Jannik Sinner hat das Halbfinale der Miami Open gegen Alexander Zverev in zwei Sätzen gewonnen und steht damit im Endspiel am 28. März 2026. Der Italiener trifft dort auf Jiří Lehečka, der sich im zweiten Halbfinale klar gegen Arthur Fils durchsetzte. Für Sinner geht es auch um die Chance auf die sogenannte Sunshine Double.

Sinner setzt sich gegen Zverev durch

Der Italiener gewann das Halbfinale der Miami Open mit 6:3, 7:6(4) und zog in sein 35. ATP-Finale ein.

Chance auf die Sunshine Double

Nach dem Titel in Indian Wells kann Sinner in Miami den seltenen Doppelerfolg schaffen, der zuletzt Roger Federer 2017 gelang.

Lehečka wartet im Endspiel

Jiří Lehečka erreichte mit einem klaren Sieg über Arthur Fils erstmals ein Masters-1000-Finale und trifft nun auf Sinner.

Ranglistenrennen bleibt offen

Sinner verkürzte den Rückstand auf Carlos Alcaraz mit dem Finaleinzug auf 1.540 Punkte; bei einem Titelgewinn wären es 1.190 Punkte.

Rekordserie bei Masters-Turnieren

Sinner gewann bei Masters-1000-Turnieren nun 32 Sätze in Folge, was italienische Medien als beispiellos bezeichneten.

Jannik Sinner hat das Halbfinale der Miami Open am 28. März 2026 gegen Alexander Zverev mit 6:3, 7:6(4) gewonnen und sich nach 1 Stunde und 53 Minuten für sein 35. ATP-Finale der Karriere qualifiziert. Der italienische Weltranglistenzweite nahm dem Deutschen im vierten Spiel des ersten Satzes das Aufschlagspiel ab und brachte den Vorsprung anschließend sicher ins Ziel, um den Satz mit 6:3 zu holen. Im zweiten Durchgang entwickelte sich eine offenere Partie. Beide Spieler hielten zunächst ihre Aufschlagspiele bis zum Tie-Break, in dem ein Fehler Zverevs beim Stand von 4:4 Sinner die Möglichkeit gab, den Satz mit einem Ass zu beenden. Das Ergebnis brachte Sinner im direkten Vergleich mit dem Deutschen auf 8:4 nach vorne, wobei er inzwischen sieben Partien in Serie gegen Zverev gewonnen hat. Im Finale am Sonntag trifft Sinner auf den tschechischen Spieler Jiří Lehečka, die Nummer 22 der Welt, nachdem Lehečka im anderen Halbfinale den Franzosen Arthur Fils mit 6:2, 6:2 besiegt hatte.

Sinner jagt die Sunshine Double, die zuletzt Federer gelang Sinner war nach Miami gereist, nachdem er vor zwei Wochen bereits den Titel in Indian Wells gewonnen hatte. Damit stand er vor der Chance auf die Sunshine Double, die zuletzt Roger Federer 2017 gelungen war. Ein Sieg im Finale am Sonntag wäre für Sinner zudem sein zweiter Titel in Miami nach dem Erfolg auf den Hartplätzen dort im Jahr 2023 und insgesamt sein 26. ATP-Titel der Karriere. In die Florida-Serie ging der Italiener ohne zu verteidigende Ranglistenpunkte aus dem Vorjahr, da er 2025 sowohl Indian Wells als auch Miami wegen einer Sperre im Zusammenhang mit dem Clostebol-Fall verpasst hatte. Dieser Ausfall erwies sich im Rennen um die Rangliste als Vorteil: Sinner sammelte durch das Erreichen des Endspiels 650 Punkte und kam in der ATP-Rangliste auf 12.050 Punkte. Die Weltranglistenerste Carlos Alcaraz, der in der dritten Runde ausgeschieden war, hält 13.590 Punkte. Der Abstand beträgt damit 1.540 Punkte und könnte auf 1.190 schrumpfen, sollte Sinner den Titel gewinnen.

