben Partien in allen Wettbewerben kam Tudor auf nur einen Sieg, ein 3:2-Heimerfolg über Atlético Madrid im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals. Dieser reichte wegen der 2:5-Niederlage im Hinspiel nicht aus. In der Premier League stand unter Tudors Leitung eine Bilanz von vier Niederlagen und einem Unentschieden zu Buche. Tottenham holte den einen Punkt bei einem Remis in Liverpool. Der Tiefpunkt kam am 22. März, als Nottingham Forest an der Heimstätte von Tottenham mit 3:0 gewann. Diese Niederlage besiegelte Tudors Schicksal. Tottenham hat nun seit 13 Ligaspielen nicht gewonnen, die längste solche Serie seit 91 Jahren, wie die New York Times berichtete. 27 (Prozent) — Abstiegswahrscheinlichkeit von Tottenham bei Tudors Abschied

Tottenhams Abstiegsrisiko unter Tudor: Abstiegswahrscheinlichkeit (before: 4 Prozent (Tudors Ankunft, 14. Feb.), after: 27 Prozent (Tudors Abschied, 29. März))

Vaters Tod folgte auf das letzte Spiel auf der Tottenham-Bank Auch privat erlebte Tudor während seiner kurzen Amtszeit einen folgenschweren Einschnitt. Er erfuhr unmittelbar nach der 0:3-Niederlage gegen Nottingham Forest am 22. März vom Tod seines Vaters Mario, wie The Telegraph berichtete. In der Mitteilung des Klubs wurde der Verlust ausdrücklich erwähnt. „Wir nehmen auch die Trauer zur Kenntnis, die Igor kürzlich erlitten hat, und sprechen ihm und seiner Familie in dieser schwierigen Zeit unsere Unterstützung aus” — Tottenham Hotspur via Reuters Die BBC berichtete, Tudor werde nach dem Tod seines Vaters nicht zum Klub zurückkehren. Seine Amtszeit war zudem geprägt von der weithin kritisierten Entscheidung, Torhüter Guglielmo Vicario im ersten Champions-League-Spiel in Madrid aus der Startelf zu nehmen und durch Antonin Kinsky zu ersetzen. Kinsky unterliefen zwei Fehler, die unmittelbar zu Toren von Atlético führten, ehe er nach 17 Minuten ausgewechselt wurde. Tudor verteidigte die Entscheidung später auf einer Pressekonferenz, doch die Episode wurde zum Sinnbild seiner schwierigen Zeit im Amt.

Klubführung unter Druck, während der Abstiegskampf eskaliert Die BBC machte für die Verpflichtung Tudors vor allem Geschäftsführer Vinai Venkatesham und Sporting Director Johan Lange verantwortlich und bezeichnete die Entscheidung als „abwegig“, sie hätte nie getroffen werden dürfen. Tudor kam ohne Premier-League-Erfahrung und mit einer Karriere, die die BBC als „wechselhaft“ beschrieb. Zuvor war er in derselben Saison bereits im Oktober 2025 von Juventus entlassen worden. Bei noch sieben ausstehenden Spielen und West Ham United, das auf Platz 18 nur einen Punkt zurückliegt, wächst der Druck auf Venkatesham und Lange, den richtigen Nachfolger zu finden. Die BBC warnte, eine weitere Fehlentscheidung könne „unter Umständen damit enden, dass Spurs in der Championship landet“. Das rumänische Medium Adevarul berichtete, Sean Dyche gelte als Favorit für den Posten, Roberto De Zerbi und Marco Silva würden ebenfalls geprüft. Außerdem sei über Gespräche mit Jurgen Klinsmann, einem früheren Tottenham-Spieler, berichtet worden, eine Entscheidung sei aber noch nicht bestätigt.

Tottenham Hotspur stieg zuletzt in der Saison 1976/77 aus der höchsten Spielklasse ab und schaffte im darauffolgenden Jahr den direkten Wiederaufstieg, wie N-tv berichtete. Der Klub beendete die vergangene Premier-League-Saison auf Platz 17, lag damals aber noch 13 Punkte vor den Abstiegsrängen und gewann die Europa League, obwohl Cheftrainer Ange Postecoglou dennoch entlassen wurde. Auch Thomas Frank, der von Brentford kam und Postecoglou ersetzen sollte, brachte den Klub vor seiner Entlassung nicht zur Stabilisierung. Auf seine Absetzung folgte am 14. Februar 2026 Tudors Verpflichtung.

Mentioned People

  • Igor Tudor — Chorwacki trener piłkarski i były piłkarz, ostatnio szkoleniowiec Tottenham Hotspur
  • Thomas Frank — Duński trener piłkarski, ostatnio szkoleniowiec Tottenham Hotspur
  • Vinai Venkatesham — Brytyjski działacz piłkarski i dyrektor generalny Tottenham Hotspur
  • Johan Lange — Duński działacz piłkarski i dyrektor sportowy Tottenham Hotspur
  • Sean Dyche — Angielski trener piłkarski i były piłkarz
  • Roberto De Zerbi — Włoski trener piłkarski i były piłkarz
  • Marco Silva — Portugalski trener piłkarski i były piłkarz
  • Jurgen Klinsmann — Niemiecki trener piłkarski i były piłkarz

Sources: 52 articles