32 gewonnene Masters-Sätze in Serie – ein Rekord Sinner baute seine Serie gewonnener Sätze bei Masters-1000-Turnieren auf 32 aus. Mehrere italienische Medien bezeichneten das als einen in dieser Größenordnung beispiellosen Rekord. Zverev, derzeit die Nummer 4 der Welt, zeigte nach Einschätzung von Quellen eine seiner stärkeren Leistungen der jüngeren Vergangenheit und agierte über die gesamte Partie hinweg aggressiv und präzise beim Aufschlag. Der Deutsche führte im zweiten Satz vor dem Tie-Break mit 6:5, konnte diesen Vorteil aber nicht nutzen. Sinner selbst sprach nach der Partie von der Schwierigkeit des Matches.

„Es war ein sehr hartes Match. Zverev hat unglaublich gespielt. Ich habe am Ende sehr gut aufgeschlagen, vor allem in den entscheidenden Momenten. Ich bin sehr glücklich, dieses Finale bedeutet mir viel.” — Jannik Sinner via La Repubblica

Auf die Frage nach dem Duell mit Lehečka verwies Sinner darauf, dass der Tscheche ihn in drei bisherigen Begegnungen noch nie besiegt habe, formulierte seine Einschätzung des Gegners aber betont respektvoll.

„Er ist ein unglaublicher Spieler. Das hat er nicht nur hier, sondern während seiner gesamten Karriere gezeigt. Im Finale wird er sicher freier spielen als ich. Ich werde versuchen, alles zu kontrollieren, was ich kontrollieren kann, dann werden wir sehen, wie es läuft.” — Jannik Sinner via La Repubblica

Lehečka erreicht erstmals ein Masters-1000-Finale Jiří Lehečka, geboren am 8. November 2001, erreichte mit dem klaren 6:2, 6:2 gegen Arthur Fils im anderen Halbfinale am 27. März das größte Finale seiner Karriere. Der tschechische Spieler liegt laut seinem Profil in der ATP-Einzelrangliste mit der Karrierebestmarke von Weltranglistenplatz 16 auf Platz 1 in Tschechien. In den drei bisherigen Direktduellen mit Sinner hat Lehečka keinen einzigen Satz gewonnen, weshalb das Finale am Sonntag eine deutliche Bewährungsprobe gegen die derzeitige Form des Italieners darstellt. Sinner ordnete die gesamte Florida-Serie ein und sprach unabhängig vom Ausgang des Endspiels von einem außergewöhnlichen Turnierabschnitt.

„Indian Wells und Miami sind zwei völlig verschiedene Turniere, mit unterschiedlichen Bedingungen. Hierher zu kommen und gutes Tennis zu zeigen, war mein wichtigstes Ziel. Wieder im Finale zu stehen, bedeutet mir sehr viel. Ich hätte es nicht besser machen können, ich bin sehr glücklich.” — Jannik Sinner via il Giornale.it

Die Miami Open im Hard Rock Stadium zählen außerhalb der vier Grand Slams zu den renommiertesten Turnieren auf der ATP Tour. Sinner stand bereits 2021 im Finale von Miami und verlor damals, bevor er dort 2023 den Titel gewann. Die Sunshine Double, also der doppelte Turniersieg in Indian Wells und Miami, war nach Angaben der Quellen seit Roger Federers Serie im Jahr 2017 nicht mehr gelungen.

32 (aufeinanderfolgende Sätze) — Sinners Serie gewonnener Sätze bei Masters-1000-Turnieren, als Rekord beschrieben

Sinners Weg ins Miami-Finale 2026: — ; — ; —

Mentioned People

  • Jannik Sinner — Włoski tenisista, były lider rankingu światowego i zwycięzca 25 turniejów ATP w singlu
  • Alexander Zverev — Niemiecki tenisista i obecny numer 3 na świecie
  • Jiří Lehečka — Czeski tenisista i obecny numer 1 w Czechach
  • Arthur Fils — Francuski tenisista pokonany przez Lehečkę w półfinale
  • Carlos Alcaraz — Hiszpański tenisista, obecnie numer 1 na świecie

Sources: 6 articles